Ist nur ein Vegetarier ein echter Christ?

von Hans Erwin u. Magdalena Schotten

 

Nachdem Gott Menschen erschaffen hatte und diese noch im Paradies lebten, sagte Gott zu ihnen, 1. Mose 1, 29: “Und Gott sprach: Siehe, ich habe euch alles samentragende Kraut gegeben, das auf der Fläche der ganzen Erde ist, und jeden Baum, an dem samentragende Baumfrucht ist: es soll euch zur Nahrung dienen; ...” Dies war der Zustand bevor sich die Menschen entschieden, selbst Gott zu sein und die Anweisungen ihres Schöpfers zu missachten. Gott reagierte auf diese Anmaßung auf zweierlei Weise, erstens: 1. Mose 3, 17 – 18: “Und zu Adam sprach er: Weil du auf die Stimme deiner Frau gehört und gegessen hast von dem Baum, von dem ich dir geboten habe: Du sollst davon nicht essen! – so sei der Erdboden verflucht um deinetwillen: Mit Mühsal sollst du davon essen alle Tage deines Lebens; und Dornen und Disteln wird er dir sprossen lassen, und du wirst das Kraut des Feldes essen!” Gott hatte ihnen klar und deutlich gesagt, nicht von diesem einen Baum zu essen – eine klare Anweisung, die sie übertreten haben und als Folge davon wurde ihr Speiseplan auch verändert. Zuerst kam das Kraut des Feldes hinzu. Zweitens: 1. Mose 3: 23 – 24: “Und Gott der HERR schickte ihn aus den Garten Eden hinaus, den Erdboden zu bebauen, von dem er genommen war. Und er trieb den Menschen aus und ließ östlich vom Garten Eden die Cherubim sich lagern und die Flamme des zuckenden Schwertes, den Weg zum Baum des Lebens zu bewachen.” Einen Weg zurück zu den ehemals paradiesischen Zuständen gab es nicht mehr. Diesen Weg hatten sie sich selber durch ihre Auflehnung gegen Gottes Anweisung verbaut und diesen Zustand des Paradieses wird es solange nicht mehr geben bis Gott auf eine erneuerte, sündenfreie Erde zurückkehrt.

Ab dem Zeitpunkt des Rauswurfs aus dem Paradies haben sich die Lebensbedingungen radikal geändert und sie lassen sich durch eigene menschliche Anstrengungen nicht wieder in den ursprünglichen Zustand zurückführen. Binnen kurzen hatte sich die Situation so geändert, dass Gott zu folgendem Urteil kam, 1. Mose 6, 5: “Und der HERR sah, daß die Bosheit des Menschen auf der Erde groß war und alles Sinnen der Gedanken seines Herzens nur böse den ganzen Tag.” Bosheit zielt auf die Gesinnung, auf die Vorgänge im Herzen/Verstand. Auch wenn die Aufklärer des 17. Jahrhunderts den Menschen für gut erklärten, so hat doch die Geschichte des 20. Jahrhunderts unumstößlich deutlich gemacht, dass Gottes Urteil richtig ist. Dieser nachparadiesischen Situation ist in jeder Hinsicht Rechnung zu tragen auch was die Ernährung angeht.

Das Argument des Schweigens, dass in den ersten Berichten der Bibel noch nichts vom Fleischverzehr erwähnt wird, heißt nicht, dass kein Fleisch gegessen wurde. Faktum ist, dass schon von Anfang an Tiere domestiziert wurden, 1. Mose 4, 20: “Und Ada gebar Jabal; dieser wurde der Vater derer, die in Zelten und unter Herden wohnten.” Schon Abel hatte eine Herde und brachte Gott ein Opfer von seinen Tieren, Vers 4: “Und Abel, auch er brachte von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem Fett...”

Mit der Sinflut änderte sich nochmals vieles für den Menschen unwiderruflich und Gott gab ihm eine weitere Anweisung, 1. Mose 9, 3: “Alles, was sich regt, was da lebt, soll euch zur Speise sein; wie das grüne Kraut gebe ich es euch alles.” Das hebräische Wort von “soll” ist “hayah” und macht deutlich, dass es sich hier um eine Anweisung handelt und nicht um eine Option und dies hat sich bis zur Gegenwart nicht geändert. Von diesem Zeitpunkt an gehört Fleisch zur Nahrung des Menschen. Die Menge bleibt dabei unbestimmt. Mäßigung ist das Gebot der Stunde.

Fleisch wurde zu Festen oder wenn Besuch kam gereicht, 5, Mose 14, 23: “... und sollst essen vor dem Herrn, deinem Gott, an der Stätte, die er erwählen wird, um seinen Namen dort wohnen zu lassen, (nämlich) den Zehnten deines Getreides, deines Mostes und deines Öles und die Erstgeborenen deiner Rinder und deiner Schafe, damit du lernst, den HERRN, deinen Gott, alle Tage zu fürchten.” Dieses Lernen und Gehorchen wird von vielen als Einmischung in ihre persönlichen Belange abgelehnt und sie stellen ihre eigenen Regeln auf.

1. Mose 18, 1 – 8: “Und der HERR erschien ihm bei den Terebinthen von Mamre, als er bei der Hitze des Tages am Eingang des Zeltes saß. Und er erhob seine Augen und sah: und siehe, drei Männer standen vor ihm; sobald er sie sah, lief er ihnen vom Eingang des Zeltes entgegen und verneigte sich zur Erde und sagte: Herr, wenn ich denn Gunst gefunden habe in deinen Augen, so geh doch nicht an deinem Knecht vorüber! Man hole doch ein wenig Wasser, dann wascht eure Füße, und ruht euch aus unter dem Baum! Ich will indessen einen

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