geglaubt hat an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes.“

Jesus kritisierte nicht die Heilige Schrift, er tat sie.

Johannes 4, 34: “Jesus spricht zu ihnen: Meine Speise ist, daß ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat, und sein Werk vollbringe.”

Wie geht Jesus mit der Heiligen Schrift um?

Er kennt die buchstäbliche Auslegung.

Matthäus 22, 31 – 32: “Was aber die Auferstehung der Toten betrifft: Habt ihr nicht gelesen, was zu euch geredet ist von Gott, der da spricht: “Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs”? Gott ist nicht der Gott von Toten, sondern von Lebenden.”

Jesus wendet auch den Schluss vom Leichteren aufs Schwerere (Kal wachomer) an.

Lukas 12, 28: “Wenn aber Gott das Gras, das heute auf dem Feld steht und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, wieviel mehr euch, Kleingläubige!”

Manchmal hat Jesus Gleichnisse allegorisch gedeutet. Er nahm dazu den buchstäblichen Bestand und enthüllte eine dahinter liegende Aussage. Der ursprüngliche Bestand stellt somit die Grenze der Auslegung dar.

Matthäus 13, 26: “dann entließ er die Volksmenge und kam in das Haus; und seine Jünger traten zu ihm und sprachen: Deute uns das Gleichnis vom Unkraut des Ackers!”

Jesus stellte auch häufig die Frage: “Habt ihr nicht gelesen?” und fordert damit zum Schriftstudium auf.

Matthäus 19, 4: “Er aber antwortete und sprach: Habt ihr nicht gelesen, daß der, welcher sie schuf, sie von Anfang an (als) Mann und Frau schuf ...”

Jesus benutzte auch ein Schlussverfahren. So konnte jeder Klarheit über seine Sendung bekommen.

Matthäus 22, 41 – 42: “Als aber die Pharisäer versammelt waren, fragte Jesus sie und sagte: Was haltet ihr von dem Christus? Wessen Sohn ist er? Sie sagen zu ihm: Davids.”

Warum dieser Rückblick auf Jesus und sein Verständnis der Heiligen Schrift?

Seit der Aufklärung wurde die menschliche Vernunft, die doch durch den Sündenfall stark in Mitleidenschaft gezogen worden ist, zum Maß aller Dinge. Dies ist schon nach biblischen Maßstab ein Widerspruch in sich. Die Vernunft allein sollte nun objektiv sein und nur durch sie konnte alles kritisch beurteilt werden. So entwickelte die Theologie die historisch – kritische Methode. Sie sollte die einzig legitime Methode der Schriftauslegung sein. Sie führte dazu, die Bibel als autoritative Quelle der menschlichen Erkenntnis zu entthronen. Daher steht diese Methode der Denk- und Vorgehensweise Jesu direkt entgegen. Er betrachtet die Heilige Schrift als die Offenbarung Gottes. Ohne sie weiß der Mensch nichts von Gott und dessen Erlösungsplan.

Christen müssen sich daher entscheiden, ob sie Jesu Methoden der Schriftauslegung und seinem Schriftverständnis folgen oder der des modernen autonomen Menschen, der sich in die Opposition zu Gott setzt. Er lässt sich nicht mehr durch die schriftgewordene Offenbarung Gottes kritisieren, sondern er übt selbst an der Offenbarung Kritik.

 

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Hans-Erwin Schotten

   

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