Kann man alles in einen Tempel stopfen?

von Hans-Erwin Schotten

 

Paulus schreibt in 1. Korinther 3, 16: “Wißt ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt? Wenn jemand den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben; denn der Tempel Gottes ist heilig, und der seid ihr. Niemand betrüge sich selbst! Wenn jemand unter euch meint, weise zu sein in dieser Welt, so werde er töricht, damit er weise werde. Denn die Weisheit dieser Welt ist Torheit bei Gott; denn es steht geschrieben: "“Der die Weisen fängt in ihrer List.” Wodurch also kann man den Tempel Gottes verderben? Erstens dadurch, das man die Zehn Gebote missachtet. Darauf geht Paulus in Kapitel 6, 18 ein: “Flieht die Unzucht! Jede Sünde, die ein Mensch begehen mag, ist außerhalb des Leibes; wer aber Unzucht treibt, sündigt gegen den eigenen Leib. Oder wißt ihr nicht, daß euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes in euch ist, den ihr von Gott habt, und daß ihr nicht euch selbst gehört? Denn ihr seid um einen Preis erkauft worden. Verherrlicht nun Gott mit eurem Leib!” Der menschliche Körper ist für Gott nicht etwas Belangloses, dem keine große Beachtung zu schenken ist. Er wird im Neuen Testament als ein Tempel beschrieben und der sollte durch Sünde nicht verunreinigt werden. Wie aber sieht es mit den Nahrungsmitteln aus? Kann alles gegessen werden, das im Supermarkt angeboten wird? Petrus gibt Auskunft. Er sitzt auf dem Dach eines Hauses und hat eine Vision, Apostelgeschichte 10, 11: “Und er sieht den Himmel geöffnet und ein Gefäß, gleich einem großen, leinenen Tuch, herabkommen, an vier Zipfeln auf die Erde herabgelassen; darin waren allerlei vierfüßige und kriechende Tiere der Erde und Vögel des Himmels. Und eine Stimme erging an ihn: Steh auf, Petrus, schlachte und iß! Petrus aber sprach: Keineswegs, Herr! Denn niemals habe ich irgend etwas Gemeines oder Unreines gegessen.” Petrus geht schon davon aus, dass Jesus mit ihm spricht und er weiß, dass sein Herr ihm nichts befehlen würde, dass gegen die Weisungen des AT verstoßen würde. So ist seine erste Reaktion verständlich und richtig. Petrus stopft nicht alles in sich hinein, was essbar erscheint selbst wenn Christus dies gemeint haben sollte. In den folgenden Versen kommt dann die Aufklärung der Vision. Tatsächlich meinte Jesus nicht, dass Petrus jetzt gegen die Speisevorschriften des AT verstoßen sollte, sondern hier waren Menschen gemeint, die nicht Juden waren und zu denen sollte Petrus gehen und ihnen des Evangelium verkünden, weil Jesus dies von ihm verlangte. Somit war die Reaktion des Petrus schon richtig aber durch diese Vision hatte Jesus die volle Aufmerksamkeit des Petrus. Petrus hielt sich an die Speisegebote des Alten Testaments und verunreinigte nicht den Tempel des Heiligen Geistes, seinen eigenen Körper.

 

Eine Aufzählung der tierischen Speise, die gegessen oder nicht gegessen werden darf, befindet sich in 3. Mose 11. Unter den Tieren, die Gott für die menschliche Speise nicht vorgesehen hat, ist das überall zu findende Schwein, sei es als Fleisch oder als Wurstwaren verarbeitet. Selbst da wo Geflügelwurst groß auf dem Etikett steht ist oftmals Schweinefleisch als Hauptbestandteil drin. Besonders beliebt sind in einigen Kreisen auch unter Christen Produkte, die mit Schweineblut hergestellt worden sind, darunter auch die überall zu findende Blutwurst. Schon als die Apostel zu einer Konferenz in Jerusalem zusammen kamen, um einige Entscheidungen zu treffen, die für alle Christen bindend sein sollten, hoben sie besonders das Verbot des Blutverzehrs hervor, Apostelgeschichte 15, 19: “Deshalb urteile ich, man solle die, welche sich von den Nationen zu Gott bekehren, nicht beunruhigen, sondern ihnen schreiben, daß sie sich enthalten von den Verunreinigungen der Götzen und von der Unzucht und vom Erstickten und vom Blut." Zu den nicht für den menschlichen Verzehr geeigneten Speisen gehört auch Aal und Hummer.

 

Oftmals wird Markus 7, Vers 19 als Gegenbeweis angeführt: “Denn es geht nicht in sein Herz hinein, sondern in den Bauch, und es geht heraus in den Abort. (Damit) erklärte er alle Speisen für rein.” Dieser Vers ist in den Zusammenhang von dem Kapitel sieben zu stellen. Von Vers eins an geht es nicht um reine oder unreine Speisen, sondern um das rituelle Waschen vor jeder Mahlzeit. Jesus wollte nicht alles Essbare für rein erklären und damit zum Verzehr freigeben, sondern er wollte darauf hinweisen, dass Speisen, die nach Gottes Vorschriften gegessen werden dürfen, dadurch nicht unrein werden, wenn man sich vor dem Essen nicht rituell die Hände gewaschen hat. Jesus machte nur darauf aufmerksam, dass

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