tus behindert oder schlimmer noch ausgeschlossen werden. Alle sollten an der Entscheidung teilhaben, weil alle in der Verantwortung wachsen müssen und dann wird die Entscheidung von Christus anerkannt, Vers 18: “Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr etwas auf der Erde bindet, wird es im Himmel gebunden sein, und wenn ihr etwas auf der Erde löst, wird es im Himmel gelöst sein. Wiederum sage ich euch: Wenn zwei von euch auf der Erde übereinkommen, irgendeine Sache zu erbitten, so wird sie ihnen werden von meinem Vater, der in den Himmeln ist. Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich in ihrer Mitte.” Jesus ist das Haupt der ganzen Gemeinde und er möchte die ganze Gemeinde in der Verantwortung sehen.

 

Ein klassisches Beispiel für eine Problemlösung ist in der Apostelgeschichte, Kapitel 15 und Vers 22 zu finden: “Dann schien es den Aposteln und den Ältesten samt der ganzen Gemeinde gut, Männer aus ihrer Mitte zu erwählen und sie mit Paulus und Barnabas nach Antiochia zu senden: Judas mit dem Beinamen Basabbas und Silas, führende Männer unter den Brüdern.” Die gesamte Jerusalemer Gemeinde war zusammen gekommen, um über das Problem zu beraten und sie beschlossen dann gemeinsam die weitere Vorgehensweise. Sie hatten durchaus verstanden, was Jesus in Matthäus 20 gefordert hatte, keine autoritäre Gemeinde aufzubauen. Die Apostel hatten sich nicht in den berühmten Elfenbeinturm zurückgezogen und einsam eine Entscheidung getroffen. Sie anerkannten und förderten das Prinzip der Verantwortlichkeit eines jeden Gemeindemitgliedes der Jerusalemer Gemeinde.

Je größer und komplexer eine Organisation wird, um so mehr tendiert die Führungsspitze dazu, die Entscheidungen allein zu treffen. Man nennt es auch das eiserne Gesetz der Oligarchie (Herrschaft der Wenigen). Dabei trifft die kleine Gruppe die Entscheidungen in erster Linie in ihrem eigenen Interesse und versucht ihre Position durch diese Entscheidungen zu festigen. Die unter dieser Führung stehenden Menschen halten sich dann nur noch an die Regeln und neigen ansonsten zur Apathie und interessieren sich nicht mehr für die Vorgänge. So wollte es Jesus auf keinen Fall und Johannes musste dagegen auch vorgehen, 3. Johannes, 9: “Ich habe der Gemeinde etwas geschrieben, aber Diotrephes, der gern unter ihnen der Erste sein will, nimmt uns nicht an. Deshalb, wenn ich komme, will ich seine Werke in Erinnerung bringen, die er tut, indem er mit bösen Worten gegen uns schwatzt; und sich hiermit nicht begnügend, nimmt er selbst die Brüder nicht an und wehrt auch denen, die es wollen, und stößt sie aus der Gemeinde.” Gegen eine derartige Gemeindeleitung musste Johannes entschieden vorgehen. Sie entsprach nicht den Vorstellungen von Jesus Christus, seinem Herrn. Jesus will eine autoritative Gemeinde, die Struktur und Ordnung hat. Dies lässt sich nur erreichen, wenn jedes einzelne Mitglied mit in der Verantwortung steht. So gesehen hatte die Gemeinde in der Diotrephes als Diktator herrschte, ihre Verantwortung nicht wahrgenommen. Sie hatte sich zum großen Teil gefügt und damit sich selbst geschädigt. Nur in einer von Christus gewünschten und geforderten autoritativen Gemeinde ist Wachstum möglich und wird die Liebe das Band sein, das die Gemeinde zusammenhält.

 

Hausgemeindetreff

Hans-Erwin Schotten

   

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