Autoritär oder autoritativ

von Hans Erwin Schotten

 

Welche Gemeindeleitungsform ist biblisch?

 

Laut Duden Rechtschreibung ist autoritär: unbedingten Gehorsam fordernd; diktatorisch und autoritativ: sich auf eine echte Autorität stützend, maßgebend.

 

Was ist die Absicht Jesu? Wie hat er sich eine Gemeindeleitung vorgestellt? In Matthäus 20 und Vers 25 sagt er folgendes: “Jesus aber rief sie heran und sprach: Ihr wißt, daß die Regenten der Nationen sie beherrschen und die Großen Gewalt gegen sie üben. Unter euch wird es nicht so sein; sondern wenn jemand unter euch groß werden will, wird er euer Diener sein, und wenn jemand unter euch der Erste sein will, wird er euer Sklave sein; gleichwie der Sohn des Menschen nicht gekommen ist, um bedient zu werden, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.” Jesus macht die unterschiedlichen Leitungsformen schon sehr klar. Es gibt die autoritäre Form von oben nach unten. Einer oder wenige an der Spitze bestimmen, fordern und setzen durch und die anderen müssen folgen. Diese Form der Leitung lehnt Jesus für seine Gemeinde strikt ab. Die Grundlage für eine Leiterschaft in der Gemeinde ist der Dienst. Sie ist die Basis für eine autoritative Gemeinde. Viele Leiter geben allerdings vor, dass sie der Gemeinde dienen wollen aber unter diesem Deckmantel doch autoritär vorgehen, oftmals mit dem Argument, sie seien nur vor Gott verantwortlich und hätten der Gemeinde keine Rechenschaft abzulegen. Paulus gibt weitere Einsicht in das Problem, Epheser 4, 7: “Jedem einzelnen von uns aber ist die Gnade nach dem Maß der Gabe Christi gegeben worden. Darum heißt es: “Hinaufgestiegen in die Höhe, hat er Gefangene gefangen geführt und den Menschen Gaben gegeben.” Das Hinaufgestiegen aber, was besagt es anderes, als das er auch hinabgestiegen ist in die unteren Teile der Erde? Der hinabgestiegen ist, ist derselbe, der auch hinaufgestiegen ist über alle Himmel, damit er alles erfüllte. Und er hat die einen als Apostel gegeben und andere als Propheten, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer, zur Ausrüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes Christi, bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zur vollen Mannesreife, zum Vollmaß des Wuchses der Fülle Christi. (Denn) wir sollen nicht mehr Unmündige sein, hin- und hergeworfen und umhergetrieben von jedem Wind der Lehre durch die Betrügerei der Menschen, durch (ihre) Verschlagenheit zu listig ersonnenem Irrtum. Laßt uns aber die Wahrheit reden in Liebe und in allem hinwachsen zu ihm, der das Haupt ist, Christus. Aus ihm wird der ganze Leib zusammengefügt und verbunden durch jedes der Unterstützung (dienende) Gelenk, entsprechend der Wirksamkeit nach dem Maß jedes einzelnen Teils; und (so) wirkt er das Wachstum des Leibes zu einer Selbstauferbauung in Liebe.” Paulus beschreibt hier eine autoritative Gemeinde. Die Gaben werden von Jesus jedem einzelnen zum Wohl der ganzen Gemeinde gegeben. Voraussetzung ist dafür eine strukturierte Gemeinde, sie ist nicht chaotisch, sondern hat eine Ordnung. Ohne sie würde die Gemeinde dem Betrug dieser Welt und ihres Herrschers anheimfallen. Durch die Anwendung der Gaben wird die Gemeinde aufgebaut und jeder hat daran seinen Anteil. Die Autorität liegt nicht in der Hand eines einzelnen oder einer kleinen Gruppe, sondern bei der ganzen Gemeinde, sie trägt als ganzes die Verantwortung für ihr Wachstum in Erkenntnis und Gnade und für ihren Aufbau in Liebe.

 

In Matthäus 18, Vers 15 sagt Jesus: “Wenn aber dein Bruder sündigt, so geh hin, überführe ihn zwischen dir und ihm allein! Wenn er auf dich hört, so hast du deinen Bruder gewonnen. Wenn er aber nicht hört, so nimm noch einen oder zwei mit dir, damit aus zweier oder dreier Zeugen Mund jede Sache bestätigt werde! Wenn er aber nicht auf sie hören wird, so sage es der Gemeinde; wenn er aber auch auf die Gemeinde nicht hören wird, so sei er dir wie der Heide und der Zöllner!” Hier macht Jesus ganz klar, dass Probleme, die zwischen Einzelnen nicht gelöst werden können, vor die ganze Gemeinde gebracht werden sollen. Es gibt durchaus Leitungsverantwortliche, die diese Aufforderung uminterpretieren und daraus machen, dass das Problem nur zu ihnen gebracht werden sollte und so schließen sie die Gemeinde von der Verantwortung aus. Wer dies tut, fügt ihr einen ungeheuren Schaden zu, da die Gemeindemitglieder sich nicht für verantwortlich halten und in ihrem Wachstum hin zu Chris-

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