die ausschließliche Anbetung von ihm, um den Menschen vor dem Einfluss solcher Personen und der dahinter stehenden Mächte zu schützen. Wenn der Mensch sich diesen Mächten ausliefert und den verführenden Personen folgt, wird er zu einem willenlosen Objekt und Instrument in der Hand eines solchen Herrschers. Das “du sollst keine anderen Götter haben” soll den Menschen keine Angst machen oder ihn unter Druck setzten, sondern vor den Mächten, die ihn von den liebenden Gott der Bibel wegführen wollen, schützen. Es ist eine Illusion anzunehmen, man könne sich von dem Gott der Bibel lossagen und ein gottloses Leben führen. Wer dem Gott der Bibel den Rücken zukehrt wendet sich automatisch den Götzen zu.

 

Eine besondere Form des Götzendienstes ist die Hurerei, hier im übertragenem Sinn von einem Verlassen von Gott und seiner Gebote gemeint ist. Für Gott bedeutet dies ein geistlicher Ehebruch, den besonders der Prophet Hosea im Alten Testament anprangert, Kapitel 6, 10: “Im Haus Israel habe ich Abscheuliches gesehen: Da ist Ephraims Hurerei, (da) hat Israel sich unrein gemacht.” Jesaja schreibt in Kapitel 1, 21: “Wie ist zur Hure geworden die treue Stadt! Sie war voller Recht; Gerechtigkeit wohnte darin, und jetzt Mörder!” Hesekiel findet ebenfalls deutliche Worte, Kapitel 16, 28: “Und du hurtest mit Söhnen Assurs, weil du (noch) nicht satt warst; und du hurtest mit ihnen und wurdest auch nicht satt. Und du vermehrtest deine Hurerei zum Händlerland Chaldäa hin; aber selbst davon wurdest du nicht satt. Wie fieberheiß ist dein Herz, spricht der Herr, HERR, wenn du dies alles tust – das Tun eines selbstherrlichen Hurenweibes -, wenn du deinen Hurenaltar an jeder Straßenecke baust und dein Hochlager auf jeden freien Platz machst! ...” Hurerei in diesem übertragenen Sinne ist das Verlassen einer Gemeinschaft mit Gott, in der eine einzelne Person oder ein ganzes Volk stand. Es ist ein sich Einlassen mit der Welt, sich Wohlfühlen in ihr und sich von ihren Lebensstilen davontragen lassen. Ein Verlassen Gottes – diese Art der Hurerei – ist eine Schandtat, die Gott nicht zulassen wird und die er ahndet, Psalm 73, 27: “Denn siehe, es werden umkommen die, die sich von dir fernhalten. Du bringst zum Schweigen jeden, der dir die Treue bricht.

 

Dies ist nicht nur ein alttestamentliches Problem, Jesus spricht es mit aller Deutlichkeit in Bezug auf seine Gemeinde an, Offenbarung 2, 14: “Aber ich habe ein weniges gegen dich, daß du solche dort hast, welche die Lehre Bileams festhalten, der den Balak lehrte, eine Falle vor die Söhne Israels hinzustellen, so daß sie Götzenopfer aßen und Unzucht trieben.” Jesus nimmt hier wie so häufig ein Beispiel aus dem Alten Testament. Bileam sollte im Auftrag des Moabiterkönigs Balak Israels verfluchen aber Gott verbot es ihm. So kamen die beiden Männer auf die Idee, es andersherum zu versuchen. Sie luden die Israeliten zu einem Festmahl ein. Ganz nebenbei war es ein Kultmahl für ihre Götzen und dabei wurde ausgiebig mit aller Sittenlosigkeit gefeiert und einige Israeliten vielen auf diesen Trick herein. Wenn Satan es nicht mit einem Frontalangriff schafft, so kommt er eben durch die Hintertür und macht einen auf freundlich. Dies betrifft nicht nur sexuelle Zügellosigkeit, sondern auch im übertragenen Sinn das Aufweichen des eigenen Glaubens. Er suggeriert, es muss ja nicht alles so wichtig und ernst genommen werden, einige Kompromisse lassen sich da wohl schließen und so wird die Entfernung zu Gott immer größer und die Annäherung zur Welt nimmt zu. Der Glaube wird immer schwächer und die Religion wird zu einer bloßen äußerlichen rituellen Handlung. Christus warnt vor dieser Entwicklung und führt dazu auch noch das Beispiel von Isebel in Vers 20 an, die auf ähnliche Art Israel vom gottgewollten Weg abgebracht hat. Paulus geht auf das Problem in seinem ersten Brief an die Korinther ein, Kapitel 10, 20: “(Nein), sondern daß das, was sie opfern, sie den Dämonen opfern und nicht Gott. Ich will aber nicht, daß ihr Gemeinschaft habt mit den Dämonen. Ihr könnt nicht des Herrn Kelch trinken und der Dämonen Kelch; ihr könnt nicht am Tisch des Herrn teilnehmen und am Tisch der Dämonen.” Im übertragenen Sinn heißt dies: die Praktiken der Welt mit ihren falschen Religionen, die die Wahrheit der Bibel ablehnen oder mit anderen “Weisheiten” mischen sind unvereinbar mit den Grundsätzen des Gottes der Bibel. Wer von der einmal erkannten Wahrheit abweicht, begeht geistlich gesehen Hurerei, wird Gott treulos, bricht die Ehe mit ihm und missachtet das erste Gebot. Die Person schließt sich der Hure Babylon an, der Mutter aller Hurerei. Sie ist die Personifizierung der Gottesfeindlichkeit. Ihr sind alle Mittel recht, die den Menschen von Gott wegbringen oder fernhalten können. In Offenbarung 18, 22 heißt es von ihr: “Und die Stimme der Harfensänger und der Musiker und Flötenspieler und Trompeter wird nie mehr in dir gehört und nie mehr ein Künstler irgendeiner Kunst in dir gefunden und das Geräusch des Mühlsteins nie mehr in dir gehört werden, und das Licht einer Lampe wird nie mehr in dir scheinen und die Stimme von Bräutigam und Braut nie mehr in dir gehört werden; denn deine Kaufleute waren die Großen der Erde; denn durch deine Zauberei sind alle Nationen verführt worden.” “Deine Kaufleute waren die Gro-

   

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