Babylon und seine Bedeutung für Christen

von Hans Erwin Schotten

 

Der Name ist allgemein geläufig. Wer sich ein wenig in der Geschichte auskennt, hat auch diesen Namen schon einmal gehört. In der Bibel taucht er vom ersten bis zum letzten Buch auf aber schon zur Zeit Jesu war das geographische Reich zwischen Euphrat und Tigris nicht mehr existent und die Stadt selbst so gut wie unbewohnt. Warum also wird sie noch sechzig Jahre nach der Auferstehung Jesu von Johannes in der Offenbarung erwähnt und warum ist Babylon für Gott ein Gräuel, das er vernichten wird und für Christen eine große Gefahr in ihrem Leben unter der Herrschaft Jesu, so dass sie aufgefordert werden, Babylon zu verlassen? Offenbarung 18, 4: “Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel sagen: Geht aus ihr hinaus, mein Volk, damit ihr nicht an ihren Sünden teilhabt und damit ihr nicht von ihren Plagen empfangt!” Wenn es sich nur um ein geographisches Reich handeln würde wie zur Zeit Jeremias als er diesen Satz schrieb in Kapitel 50, 8; “Flieht aus Babel hinaus und zieht aus dem Land der Chaldäer und seid wie die Leitböcke vor den Schafen her!”, dann könnten Christen dieses Gebiet verlassen aber als solches existiert es nicht mehr und trotzdem ist es zu verlassen. Was ist damit gemeint?

 

Babel als Stadtgründung wird in der Bibel zuerst in 1. Mose 10, 8 erwähnt: “Und Kusch zeugte Nimrod; der war der erste Gewaltige auf der Erde. Er war ein gewaltiger Jäger vor dem Herrn; darum sagt man: Wie Nimrod, ein gewaltiger Jäger vor dem Herrn! Und der Anfang seines Königreiches war Babel und Erech und Akkad und Kalne im Land Schinar.” Diese Verse geben einen ersten Hinweis auf das Problem mit Babylon. Hier liegt die Geburtsstätte der Weltherrschaftsidee, die seit diesem Zeitpunkt die Menschheit nicht mehr losgelassen hat und immer wieder treten “Gewaltige” auf, die diese Idee umsetzen wollen. Das hebräische Wort für “Gewaltige” ist eine Intensivform und beschreibt einen starken und besonderen Mann, meist mit militärischen Fähigkeiten ausgestattet, der auch nicht davor Zurückschreckt sich selbst eine göttliche Position zu geben und durch seine Vorgehensweise dem Bösen Tor und Tür zu öffnen. Ein “Gewaltiger” in Babylon war Nebukadnezar. Im Buch Daniel werden die Charakteristiken, die auch diesen Herrscher kennzeichneten, beschrieben.

 

Verbunden mit dem Anspruch zu herrschen ist immer die Entfremdung von Gott. Sie kann darin bestehen, dass der Name des biblischen Gottes beibehalten wird aber Denk- und Handlungsweisen den Vorgaben und Ansprüchen Gottes nicht mehr gerecht werden oder in einer völligen Abkehr hin zu anderen Göttern. Gott warnt seine Geschöpfe vor der Abkehr von ihm, 2. Mose 20, 3: “Du sollst keine anderen Götter haben neben mir. – Du sollst dir kein Götterbild machen, auch keinerlei Abbild dessen, was oben im Himmel oder was unten auf der Erde oder was in den Wassern unter der Erde ist.” So auch in 5. Mose 13, 2: “Wenn in deiner Mitte ein Prophet aufsteht oder einer, der Träume hat, und er gibt dir ein Zeichen oder ein Wunder, und das Zeichen oder das Wunder trifft ein, von dem er zu dir geredet hat, indem er sagte: “Laß uns anderen Göttern – die du nicht gekannt hast – nachlaufen und ihnen dienen!”, dann sollst du nicht auf die Worte dieses Propheten hören oder auf den, der die Träume hat. Denn der Herr, euer Gott, prüft euch, um zu erkennen, ob ihr den Herrn, euren Gott, mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele liebt.” Ein Herrscher, der sich nicht eindeutig auf Gott beruft und sein Vertrauen nicht auf ihn setzt, zieht damit unweigerlich andere Mächte an und verführt sein Volk zum Götzendienst. Dies kann extreme Formen annehmen wie Paulus für die Zukunft voraussagt, 2. Thessalonicher 2, 3: “Daß niemand euch auf irgendeine Weise verführe! Denn (dieser Tag kommt nicht), es sei denn, daß zuerst der Abfall gekommen und der Mensch der Gesetzlosigkeit geoffenbart worden ist, der Sohn des Verderbens; der sich widersetzt und sich überhebt über alles, was Gott heißt oder Gegenstand der Verehrung (ist), so daß er sich in den Tempel Gottes setzt und sich ausweist, daß er Gott sei.”  “Gesetzlosigkeit” meint hier nicht die Übertretung einzelner Gebote, sondern stellt eine Gesinnung dar. Es ist die Auflehnung gegen Gott, eine umfassende Rebellion. Die Person stellt sich selbst als Gott dar und baut sich als einen Gegenspieler zu dem Gott der Bibel auf. In der Vergangenheit sind solche Personen schon aufgetreten und in der Zukunft wird es jemanden geben, der alles bisher dagewesene übertreffen wird. Gott fordert

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