Was ist mit Bekehrung gemeint?

von Hans Erwin und Magdalena Schotten

 

Das hebräische Verb “schub” im Alten Testament bedeutet “umkehren”, “zurückkehren” und meint damit eine Änderung der Einstellung zum Leben und eine Rückkehr zum lebendigen Gott der Bibel. Bekehrung ist somit nicht nur ein äußeres Anzeichen eines veränderten Verhaltens, sondern sie beinhaltet den aufrichtigen Wunsch nach einer intensiven Gemeinschaft mit Gott, Jeremia 24, 7: “Und ich gebe ihnen ein Herz mich zu erkennen, daß ich der Herr bin. Und sie werden mein Volk sein, und ich werde ihr Gott sein; denn sie werden mit ihrem ganzen Herzen zu mir umkehren.” Der Anstoß zur Umkehr geht in irgendeiner Form von Gott aus. Im Alten Testament hat er oft seine Propheten dazu benutzt, Sacharja 1, 4: “Seid nicht wie eure Väter, denen die früheren Propheten zuriefen: “So spricht der Herr der Heerscharen: Kehrt doch um von euren bösen Wegen und von euren bösen Taten!” Aber sie hörten nicht und merkten nicht auf mich, spricht der Herr.” Diejenigen, die dennoch auf die Propheten hörten und umkehrten wurden von Gott angenommen und er vergab ihnen, Jesaja 55, 7: “Der Gottlose verlasse seinen Weg und der Mann der Bosheit seine Gedanken! Und er kehre um zu dem Herrn, so wird er sich über ihn erbarmen, und zu unseren Gott, denn er ist reich an Vergebung!”

Dem hebräischen “schub” entspricht im Neuen Testament das griechische Wort “epsitrepho” und bedeutet “(sich) umwenden”, “(sich) bekehren”. Das Thema ist also nicht ein ausschließlich neutestamentliches. Schon das Alte Testament forderte die Bekehrung. Im Neuen Testament ist Bekehrung ebenfalls die grundlegende Neuausrichtung des menschlichen Lebens auf Gott. Es beinhaltet die Aufforderung aus der Finsternis, der Verblendung und dem Umherirren zu Gott zurückzukehren, Apostelgeschichte 26, 17: “Ich werde dich herausnehmen aus dem Volk und den Nationen, zu denen ich dich sende, ihre Augen zu öffnen, daß sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Macht des Satans zu Gott, damit sie Vergebung der Sünden empfangen und ein Erbe unter denen, die durch den Glauben an mich geheiligt sind.” Wiederum geht auch hier die Initiative von Gott aus. Er hat den Paulus dazu beauftragt, dass Evangelium unter den Völkern zu verbreiten und jeder, der sich von den falschen Wegen und Göttern abwendet und zu dem lebendigen Gott umkehrt wird von ihm Vergebung erlangen.

“Epistrepho” fordert durchaus die Abkehr vom alten Leben, legt aber die besondere Betonung auf die Hinwendung zu Gott und Jesus Christus und will damit ausdrücken, dass die Umkehr zu einem neuen Leben mit Gott auffordert. Die Bedeutung geht sogar soweit, dass hier mit der Umkehr ein Herrschaftswechsel verbunden ist, Epheser 2, 1: “Auch euch (hat er auferweckt), die ihr tot wart in euren Vergehungen und Sünden, in denen ihr einst wandeltet, gemäß dem Zeitlauf dieser Welt, gemäß dem Fürsten der Macht der Luft, des Geistes, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt.” Der unbekehrte Mensch ist nicht frei, auch er hat seinen Gott, oftmals ohne es zu wissen. Dieser Fürst fragt nicht danach, ob man von ihm regiert werden möchte, er nimmt sich einfach das Recht dazu heraus. Die Umkehr zu Gott ist dagegen freiwillig durch Einsicht und die Person bleibt freiwillig bei Gott und wird nicht dazu gezwungen, 1. Thessalonicher 1, 9: “Denn sie selbst erzählen von uns, welchen Eingang wir bei euch hatten und wie ihr euch von den Götzen zu Gott bekehrt habt, dem lebendigen und wahren Gott zu dienen ...”

Paulus drückt es an anderer Stelle sehr markant aus, was diese Bekehrung beinhaltet, Epheser 5, 8: “Denn einst wart ihr Finsternis, jetzt aber (seid ihr) Licht im Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts – denn die Frucht des Lichts (besteht) in lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit -, indem ihr prüft, was dem Herrn wohlgefällig ist.” Radikaler kann eine Umkehr wohl nicht beschrieben werden als mit Finsternis und Licht. Im Licht zu sein und zu leben erfordert auch viel über sich selbst und seine eigenen Motive nachzudenken. Gott fordert ein beständiges Überprüfen der eigenen Motive. Unter dem Fürsten dieser Welt war dies nicht notwendig und auch nicht unbedingt erwünscht und zum Teil unmöglich, 2. Kor. 4, 3-4: “Ist nun aber unser Evangelium verdeckt, so ist’s denen verdeckt, die verloren werden, den Ungläubigen, denen der Gott dieser Welt den Sinn verblendet hat, daß sie nicht sehen das helle Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit Christi, welcher ist das Ebenbild Gottes.”

Die Bekehrung erfordert den Glauben, das Vertrauen in Gott und in Jesus Christus. Der

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