Zeiten andere Jünger. Die Rolle desjenigen, der tauft wird nicht in den Vordergrund gestellt. Die Person, die getauft wird, sollte sich darüber im klaren sein, was sie dort tut und zwar, dass sie mit dem Untertauchen symbolisiert, dass sie ihr altes Leben aufgeben will. Sie sollte Gott glauben, von ihren Sünden bereut haben, das alte Leben aufgeben und in Christus ein neues Leben führen wollen.

Die Handauflegung ist nicht ein absolutes Erfordernis bei der Taufe. Es gibt einige Schriftstellen, da kam der Heilige Geist ohne Handauflegung, Apostelgeschichte 10, 44: “Während Petrus noch diese Worte redete, fiel der Heilige Geist auf alle, die das Wort hörten.” In zwei Fällen wurden die Hände aufgelegt, so in Kapitel 19, 3: “Und er sprach: Worauf seid ihr denn getauft worden? Sie aber sagten: Auf die Taufe des Johannes. Paulus aber sprach: Johannes hat mit der Taufe der Buße getauft, indem er dem Volk sagte, daß sie an den glauben sollten, der nach ihm komme, das ist an Jesus. Als sie es aber gehört hatten, ließen sie sich auf den Namen des Herrn Jesus taufen; und als Paulus ihnen die Hände aufgelegt hatte, kam der Heilige Geist auf sie, und sie redeten in Sprachen und weissagten.” Der andere Fall ist in Kapitel 8, 16. Daraus könnte man den Schluß ziehen, dass die Hände nur in speziellen Fällen aufgelegt wurden aber dies ist nicht eindeutig. Die Handauflegung bei der Taufe war keine durchgängige Praxis. Gott allein bestimmt es, ob eine Person bereut hat und den Heiligen Geist empfangen sollte.

Handauflegung wurde aber in vielen anderen Fällen praktiziert. Zum Beispiel wenn bestimmten Personen Aufgaben übertragen wurden, Apostelgeschichte 6, 5: “Und die Rede gefiel der ganzen Menge; und sie erwählten Stephanus, einen Mann voll Glaubens und Heiligen Geistes, und Philippus und Prochorus und Nikanor und Timon und Parmenas und Nikolaus, einen Proselyten aus Antiochia.” So wurden auch Kranken die Hände aufgelegt und Jesus selbst legte oft bei Kranken und bei Kindern die Hände auf. Wer die Hände auflegt ist ebenfalls nicht spezifisch gesagt. Es konnten die Apostel sein oder auch eine andere Person. Nur wenn es um die Übernahme einer Verantwortung geht, so gibt es eine eindeutige Warnung, 1. Timotheus 5, 22: “Die Hände lege niemand schnell auf, und habe nicht teil an fremden Sünden! Bewahre dich selbst rein!”

Jesus selbst gibt denjenigen, die ihm nachfolgen wollen, einiges zu bedenken bevor sie diesen Schritt tun, Lukas 14, 25: “Es gingen aber große Volksmengen mit ihm; und er wandte sich um und sprach zu ihnen: Wenn jemand zu mir kommt und haßt nicht seinen Vater und die Mutter und die Frau und die Kinder und die Brüder und die Schwestern, dazu auch noch sein eigenes Leben, so kann er nicht mein Jünger sein; und wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachkommt, kann nicht mein Jünger sein. Denn wer unter euch, der einen Turm bauen will, setzt sich nicht vorher hin und berechnet die Kosten, ob er (das Nötige) zur Ausführung habe? Damit nicht etwa, wenn er den Grund gelegt hat und nicht vollenden kann, alle, die es sehen, anfangen, ihn zu verspotten, und sagen: Dieser Mensch hat angefangen zu bauen und konnte nicht vollenden. Oder welcher König, der auszieht, um sich mit einem anderen König in Krieg einzulassen, setzt sich nicht vorher hin und ratschlagt, ob er imstande sei, dem mit zehntausend entgegenzutreten, der gegen ihn mit zwanzigtausend anrückt? Wenn aber nicht, so sendet er, während er noch fern ist, eine Gesandtschaft und bittet um die Friedensbedingungen. So kann nun keiner von euch, der nicht allem entsagt, was er hat, mein Jünger sein.” David Stern schreibt in seinem Kommentar zum Jüdischen Neuen Testament, Band 1, Seite 220 dazu: “Blaise Pascal (1623 - 1662), einer der Begründer der mathematischen Wahrscheinlichkeitstheorie, hat dieses Prinzip auf das Christentum angewandt. Seine Argumentation, bekannt als Pascalsche Wette, geht davon aus, daß die Entscheidung für oder gegen den Glauben an Jeschua als Messias und Herr und an sein Versöhnungswerk rein rational von zwei Faktoren ausgehen sollte: vom Wert dessen, was durch den Glauben zu gewinnen oder zu verlieren ist, und von der Wahrscheinlichkeit, daß der Glaube recht hat - die über die Wahrscheinlichkeit entscheidet, ob man gewinnt oder verliert.

Die Bibel sagt, wer an Jeschua glaubt, muß einen endlichen Preis zahlen (im Verzicht darauf, “sich der vergänglichen Vergnügungen der Sünde zu erfreuen” (MJ 11, 25), und in der Anstrengung, die es kostet, das Gute zu tun); auf der anderen Seite steht jedoch das ewige Leben mit Gott - ein Gut von unendlichem Wert. Wer hingegen Jeschua verwirft, kommt in den Genuß bestimmter endlicher Vorteile (im Genuß der Vergnügungen, die die Welt und der Teufel anbieten); dann aber kommt er in die Hölle und wird für immer von Gott und allem Guten getrennt sein - ein unendlich hoher Preis.

Angenommen, die Chance, daß Jeschua der ist, als den die Bibel ihn verkündet, wäre eins zu einer Milliarde: in diesem Fall lohnte es sich ganz entschieden, an Jeschua zu glauben, denn es besteht zwar die hohe Wahrscheinlichkeit, daß man einen endlichen Preis bezahlen muß, aber noch die winzigste Chance auf eine unendliche Belohnung hat unendlichen Wert - ein

   

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