Entscheidung. Häufig wollen Menschen mit Gott nichts zu tun haben. “Gott hat sie dahingegeben” heißt dann in der Konsequenz, er hat sie ihrem eigenen Verstand ausgeliefert. “Was sich nicht ziemt” kann auch genauso gut wiedergegeben werden mit “was nichts taugt”, was in der griechischen Ethik so viel bedeutet wie was sogar ihrem Heidenverstand zuwider ist. Wer sein persönliches Wissen von Gott für nichts wert hält, gerät von Gott aus gesehen in eine nichtsnutzige Gesinnung.

Nicht nur kehren die Menschen Gott den Rücken, wenden sich von ihm ab, sie wenden sich damit auch zwangsläufig von ihrem Mitmenschen ab, Jeremia 2, 19: “Deine (eigene) Bosheit züchtigt dich, und deine Treulosigkeiten strafen dich. Erkenne doch und sieh, daß es schlimm und bitter ist, wenn du den Herrn, deinen Gott, verläßt und wenn bei dir keine Furcht vor mir ist! Spricht der Herr, der Herr der Heerscharen.” Wer Gott verläßt, muss ein ungeborgenes und durch seine Mitmenschen bedrohtes Leben führen. Die von Paulus aufgeführten bösen Werke machen das Zusammenleben der Menschen unerträglich und wirken sich zerstörerisch auf die Gemeinschaft aus. Durch die Ohrenbläserei (griechisch: jemand, der hinter dem Rücken anderer rufmörderische Behauptungen verbreitet) zerstören sie die Gemeinschaft zu ihren Mitmenschen und dadurch, dass sie Gotteshasser sind, haben sie auch keine Beziehung zu ihm. Diese Verhaltensweisen zeigen deutlich das Gegenteil von dem auf, was Jesus mit den beiden größten Geboten meinte. Wo Gott nicht geliebt wird, ist auch die Liebe unter den Menschen gestört. Die Aufzählung dieser schlechten Werke im Römerbrief sind von Paulus an Gottes Geboten orientiert niedergeschrieben und sollen die Konsequenzen verdeutlichen, die das Verlassen von Gottes Lebensweg mit sich bringt. Boshaftigkeit und Gottlosigkeit sind die gravierenden Folgen, Johannes 7, 7: “Die Welt kann euch nicht hassen; mich aber haßt sie, weil ich von ihr zeuge, daß ihre Werke böse sind”. Jesus Christus trifft ein besonderer Hass, weil er von Gott eingesetzt ist, Gericht zu halten, Johannes 5, 22 und 9, 39. Judas 14-15: “... Siehe, der Herr ist gekommen mit seinen heiligen Myriaden, Gericht auszuüben gegen alle und alle Gottlosen zu überführen von allen ihren Werken der Gottlosigkeit, die sie gottlos verübt haben, und von all den harten (Worten), die gottlose Sünder gegen ihn geredet haben.” Mit “Myriaden” sind Zehntausende oder auch unzählige Tausende gemeint. Von diesen bösen Werken muss der Mensch sich vollständig abwenden – bekehren.

Ein Christ steht unter einer anderen Herrschaft. Jesus Christus ist sein Herr, Lukas 6, 46: “Was nennt ihr mich aber Herr, Herr! Und tut nicht, was ich sage? Jeder, der zu mir kommt und meine Worte hört und sie tut – ich will euch zeigen, wem er gleich ist. Er ist einem Menschen gleich, der ein Haus baute, grub und vertiefte und den Grund auf den Felsen legte; als aber eine Flut kam, stieß der Strom an jenes Haus und konnte es nicht erschüttern, denn es war auf den Felsen gegründet.” Dieser so gegründete Mensch muss auch ein christliches Handeln gegenüber seinen christlichen Brüdern an den Tag legen, wenn er dem entgegengesetzt handeln würde, wäre dies auch ein gegen Gott und Jesus Christus arbeiten. Matthäus 10, 40: “Wer euch aufnimmt, nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat. Wer einen Propheten aufnimmt in eines Propheten Namen, wird eines Propheten Lohn empfangen; und wer einen Gerechten aufnimmt in eines Gerechten Namen, wird eines Gerechten Lohn empfangen. Und wenn jemand einem dieser Geringen nur einen Becher kalten Wassers zu trinken gibt in eines Jüngers Namen wahrlich ich sage euch, er wird seinen Lohn gewiß nicht verlieren. Und es geschah, als Jesus seine Befehle an seine zwölf Jünger vollendet hatte, ging er von dort weg, um in ihren Städten zu lehren und zu predigen.” Es geht hier um das bewußte wie auch unbewußte richtige Handeln gegenüber Christen. Matthäus 25, 40: “Und der König wird antworten und zu ihnen sagen: Wahrlich, ich sage euch, was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, habt ihr mir getan. Dann wird er auch zu denen zur Linken sagen: Geht von mir, Verfluchte, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! Denn mich hungerte, und ihr gabt mir nicht zu essen; mich dürstete, und ihr gabt mir nicht zu trinken; ich war Fremdling, und ihr nahmt mich nicht auf; nackt, und ihr bekleidetet mich nicht; krank und im Gefängnis, und ihr besuchtet mich nicht. Dann werden auch sie antworten und sagen: Herr, wann sahen wir dich hungrig oder durstig oder als Fremdling oder nackt oder krank oder im Gefängnis und haben dir nicht gedient? Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch, was ihr einem dieser Geringsten nicht getan habt, habt ihr auch mir nicht getan.” Jesus hat hier nicht etwas fundamental Neues gefordert. Alle Gebote bis auf den Gefängnisbesuch sind schon alttestamentliche Gebote. So heißt es schon in den Sprüchen, Kapitel 19, 17: “Wer über den Geringen sich erbarmt, leiht dem Herrn, und seine Wohltat wird er ihm vergelten.” Die Forderungen Jesu sind nicht schwer. Es sind Handlungen, die jeder Mensch ohne große Probleme vollziehen kann.

   

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