rein Abstrakte, das philosophisch Spekulierende oder die intellektuelle Beschäftigung mit dem Glauben sind ihm fremd. Dies ist die Vorgehensweise der Gegenseite, wie bei der Versuchung Jesu durch den Teufel in Matth. 4, 1-11 ganz deutlich sichtbar wird und ebenfalls beim Sündenfall in 1. Mose 3, 1-5. Markus 11, 21: “Und Petrus erinnerte sich und spricht zu ihm: Rabbi, siehe, der Feigenbaum, den du verflucht hast, ist verdorrt. Und Jesus antwortete und spricht zu ihnen: Habt Glauben an Gott! Wahrlich, ich sage euch: Wer zu diesem Berg sagen wird: Hebe dich empor und wirf dich ins Meer! Und nicht zweifeln wird in seinem Herzen, sondern glauben, daß geschieht, was er sagt, dem wird es werden.” Jesus zeigt hier die Möglichkeiten Gottes auf. Der Mensch hat von sich aus nur äußerst begrenzte Möglichkeiten im Vergleich zu Gott, der das Große vollbringen kann wenn die Nachfolger Jesu nur den Glauben dazu hätten.

Glauben und Erkennen bilden eine Einheit, Johannes 6, 68: “Simon Petrus antwortete ihm: Herr, zu wem sollten wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens; und wir haben geglaubt und erkannt, daß du der Heilige Gottes bist.” Erkenntnis und Glaube schließen sich nicht gegenseitig aus. Sie sind Partner und bilden eine Einheit.

Besonders Johannes zeigt die innige Verbindung zwischen den Nachfolgern und Jesus auf. Sowie Christus im Vater ist und der Vater in ihm, so ist der Christ in Jesus und Jesus in ihm, Kapitel 17, 22: “Und die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, daß sie eins seien, wie wir eins sind – ich in ihnen und du in mir – daß sie in eins vollendet seien, damit die Welt erkenne, daß du mich gesandt und sie geliebt hast, wie du mich geliebt hast.” Diese innige Beziehung und Liebe zu Gott und Jesus Christus läßt sich nicht mit einer Liebe zu dieser gegenwärtigen Welt vereinen, 1. Johannes 2, 15: “Liebt nicht die Welt noch was in der Welt ist! Wenn jemand die Welt liebt, ist die Liebe des Vaters nicht in ihm; denn alles, was in der Welt ist, die Begierde des Fleisches und die Begierde der Augen und der Hochmut des Lebens, ist nicht vom Vater, sondern ist von der Welt. Und die Welt vergeht und ihre Begierde, wer aber den Willen Gottes tut, bleibt in Ewigkeit.”

Für den Apostel Paulus stellt es sich genauso dar. Mit dem Wort Glauben kann man bei ihm alles zusammenfassen was er gesagt, geschrieben und gepredigt hat. Dafür leidet und kämpft er, dieser Glaube ist sein Lebensinhalt. Der Glaube an Jesus und Gott prägen seine Lebensweise. Sein Glaubensinhalt deckt sich mit dem des Alten Testaments und dem Glauben Jesu. Glauben heißt für ihn Lebensgestaltung und Gottesbeziehung, Römer 4, 16: “Darum ist es aus Glauben, daß es nach Gnade (gehe), damit die Verheißung der ganzen Nachkommenschaft sicher sei, nicht allein der vom Gesetz, sondern auch der vom Glauben Abrahams, der unser aller Vater ist, - wie geschrieben steht: “Ich habe dich zum Vater vieler Nationen gesetzt” – vor dem Gott, dem er glaubte, der die Toten lebendig macht und das Nichtseiende ruft, wie wenn es da wäre; der gegen Hoffnung auf Hoffnung hin geglaubt hat, damit er ein Vater vieler Nationen werde, nach dem, was gesagt ist: “So soll deine Nachkommenschaft sein.” Und nicht schwach im Glauben, sah er seinen eigenen, schon erstorbenen Leib an, da er fast hundert Jahre alt war, und das Absterben des Mutterleibes der Sara und zweifelte nicht durch Unglauben an der Verheißung Gottes, sondern wurde gestärkt im Glauben, weil er Gott die Ehre gab.” Für Paulus gab es keinen Zweifel, dass Gott zu seinem Wort stehen würde. So lebte er in diesem Glauben in der Hoffnung auf Gottes Treue hin. Wie für Jesus war auch für ihn der Glaube verbunden mit Gehorsam, Kapitel 1, 5: “Durch ihn haben wir Gnade und Apostelamt empfangen für seinen Namen zum Glaubensgehorsam unter allen Nationen, ...”

Paulus verbindet auch die Liebe mit dem Glauben, Galater 5, 6: “Denn in Christus Jesus hat weder Beschneidung noch Unbeschnittensein irgendeine Kraft, sondern (der) durch Liebe wirksame Glaube.” Ohne Liebe ist für Paulus der Glaube wertlos wie er in 1. Kornther 13 ausführt.

Der Glaube schließt auch jeden Eigenruhm aus, Römer 3, 27: “Wo bleibt nun der Ruhm? Er ist ausgeschlossen. Durch was für ein Gesetz? Der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz des Glaubens.” Wer wie Paulus an Jesus Christus glaubt, wirft einen scharfen und konzentrierten Blick auf sich selbst, bewertet seine Vergangenheit und Gegenwart unter der Lupe der Bibel und richtet sich auf die Zukunft im Sinne Gottes aus. Der zum Glauben gekommene Mensch erkennt, daß er sein eigenes Leben vor Gott verwirkt hat und nimmt dankbar das Angebot Jesu an, der für ihn gestorben ist. Er lebt nicht mehr aus sich selbst heraus. Paulus geht sogar soweit zu sagen, dass sein Leben Jesus Christus ist, Galater 2, 19: “Denn ich bin durchs Gesetz (dem) Gesetz gestorben, damit ich Gott lebe, ich bin mit Christus gekreuzigt, und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir; was ich aber jetzt im Fleisch lebe, lebe ich im Glauben, (, und zwar im Glauben) an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.” Paulus lebte durch die intensive Beziehung zu Gott und  

   

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