Paulus als getreuer Nachfolger Jesu sieht dies ebenso, 2. Korinther 4, 3: “Wenn aber unser Evangelium doch verdeckt ist, so ist es (nur) bei denen verdeckt, die verloren gehen, den Ungläubigen, bei denen der Gott dieser Welt den Sinn verblendet hat, damit sie den Lichtglanz des Evangeliums von der Herrlichkeit des Christus, der Gottes Bild ist, nicht sehen. Denn wir predigen nicht uns selbst, sondern Christus Jesus als Herrn, uns aber als eure Sklaven um Jesu willen. Denn Gott, der gesagt hat: Aus Finsternis wird Licht leuchten! Er (ist es), der in unseren Herzen aufgeleuchtet ist zum Lichtglanz der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi.” “Gott dieser Welt” sollte besser übersetzt werden mit “Gott dieser Weltzeit”, um die Begrenzung seiner Macht deutlicher herauskommen zu lassen. Sie ist auf diese Zeit, auf diesen Äon begrenzt. Wie Paulus klar erkannt hat, ist das Evangelium ein Frontalangriff gegen diesen Herrscher und gegen seine Macht. Er ist der Feind dieses Evangeliums und der Feind Gottes. Er möchte selber Gott sein und keinen anderen neben sich dulden. Er nutzt seine Macht umfassend aus. Menschen, die das Evangelium hören aber nicht glauben, denen verblendet er den Sinn, was besser wiedergegeben werden sollte mit  “macht ihre Gedanken blind”. Gedanken sind Ergebnisse eines Denkprozesses und diese Art von Gedanken entstammen nicht dem Licht, sie sind verblendet oder verdunkelt. Sie sind oftmals verhaftet in Ideologien, Philosophien und Dämonenlehren und speisen sich von dort aus oder direkt aus Satans Wesensart. Die Ergebnisse dieser Gedanken gehen dann nicht konform mit Gottes Denken. Paulus stellt Jesus als das Ebenbild Gottes dar, sowie Gott Licht ist, ist es auch Jesus. Ursprünglich war der Mensch auch als Ebenbild Gottes geschaffen aber er hat sich gegen Gott aufgelehnt. Durch Jesus Christus kann er wieder zurückfinden und in dieses Ebenbild gestaltet werden. Die Glaubenden und Nachfolger Jesu werden Kinder des Lichts, 1. Thessalonicher 5, 4: “Ihr aber, Brüder, seid nicht in Finsternis, daß euch der Tag wie ein Dieb ergreife; denn ihr alle seid Söhne des Lichtes und Söhne des Tages; wir gehören nicht der Nacht und nicht der Finsternis.” Im Licht zu gehen bringt Verpflichtungen mit sich, Epheser 5, 8: “Denn einst wart ihr Finsternis, jetzt aber (seid ihr) Licht im Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts – denn die Frucht des Lichts (besteht) in lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit -, indem ihr prüft, was dem Herrn wohlgefällig ist.” Die Verantwortung des Christen liegt darin, so als Licht in dieser Welt zu leben wie Jesus es auch getan hat. Als Licht verkündet er einer dunklen Welt das Evangelium, Philipper 2, 14: “Tut alles ohne Murren und Zweifel, damit ihr tadellos und lauter seid, unbescholtene Kinder Gottes inmitten eines verdrehten und verkehrten Geschlechts, unter dem ihr leuchtet wie (Himmels-)Lichter in der Welt, ...”Mit “verdreht” ist eine verborgene Feindschaft gegen Gott gemeint, die sich sogar hinter einer frommen Fassade versteckt.

 

Christen sollten sich auch nicht der Illusion hingeben: einmal Licht immer Licht. Satan selbst verstellt sich gerne als ein Engel des Lichts, 2. Korinther 11, 14: “Und kein Wunder, denn der Satan selbst nimmt die Gestalt eines Engels des Lichts an; es ist daher nichts Großes, wenn auch seine Diener die Gestalt von Dienern der Gerechtigkeit annehmen; und ihr Ende wird ihren Werken entsprechen.” Daher ist es notwendig, wie von Paulus gefordert, alles zu prüfen und zu entscheiden, ob es Christus gemäß ist. Dazu fordert Paulus die Christen auf, sich Waffen des Lichts zuzulegen, Römer 13, 12: “Die Nacht ist weit vorgerückt, und der Tag ist nahe. Laßt uns nun die Werke der Finsternis ablegen und die Waffen des Lichts anziehen! Laßt uns anständig wandeln wie am Tag; nicht in Schwelgereien und Trinkgelagen, nicht in Unzucht und Ausschweifungen, nicht in Streit und Eifersucht; sondern zieht den Herrn Jesus Christus an, und treibt nicht Vorsorge für das Fleisch, daß Begierden wach werden!” “Vorgerückt” könnte noch wörtlicher übersetzt werden mit “vorangetrieben” und dadurch wird deutlicher, dass Gott hinter dieser Zeit steht, der sie auf ihr Ende hin zutreibt. “Werke der Finsternis” sind die Gedanken und Taten, die von Satan dem Gewaltherrscher dieses Äons stammen, wie Paulus sie schon in Kapitel 1, 28 aufgezählt hat: “Und wie sie es nicht für gut fanden, Gott in der Erkenntnis festzuhalten, hat Gott sie dahingegeben in einen verworfenen Sinn, zu tun, was sich nicht ziemt: erfüllt mit aller Ungerechtigkeit, Bosheit, Habsucht, Schlechtigkeit, voll von Neid, Mord, Streit, List, Tücke, Ohrenbläser, Verleumder, Gotteshasser, Gewalttäter, Hochmütige, Prahler, Erfinder böser Dinge, den Eltern Ungehorsame, Unverständige, Treulose, ohne natürliche Liebe, Unbarmherzige. Obwohl sie Gottes Rechtsforderung erkennen, daß die, die so etwas tun, des Todes würdig sind, üben sie es nicht allein aus, sondern haben auch Wohlgefallen an denen, die es tun.” Die Waffenrüstung des Lichts wird in Epheser 6 ab Vers 14 aufgeführt und in einem gesonderten Artikel behandelt.

 

Licht und Finsternis stehen sich unversöhnlich gegenüber wie Leben und Tod oder Wahrheit

   

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