herrscher dieser Finsternis, gegen die geistigen (Mächte) der Bosheit in der Himmelswelt.” Herausreißen aus der Welt der Finsternis, aus dem Herrschaftsbereich des Satans, der in der Finsternis regiert und zu Gott bringen, zu dem Licht, dies sollte die Aufgabe des Paulus sein. Und er bezeichnet dieses Herausreißen als einen Kampf. Das Wort meint ein hautnahes Ringen mit einem Gegner. Für Paulus war dieser Gegner kein Mythos, sondern die Realität, die ihn auf Schritt und Tritt begleitete. Ihm war klar, dass Satan die ganze Erde mit dieser Finsternis bedeckt, weil er die Menschen zur Sünde verführt und sie damit von Gott entfernt. So hat er Macht über sie und kann sie durch seine dunklen Mächte beherrschen. Durch diese Mächte werden die Menschen dazu verleitet, Gottes Absicht und Weisungen entgegengesetzt zu handeln, Epheser 5, 11: “Und habt nichts gemein mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis, sondern stellt sie vielmehr bloß!” Noch drastischer drückt Paulus es in Kapitel 4, 17 aus: “Dies nun sage und bezeuge ich im Herrn, daß ihr nicht mehr wandeln sollt, wie auch die Nationen wandeln, in Nichtigkeit ihres Sinnes; (sie sind) verfinstert am Verstand, fremd dem Leben Gottes wegen der Unwissenheit, die in ihnen ist, wegen der Verstockung ihres Herzens; sie, die abgestumpft sind, haben sich selbst der Ausschweifung hingegeben, zum Ausüben jeder Unreinheit mit Gier.” “Verfinstert am Verstand” meint mehr als nur den Bereich des Intellekts. Es geht um das Denken, das den ganzen Lebensstil prägt. Sie leben in ihrer Ganzheit so, dass sie Gottes Absichten genau entgegengesetzt leben. Für Paulus gibt es nicht den Kompromiss – Gott und Jesus haben zu wollen aber so weiter zu leben wie vorher auch. Für ihn gibt es nur ein entweder – oder. Man lebt in der Finsternis oder ganz im Licht, so wie Jesus es auch gefordert hat und Paulus schreibt im Sinne von Jesus in Kapitel 5, 8: “Denn einst wart ihr Finsternis, jetzt aber (seid ihr) Licht im Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts. Paulus fordert wie Jesus die Entscheidung, 2. Korinther 6, 14: “Geht nicht unter fremdartigem Joch mit Ungläubigen! Denn welche Verbindung haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit? Oder welche Gemeinschaft Licht mit Finsternis?” Es gibt also kein Niemandsland zwischen Licht und Finsternis. Das Bestreben des Satans besteht darin, den Menschen in dem Bereich der Finsternis zu halten. Er versucht ihn mit allen Mitteln möglichst ganz zu verblenden oder sollte ihm dies nicht gelingen, so doch teilweise wie schon Jesus es in dem oben erwähnten Zitat festgestellt hatte.

 

Angefangen hat der Bericht der Bibel mit Finsternis und zwischenzeitlich ist auch deutlich geworden, wer dafür verantwortlich zu machen ist. Gott hat dann eingegriffen, 1. Mose 1, 3: “Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht.” Das erste von Gott Geschaffene war Licht. Der Mensch braucht es, um mit seinem physischen Auge sehen zu können aber er braucht es auch dringend im übertragenen Sinn, Psalm 36, 10: “Denn bei dir ist der Quell des Lebens; in deinem Licht sehen wir das Licht.” Nur durch Gott kann der Mensch Licht empfangen. Sein Leben muss sich im Licht abspielen und dies bedeutet im Gehorsam gegenüber Gottes Geboten.

 

Das Alte Testament weist schon auf das Licht des Neuen Testaments hin, Jesaja 51, 4: “Merkt auf mich, mein Volk, und meine Nation, hört auf mich! Denn Weisung geht von mir aus, und mein Recht werde zum Licht der Völker ...”

 

Jesu Wirken auf dieser Erde ist der Einbruch des Lichtes in die Finsternis, Johannes 1, 4: “In ihm war Leben und das Leben war das Licht der Menschen.” In Johannes 8, 12 sagt Jesus von sich: “Jesus redete nun wieder zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern wird das Licht des Lebens haben.” Nur durch Jesus kam das Licht, Johannes 1, 9: “Das war das wahrhaftige Licht, das, in die Welt kommend, jeden Menschen erleuchtet.” Jesus hat nicht nur Licht gebracht, er selbst ist das Licht, es ist sein Wesen, dass in ihm keine Finsternis ist. Sich in diesem Licht sonnen zu wollen und von seiner Wärme zu profitieren ist für seine Nachfolger allerdings nicht die richtige Einstellung, sie sollten sich an ihm ein Beispiel nehmen und selbst ohne jegliche Finsternis sein. Erst dann wären sie seine Nachfolger, Johannes 12, 36: “Während ihr das Licht habt, glaubt an das Licht, damit ihr Söhne des Lichtes werdet! ...”Jesus dringende Mahnung ist durchaus angebracht wie es auch schon in Kapitel 3, Vers 19 gesagt wird: “Dies aber ist das Gericht, daß das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen haben die Finsternis mehr geliebt als das Licht, denn ihre Werke waren böse. Denn jeder, der Arges tut, haßt das Licht und kommt nicht zu dem Licht, damit seine Werke nicht bloßgestellt werden; wer aber die Wahrheit tut, kommt zu dem Licht, damit seine Werke offenbar werden, daß sie in Gott gewirkt sind.”

 

   

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