Finsternis und Licht

von Hans Erwin und Magdalena Schotten

 

Der erste Zustandsbericht über die Erde beginnt mit der Finsternis, 1. Mose 1, 2: “Und die Erde war wüst und leer und Finsternis war über der Tiefe und der Geist Gottes schwebte über den Wassern.” Diese Finsternis ist wörtlich zu verstehen. Überall war Dunkelheit verursacht durch das Wasser auf der Erde und im Himmel. Eine enorme Katastrophe muss diesen Zustand hervorgebracht haben und in dieser Katastrophe liegt auch die Bedeutung der Finsternis im übertragenen Sinn. Jemand hatte die Erde in ein Chaos gestürzt, so dass es kein Leben mehr auf ihr geben konnte. In diesem übertragenen Sinn steht die Finsternis in einem Gegensatz zu Gott, 1. Johannes 1, 5: “Und dies ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen: daß Gott Licht ist und gar keine Finsternis in ihm ist.”

Im Alten Testament ist mit Finsternis die ganze Bandbreite des Unheilvollen und Bösen gemeint. Sie mindert die Lebensfähigkeit, ja bedroht das Leben und ist moralisch Böse, Jesaja 60, 2: “Denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde und Dunkel die Völkerschaften; aber über dir strahlt der Herr auf, und seine Herrlichkeit erscheint über dir.” Aus dieser Schriftstelle wird auch deutlich, was Finsternis im übertragenen Sinn bedeutet, es ist die Ferne von Gott. Wer ohne Gott und ohne Gotterkenntnis lebt, befindet sich geistig gesehen in der Finsternis,

1. Samuel 2, 9: “Die Füße seiner Frommen behütet er, aber die Gottlosen kommen um in Finsternis; denn niemand ist stark durch (eigene) Kraft.” Das Alte Testament gibt schon eine Fülle von Hinweisen zu diesem Thema, das im Neuen Testament noch konkreter behandelt wird.

 

Jesus hat sich so dazu geäußert, Lukas 11, 34: “Die Leuchte des Leibes ist dein Auge, wenn dein Auge lauter ist, so ist auch dein ganzer Leib licht; wenn es aber böse ist, so ist auch dein Leib finster. Sieh nun zu, daß das Licht, welches in dir ist, nicht Finsternis ist. Wenn nun dein ganzer Leib licht ist und keinen finsteren Teil hat, so wird er ganz licht sein, wie wenn die Leuchte mit ihrem Strahl dich beleuchtete.” Entscheidend in diesem Abschnitt ist das Wort Auge. Mit ihm können andere Personen gesehen werden und mit dem Auge kann auch ein positiver Kontakt zu Gott aufkommen, Epheser 1, 18: “Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr wißt, was die Hoffnung seiner Berufung, was der Reichtum der Herrlichkeit seines Erbes in den Heiligen ...” Wer also die rechte Erkenntnis von Gott hat, besitzt ein lauteres Auge im Gegensatz zu einem bösen Auge, Matthäus 20, 15: “Ist es mir nicht erlaubt, mit dem Meinen zu tun, was ich will? Oder blickt dein Auge böse, weil ich gütig bin?” Wiederum ist dies kein ausschließlich neutestamentliches Thema. Schon in den Sprüchen heißt es, Kapitel 6, 16: “Sechs (Dinge) sind es, die dem Herrn verhaßt sind, und sieben sind seiner Seele ein Greuel: Stolze Augen, falsche Zunge und Hände, die unschuldiges Blut vergießen, ...” Jesus meint also, wenn das Auge ganz auf Gott gerichtet ist, dann wird es von ihm erleuchtet und es wird somit lauter, ein von Gott abgewandtes Auge ist böse und verursacht einen finsteren Leib. Jesus warnt auch davor, dass es eine Mischform gibt. Ein bißchen was von Gott und der Rest ist Finsternis. Jesus ruft seine Nachfolger auf, völlig aus der Finsternis herauszutreten und sich ganz Gott zu übergeben und keine halben Sachen zu machen. Auf den Verursacher dieser Finsternis wird noch eingegangen werden. Entscheidend ist, eine falsche Blickrichtung endet in geistiger Finsternis. So ist das ganze Volk, unter dem Jesus lebte in dieser Finsternis, Matthäus 4, 16: “Das Volk, das in Finsternis saß, hat ein großes Licht gesehen, und denen die im Land  und Schatten des Todes saßen, ist Licht aufgegangen.” Trotz dass sie das Wort Gottes hatten, lebten sie in Finsternis, weil sie es nicht richtig anwandten und mit ihrer eigenen Tradition die Wahrheit verschütteten.

 

Finsternis ist das Symbol für die mangelnde Gotterkenntnis und es gibt jemanden, der in diesem Reich der Finsternis herrscht und alles daran setzt, dass Gott in dieser Finsternis möglichst nicht zu erkennen ist, Apostelgeschichte 26, 17: “Ich werde dich herausnehmen aus dem Volk und den Nationen, zu denen ich dich sende, ihre Augen zu öffnen, daß sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Macht des Satans zu Gott, damit sie Vergebung der Sünden empfangen und ein Erbe unter denen, die durch den Glauben an mich geheiligt sind.” So steht es auch im Epheserbrief, Kapitel 6, 12: “Denn unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Gewalten, gegen die Mächte, gegen die Weltbe-

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