wurden  mit dem Bann belegt und der Kaiser verwies sie des Landes. Constantin hatte sich durchgesetzt. Er hatte sogar die Formel des “homousios” (wesenseins) in die Debatte eingebracht, die ein wichtiger Bestandteil des Glaubensbekenntnisse ist. , wobei die Mehrheit sich dankbar den Interessen des Kaisers unterordnete gab er ihnen doch Sicherheit, Reichtum und Ehre. Dann wurde noch ein großes Bankett veranstaltet aber der Kaiser hatte nicht sein Ziel einer einheitlichen Reichskirche erreicht, denn die Diskussionen und Streitigkeiten gingen munter weiter. Biblisch gesehen war diese ganze Auseinandersetzung fehl am Platze. Dieses Substanzdenken ist der Bibel fremd und entspricht nicht dem biblischen Denken. Da die Trinitätslehre in der Bibel nicht nachweisbar ist, versuchte später jemand durch einen Zusatz einen Beweis einzuführen. In der Meisterübersetzung heißt es bezüglich 1. Johannes 5, 7: “Denn drei sind, die da zeugen (in dem Himmel: der Vater, das Wort und der Heilige Geist, und diese drei sind eins.” Schlicht und ergreifend heißt es dort aber nur in Bezugnahme auf den vorhergehenden Vers: “Denn es sind drei, die (es) bezeugen.” Alles andere ist späterer Zusatz.

Constantin war ein genialer Feldherr und ein herausragender Verwalter des Reiches. Man könnte ihn als überragenden Staatsmann bezeichnen. Er war der Überzeugung, dass nur eine monarchische Staatsform den Bestand des Reiches sichern konnte. Mit der neuen Religion und der damit verbundenen Sittlichkeit flößte er dem siechenden Reich neues Leben ein. Seiner Vorgehensweise ist es zu verdanken, dass das Christentum  nicht weiter eine Randexistenz führte, sondern zu einem Staat wurde, der Europa über Jahrhunderte beherrschte. Leider wurde dies mit einer Verwässerung und philosophischen Durchsetzung der christlichen Lehren erkauft, die so stark wirkten, dass die ursprüglichen Aussagen nicht mehr klar zu erkennen waren oder sogar verloren gegangen sind. Constantin hat in diesem Sinn dem Christentum eines “Bärendienst” erwiesen.

 

 

Hausgemeindetreff

Hans-Erwin Schotten

   

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