Engel - Gottes und unsere Helfer

von Hans Erwin u. Magdalena Schotten

 

Engel sind wieder ins Bewußtsein einiger Menschen zurückgekehrt, aber kennt man ihre wahre Bedeutung und Aufgabe? Bis vor kurzem gab es Engel hauptsächlich nur in Darstellungen der christlichen Kunst, oder als Dekorationsgegenstände zu Weihnachten vor der Krippe und am Tannenbaum oftmals als faustbackige, dickliche Knaben mit Flügeln. Ansonsten hatten sie im modernen, aufgeklärten Leben eines Westeuropäers keine Bedeutung mehr. Sie gehörten in den Bereich des Kinderglaubens, für Erwachsene waren sie außerhalb des kirchlichen Glaubens ohne Bedeutung oder dienten nur noch der Belustigung. So oder ähnlich konnte man die Situation vorfinden, wenn das Thema auf Engel zu sprechen kam. War dies Ausdruck einer Diesseitsbezogenheit ohne einen Bezug zu einer Welt, die mit den menschlichen Sinnen nicht zu erfassen ist?

Gott hat mehr geschaffen als die für uns sichtbare Welt und die Engel gehören dazu auch als Wesen, die in der Beziehung zum Menschen hin geschaffen wurden.

Im Hebräischen heißen sie mal´ak was so viel bedeutet wie Bote. Damit können menschliche Boten gemeint sein wie Maleachi, der seinen Namen dort direkt herbekommt oder es können Boten sein, die für den Menschen oftmals unsichtbar sind und direkt von Gottes Thron mit einer Botschaft oder einer Aufgabe kommen. Dabei sind die Dinge, die sie auszuführen haben, häufig nicht angenehm. So war es auch bei David in 2. Samuel 24, 16: “Und als der Engel seine Hand (über) Jerusalem ausstreckte, um es zu vernichten, da hatte der Herr Mitleid wegen des Unheils, und er sprach zu dem Engel, der unter dem Volk vernichtete: Genug! Ziehe jetzt deine Hand ab! Der Engel des Herrn war aber gerade bei der Tenne Araunas, des Jebusiters. Und als David den Engel sah, der das Volk schlug, sprach er zu dem Herrn und sagte: Siehe, ich habe gesündigt, und ich habe verkehrt gehandelt! Aber diese Schafe, was haben sie getan? Laß doch deine Hand gegen mich und gegen das Haus meines Vaters sein!” David muss einen furchtbaren Schrecken bekommen haben, als er den Engel sah, wie dieser den Auftrag Gottes ausführte. Ein wohl nicht gerade sehr angenehmer Anblick. Ein anderes Beispiel für einen unangenehmen Auftrag, der eine Mischung aus Schutz und Bestrafung ist, findet sich in Hesekiel 9,3: “Und die Herrlichkeit des Gottes Israels erhob sich von dem Cherub, über dem sie war, zu der Schwelle des Hauses hin. Und er rief dem mit Leinen bekleideten Mann zu, der das Schreibzeug eines Schreibers an seiner Hand hatte, und der Herr sprach zu ihm: Geh mitten durch die Stadt, mitten durch Jerusalem, und zeichne ein Kennzeichen an die Stirnen der Männer, die seufzen und stöhnen über all die Greuel, die in ihrer Mitte geschehen! Und zu jenen sprach er vor meinen Ohren: Geht hinter ihm her durch die Stadt und schlagt zu; ihr sollt (ihretwegen) nicht betrübt sein und sollt kein Mitleid haben!” Eine schwierige Aufgabe zumal es so aussieht, als ob Engel Gefühle haben und diese Empfindungen sie durchaus bei der Durchführung ihres Auftrages beeinflussen können. Sacharja berichtet davon, dass Gott seine Engel auch tröstet, Kapitel 1, 13: “Und der Herr antwortete dem Engel, der mit mir redete, gütige Worte, tröstliche Worte.” Engel sind keine gefühllosen Roboter. Was immer sie ausführen berührt sie auch.

Bei einer anderen Gelegeheit ergibt sich am Anfang ein freundlicheres Bild. Abraham bekam eines Tages Besuch, 1. Mose 18, 1: “Und der Herr erschien ihm bei den Terebinthen von Mamre, als er bei der Hitze des Tages am Eingang des Zeltes saß. Und er erhob seine Augen und sah: und siehe drei Männer standen vor ihm; sobald er sie sah, lief er ihnen vom Eingang des Zeltes entgegen und  verneigte sich zur Erde und sagte: Herr, wenn ich denn Gunst gefunden habe in deinen Augen, so geh doch nicht an deinen Knecht vorüber!” Der Herr und die beiden Engel ließen sich nicht zweimal bitten. Sie blieben bei Abraham und nahmen ein Mahl ein. Abraham musste dies allerdings erst zubereiten lassen und das beinhaltete das Schlachten eines Tieres und die lange Zeit der Zubereitung. Bei diesem stundenlangen Prozess gab es genügend Zeit zur Unterhaltung. Leider ist uns diese lange Konversation nicht überliefert aber sie muss angenehmer gewesen sein als was nach der Verabschiedung folgte. Sie waren nämlich unterwegs nach Sodom, weil der Herr sich selbst von den dort herrschenden Zuständen überzeugen wollte und die beiden Begleiter zerrten Lot, seine Frau und die beiden Töchter aus der Stadt bevor, sie sie durch Feuer zerstörten. Sie sind damit viel stärker als Menschen und können, wie hier geschehen, mit sanfter Gewalt den Auftrag Gottes ausführen.  Die Überreste der zerstörten Städte kann man heute noch am Rande des Toten Meeres sehen.

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