Gottes und unser Widersacher

von Hans Erwin Schotten

 

Die meisten Menschen haben es schon erlebt. Da gibt es jemanden, der sich einem in den Weg stellt und mit allen möglichen Mitteln versucht, das eigene Vorhaben zu behindern oder gar zu verhindern und einem nur jedes erdenkliche Hindernis in den Weg legt. Man spricht dann von einem Widersacher, einem Gegner. So wie es auch 1. Samuel 29, 4 beschreibt: “Aber die Obersten der Philister wurden zornig über ihn, und die Obersten der Philister sagten zu ihm: Schick den Mann zurück, damit er an seinen Ort zurückkehrt, den du ihm angewiesen hast, und damit er nicht mit uns in den Kampf hinabzieht und uns nicht zum Widersacher im Kampf wird! Denn womit könnte er seinem Herrn einen besseren Gefallen tun als mit den Köpfen dieser Männer.” Für das Wort Widersacher steht im Hebräischen Satan, das soviel bedeutet wie anfeinden und sich widersetzen, er kann auch ein Ankläger in einem Gerichtsprozeß bedeuten. Und eine Person, die etwas zu verhindern trachtet.

Diesen Widersacher gibt es nicht nur unter den Menschen, den gibt es auch als ein Geistwesen und wird dort häufig als Satan bezeichnet. Die europäische Aufklärung hat nun sehr gründlich mit den Vorstellungen von Dämonen und eines Satans aufgeräumt und sie in das Reich der Mythologie verwiesen, ihnen die wirkliche Existenz abgeschrieben. Sofern es sich da um die wirren Vorstellungen des Mittelalters handelte, ist dieser Prozeß zu begrüßen aber wie so oft, ist auch hier das Kind mit dem Bade ausgegossen worden. Ein Blick in die Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts zeigt schon, dass hier sehr machtvoll abgründig tiefe und sehr böse Mächte am Wirken waren. Wie Thielicke schrieb: “Wir sind in unserer Zeit viel zu sehr mit dämonischen Mächten in Berührung gekommen, wir haben viel zu deutlich gespürt und gesehen, wie Menschen und ganze Bewegungen verführt und gesteuert wurden von geheimnisvollen, abgründigen Mächten ... wir haben allzuoft beobachtet, wie ein fremder Geist in manchen Menschen fahren und sie ... bis in die Substanz hinein verwandeln konnte, wie er sie zu Grausamkeiten, Machträuschen und Wahnsinnausbrüchen zu bringen vermochte, deren sie vorher niemals fähig zu sein schienen; wir sahen außerdem, wie sich von Jahr zu Jahr eine Atmosphäre der Vergiftung um unseren Erdball legte, wie wirklich etwas spürbar wurde von den bösen Geistern in der Luft, und wie eine unsichtbare Hand einen unsichtbaren Taumelkelch von Volk  zu Volk reichte und die Nationen bis in die Tiefe verwirrten; ich sage: wir haben das alles viel zu sehr gesehen, wir sind viel zu sehr von alledem erschreckt worden, als daß ich euer und mein Gehirn erst präparieren müßte, damit es, ohne sich zu genieren, die Frage nach dem Teufel überhaupt zu stellen wagt.” (Das Gebet, S. 145).

Satan kann von Menschen negiert, verdrängt oder beiseite geschoben werden, damit verliert er nicht seine Existenz und Realität. Christen können sich auf den Vater und Jesus konzentrieren und Satan unerwähnt lassen, doch damit wird die Botschaft der Bibel verzerrt und ihr eine wesentliche Dimension genommen. Jesus hat einen ungeheuerlichen Kampf gegen Satan geführt und seine Gemeinde steht auch in diesem Kampf. Wer dies leugnet oder nicht sehen will, minimiert Tat und Werk Jesu. Sein Kampf war auch gegen den Widersacher, der Herrscher dieser Welt und dessen Entthronung. Wer diesen Widersacher Gottes und der Menschen aus seinem Blickfeld verliert, versteht nicht den Plan Gottes und sein Wort.  Die Worte von Paulus sollten als Mahnung dienen, 2. Korinther 2, 11: “... damit wir nicht vom Satan übervorteilt werden; denn seine Gedanken sind uns nicht unbekannt.” Es steht zu befürchten, dass diese Aussage zwar für die damaligen Christen richtig und verständlich war, in  der Gegenwart aber sieht die Situation ganz anders aus. Somit ist es geboten, einiges über den Satan zu schreiben und die Gesamtzusammenhänge herzustellen.

Im AT wird er als Satan bezeichnet und als ein Widersacher Gottes vorgestellt, der Anklage gegen die Menschen erhebt, Hiob 1,6: “Und es geschah eines Tages, da kamen die Söhne Gottes, um sich vor dem Herrn einzufinden. Und auch der Satan kam in ihrer Mitte. Und der Herr sprach zum Satan: Woher kommst du? Und der Satan antwortete dem Herrn und sagte: Vom Durchstreifen der Erde und vom Umherwandern auf ihr. Und der Herr sprach zum Satan: Hast du acht gehabt auf meinen Knecht Hiob? Denn es gibt keinen wie ihn auf Erden – ein Mann, so rechtschaffen und redlich, der Gott fürchtet und das Böse meidet! Und der Satan antwortete dem Herrn und sagte: Ist Hiob (etwa) umsonst so gottesfürchtig? Hast du selbst nicht ihn und sein Haus und alles, was er hat, rings umhegt? Das Werk seiner Hände hast du gesegnet, und sein Besitz hat sich im Land ausgebreitet. Strecke jedoch nur einmal deine Hand aus und taste alles an, was er hat, ob er dir nicht ins Angesicht flucht!”

In der griechischen Übersetzung des AT wird er als Diabolos bezeichnet, was soviel bedeutet wie Durcheinanderwerfer. Im NT kommen noch Beelzebub, Feind, Verführer oder Versucher, der Böse, Fürst dieser Welt, Schlange und Drache hinzu. Jedes dieser Wörter spiegelt das Wesen Satans wieder und auf einige soll im folgenden eingegangen werden.

Satan ist ein Wesen, das sich entschlossen und willentlich handelnd Gott entgegenstellt. Seine Waffe ist die Entstellung und Verdrehung und in folge davon die bewußte Irreführung. So hat er von Anfang an den Menschen gegenüber gehandelt, 1. Mose 3,1: “Und die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott, der Herr gemacht hatte; und sie sprach zu der Frau: Hat Gott wirklich gesagt: Von allen Bäumen des

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