beschreibt es als einen Spiegel. David gebraucht da zwei andere Ausdrücke, Psalm 119, 105: “Eine Leuchte für meinen Fuß ist dein Wort, ein Licht für meinen Pfad.” Das Gesetz gibt uns die Gelegenheit etwas zu sehen, was wir sonst nicht sehen könnten. Wer keine Taschenlampe des Nachts im dunklen, dichten Wald hat, wird mit Garantie irgendwo anstoßen, stolpern und sich verletzen. Es scheint für viele sehr schwer verständlich zu sein, dass das Gesetz Gottes ein Spiegel  oder eine Leuchte ist und kein Kontrollinstrument. Es ist nur der einzelne Mensch und Gottes Wort. Kein anderer Mensch hat falsch zu interpretieren, auszulegen und zu sagen, was gesehen werden soll. Die Verantwortung liegt bei dem, der die Bibel in die Hand nimmt. Jakobus 2, 10: “Denn wer das ganze Gesetz hält, aber in einem strauchelt, ist aller (Gebote) schuldig geworden. Denn der da sprach: “Du sollst nicht ehebrechen”, sprach auch: “Du sollst nicht töten”. Wenn du nun nicht ehebrichst, aber tötest, so bist du ein Gesetzes-Übertreter geworden. Redet so und handelt so wie (solche) die durch das Gesetz der Freiheit gerichtet werden sollen!” Das Wort Freiheit ist in diesem Zusammenhang sehr wichtig, weil Menschen dazu tendieren, Kontrolle über Menschen haben zu wollen. Dann ist es nicht mehr das Gesetz der Freiheit das sie bringen und Jakobus meint damit die zehn Gebote, die im Alten Testament nicht als Gebote bezeichnet werden, sondern als die zehn Worte und im Sinne von Jakobus als die zehn Worte der Freiheit. Wie also kann jemand auf den Gedanken kommen, sie als ein Joch zu bezeicnen unter dem man versklavt wird wie Paulus es im Galaterbrief, Kapitel 5, 1 ausdrückt: “Für die Freiheit hat Christus uns freigemacht. Steht nun fest und laßt euch nicht wieder durch ein Joch der Sklaverei belasten!” Kann das Gesetz Gottes mißbraucht werden? Die Anwort lautet eindeutig ja, wenn jemand versucht, trotz freiheitlichem Gesetz, willkürliche, dem Gesetz entgegengesetzte oder verfälschte Kontrolle über Menschen auszuüben.

 

Ein Blick auf den Beginn der Gemeinde Jesu kann Licht auf die Situation werfen. Am Anfang gab es unterschiedliche jüdische Gruppen in der Gemeinde. Sie allen hatten ihre eigenen Vorstellungen lebten aber friedlich miteinander und saßen in Harmonie zusammen am Sabbat in der Synagoge. Die Situation änderte sich dramatisch nach der Bekehrung des Apostel Paulus. Er ging zu den Nichtjuden und predigte das Evangelium. Diese Christen hatten keinen jüdischen Hintergrund und kannten sich nicht mit dem Gesetz Gottes aus.. Spannungen waren damit vorprogrammiert und so kamen einige Juden aus Jerusalem nach Antiochien und widersprachen dem Paulus, Apostelgeschichte 15, 1: “Und einige kamen von Judäa herab und lehrten die Brüder: Wenn ihr nicht beschnitten worden seid nach der Weise Moses, so könnt ihr nicht errettet werden.” Hier geht es plötzlich bei der Beschneidung nicht mehr um die Zugehörigkeit zum Volk Israels und um den Bund, den Gott mit ihnen am Berg Sinai geschlossen hatte, sondern diese Gruppe nahm eine gravierende Uminterpretation vor. Sie wollte die Beschneidung als Teil der Erlösung und Errettung ansehen. Hier geht es nicht mehr um ein Erbteil an dem Land, das Gott seinem Volk versprochen hatte, hier geht es nun um das ewige Leben, um den heiligen Geist und die Vergebung der Sünden. Es sieht so aus, als ob diese Personengruppe sagen wollten, dass die Erlösung durch Jesus Christus nur für die Nachkommen Abrahams da sei und man sich den Bedingungen fügen oder sich einen anderen Gott suchen mußte. Vers 2: “Als nun ein Zwiespalt entstand und ein nicht geringer Wortwechsel zwischen ihnen und Paulus und Barnabas, ordneten sie an, daß Paulus und Barnabas und einige andere von ihnen zu den Aposteln und Ältesten nach Jerusalem hinaufgehen sollten wegen dieser Streitfrage. Sie nun erhielten von der Gemeinde das Geleit, durchzogen Phönizien und Samaria und erzählten die Bekehrung derer (aus den) Nationen; und sie machten allen Brüdern große Freude. Als sie aber nach Jerusalem gekommen waren, wurden sie von der Gemeinde und den Aposteln und Ältesten aufgenommen, und sie verkündeten alles, was Gott mit ihnen getan hatte. Einige aber von denen aus der Sekte der Pharisäer, die gläubig waren, traten auf und sagten: Man muß sie beschneiden und ihnen gebieten, das Gesetz Moses zu halten.” Diese Pharisäer werden als eine Sekte bezeichnet innerhalb der Gemeinde, die ihre eigene Vorstellung vom Gesetz Gottes mitbrachten. Sie waren darauf aus, die Neubekehrten aus den Nationen unter ihre Kontrolle zu bringen. Die Begriffe “man muß sie beschneiden” und “ihnen gebieten” zeigen, worum es dieser Gruppe ging. Mit einem Wort: Kontrolle. Diese Neubekehrten aus den Nationen sollten nicht einfach so hinzukommen können, die mußte man unter Kontrolle bringen. Vers 13: “Als sie aber schwiegen, antwortete Jakobus und sprach: Ihr Brüder, hört mich! Simon hat erzählt, wie Gott zuerst darauf gesehen hat, aus den Nationen ein Volk zu nehmen für seinen Namen. Und hiermit stimmen die Worte der Propheten überein, wie geschrieben steht: “Nach diesem

   

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