Die Freiheit die Gott meint

von Hans-Erwin Schotten

 

Ist der Gott der Bibel ein Gott der Knechtschaft oder hat er ein großes Interesse an der Freiheit seiner von ihm geschaffenen Menschen? Wer an die Ereignisse vom Sinai denkt, dort wo Gott Mose die Gebote und Satzungen gab, könnte heute unter den gegebenen Beeinflussungen schnell zu dem fatalen, falschen Schluß kommen, dass in der Tendenz dieser Anordnungen doch die Knechtschaft durchscheint. Aber so sollte das Urteil nicht gefällt werden. Gott gab am Sinai seinem Volk Anweisungen, wie sie leben sollten und dann führte er sie weiter in das Gebiet, das er ihnen geben wollte damit sie dort nach diesen Anweisungen leben konnten. Das Buch Richter hätte eigentlich das richtige Ergebnis berichten können. Gott hatte seinem Volk Land gegeben, jeder hatte sein Haus und sein Grundstück. Jede Familie konnte Selbstversorger sein. Alles zum Leben notwendige würde das Land hervorbringen. Es gab keine Zentralregierung, niemand kam vorbei, um Steuern einzutreiben und die Einzelnen mit einen Wust von Regulierungen, Verordnungen und Bestimmungen das Leben schwer zu machen. Es gab keine stehende Armee, die Unsummen verschlang, niemand wurde eingezogen ohne gefragt zu werden. Niemand verlangte von einem, dass man für ihn zu arbeiten habe. Das Volk Gottes war frei. Gott war ihr König, hätte ihnen vielfachen Segen gegeben wenn, ja wenn das Volk sich an Gottes Anweisungen gehalten hätte. Gott wollte für sie die Freiheit. Jeder sollte für sich ohne Obrigkeit leben, nur Gott sollte der König sein und bestimmen, wie das Volk leben sollte aber was wünschten sie? 1. Samuel 8, 4: “Da versammelten sich alle Ältesten von Israel und kamen zu Samuel nach Rama. Und sie sagten zu ihm: Siehe, du bist alt geworden, und deine Söhne wandeln nicht in deinen Wegen. Nun setze (doch) einen König über uns, damit er über uns Richter sei, wie (es bei) allen Nationen (ist)! Und das Wort war übel in den Augen Samuels, daß sie sagten: Gib uns einen König, damit er Richter über uns sei! Und Samuel betete zum Herrn. Der Herr aber sprach zu Samuel: Höre auf die Stimme des Volkes in allem, was sie dir sagen! Denn nicht dich haben sie verworfen, sondern mich haben sie verworfen, daß ich nicht König über sie sein soll. Entsprechend all den Taten, die sie (immer) getan haben von dem Tage an, da ich sie aus Ägypten geführt habe bis zum heutigen Tag, daß sie mich verlassen und anderen Göttern gedient haben, so machen sie es auch mit dir. Und nun höre auf ihre Stimme! Doch warne sie mit allem Ernst und mach ihnen das Recht des Königs bekannt, der über sie herrschen wird! Und Samuel sagte dem Volk, das einen König von ihm begehrte, alle Worte des Herrn. Und er sagte: Dies wird das Recht des Königs sein, der über euch regieren wird: Eure Söhne wird er nehmen, um sie für seinen Wagen und seine Gespanne einzusetzen, damit sie vor seinem Wagen herlaufen, und um (sie) sich zu Obersten über Tausend und zu Obersten über Fünfzig zu bestellen, damit sie seine Äcker pflügen und seine Ernte einbringen und damit sie seine Kriegsgeräte und seine Wagengeräte anfertigen. Und eure Töchter wird er zum Salbenmischen, zum Kochen und zum Backen nehmen. Und eure besten Felder, Weinberge und Olivengärten, die wird er nehmen und sie seinen Knechten geben. Und eure Knechte und eure Mägde und eure besten jungen Männer und eure Esel wird er nehmen und sie in seinen Dienst stellen. Von euren Schafen wird er den Zehnten nehmen, und ihr, ihr müßt seine Knechte sein.” Da geht ein großer Teil der Freiheit dahin, die Gott für sein Volk wollte, die das Volk aber nicht richtig zu nutzen wußte. Zur Freiheit gehört viel Verantwortung und Selbstdisziplin. Die Menschen wollen zwar die Freiheit aber sie können sie nicht erreichen. Andere wollen die Kontrolle und machen damit für alle das Leben schwerer und die Freiheit unerreichbar.

Das Thema findet seine Fortsetzung im Neuen Testament. Jakobus ist einer der Autoren, der von einem Gesetz der Freiheit spricht. So in Jakobus 1, 22: “Seid aber Täter des Wortes und nicht allein Hörer, die sich selbst betrügen! Denn wenn jemand ein Hörer des Wortes ist und nicht ein Täter, der gleicht einem Mann, der sein natürliches Gesicht in einem Spiegel betrachtet. Denn er hat sich selbst betrachtet und ist weggegangen, und er hat sogleich vergessen, wie er beschaffen war. Wer aber in das vollkommene Gesetz der Freiheit hineingeschaut hat und dabei geblieben ist, indem er nicht ein vergeßlicher Hörer, sondern ein Täter des Werkes ist, der wird in seinem Tun glückselig sein.” Das Gesetz ist kein Verwaltungsinstrument und dient nicht der Kontrolle einer Minderheit über die Mehrheit. Der Mensch soll nicht mit Hilfe des Gesetzes über seine Mitmenschen herrschen. Jakobus

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