Paulus, der manchmal drastische Formulierungen liebt, hat auch hierzu einiges zu sagen. So heißt es im Epheserbrief, Kapitel 2, 1: “Auch euch (hat er auferweckt), die ihr tot wart in euren Vergehungen und Sünden, in denen ihr einst wandeltet gemäß dem Zeitlauf dieser Welt, gemäß dem Fürsten der Macht der Luft, des Geistes, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt. Unter diesen hatten auch wir einst alle unseren Verkehr in den Begierden unseres Fleisches, indem wir den Willen des Fleisches und der Gedanken taten und von Natur Kinder des Zorns waren wie auch die anderen.” Er fängt mit der Feststellung an, dass der Mensch tot ist. Physisch ist dies sicherlich nicht der Fall. Sie leben und gehen ihren täglichen Pflichten und Vergnügungen nach. Das kann also nicht gemeint sein. Paulus hat hier eine andere Sichtweise. Er sieht das Leben durch die Augen Gottes, nimmt also einen geistigen Blickwinkel ein und da sieht für ihn das Leben schon ganz anders aus. Wer ohne den Gott der Bibel lebt ist nicht wirklich am Leben. Eine solche Person hat eine physische Existenz aber für Gott ist sie in diesem Zustand tot. Paulus formuliert es so, dass der Mensch ohne Gott dem Einfluß des Widersachers Gottes ausgesetzt ist und von ihm und seinen Engeln in seinem Denken und Handeln beeinflusst wird, da er Gott und seine Gebote und Anweisungen zum Leben nicht kennt und nicht befolgt. Gottes Gebote zu ignorieren gehört zu ihrem Lebenstil, der folglich nicht dem entspricht, was Gott will. Da es kein neutrales Feld zwischen Gott und seinem Widersacher gibt, muß der Mensch folglich dem Widersacher Gottes folgen, dem Fürsten dieser gegenwärtigen Welt. Dieses Zeitalter ist bestimmt durch seine Herrschaft und seinen Lebensstil, der dem Gottes entgegengesetzt und durch ein breites Spektrum gekennzeichnet ist. Das beginnt mit sexuellen Ausschweifungen, beinhaltet okkulte Praktiken und endet mit selbstzerstörerischem Umgang mit Essen und Trinken. Wer diesen Lebensstil praktiziert ist in den Augen Gottes tot und folgt seinem Widersacher. Für Paulus sind diese Herrschaften, Gewalten und Mächte real und böse. Sie verfolgen auf dieser Erde ein zerstörerisches Ziel und ihr Hauptaugenmerk haben sie auf den Menschen gelegt.

 Paulus schreibt an die Korinther in seinem zweiten Brief, Kapitel 4, 3: “Wenn aber unser Evangelium doch verdeckt ist, so ist es (nur) bei denen verdeckt, die verlorengehen, den Ungläubigen, bei denen der Gott dieser Welt den Sinn verblendet hat, damit sie den Lichtglanz des Evangeliums von der Herrlichkeit des Christus, der Gottes Bild ist, nicht sehen.” Verblendung hat mit unklarem Sehen zu tun. So ist Paulus der Meinung, dass der “Gott dieser Welt” in den Verstand eingreifen und die Sichtweise ändern kann, so dass daraus andere Lebensstile und Verhaltensweisen erwachsen, als Gott sie für seine Geschöpfe gewünscht hat. Jesus benutzt noch einen anderen Ausdruck in Lukas 22, 53: “Als ich täglich bei euch im Tempel war, habt ihr die Hände nicht gegen mich ausgestreckt; aber dies ist eure Stunde und die Macht der Finsternis.” Hier handelt es sich um eine geistliche Finsternis, die Unwissenheit, Irrtum und geistliche Unfähigkeit umfasst. Paulus schreibt dies auch sehr direkt den Ephesern in Kapitel5, 8: “Denn einst wart ihr Finsternis, jetzt aber (seid ihr) Licht im Herrn....”

In diesem Artikel wird nicht auf die Besessenheit durch Dämonen eingegangen, die auch noch zu der schon als schwerwiegend anzusehenden Situation hinzukommt. Ohne Besessenheit ist es schon schlimm genug, wenn die Bibel von einer geistlichen Finsternis spricht, denen alle Menschen ausgesetzt sind. Es gibt einen Ausweg, um aus der Finsternis und den Machtbereich des Widersachers in das Licht zu treten. Die Voraussetzung dazu haben Gott, der Vater und Jesus geschaffen. Epheser 1, 18: “Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr wißt, was die Hoffnung seiner Berufung, was der Reichtum der Herrlichkeit seines Erbes in den Heiligen und was die überragende Größe seiner Kraft an uns, den Glaubenden, ist, nach der Wirksamkeit der Macht seiner Stärke. Die er hat in Christus wirksam werden lassen, indem er ihn aus den Toten auferweckt und zu seiner Rechten in der Himmelswelt gesetzt hat, (hoch) über jede Gewalt und Macht und Kraft und Herrschaft und jeden Namen, der nicht nur in diesem Zeitalter, sondern auch in dem zukünftigen genannt werden wird.” Jesus ist also durch den Vater erhöht worden auch über die Mächte, Herrschaften und Gewalten. Er steht aber nicht nur über ihnen, Kolosser 2, 9. “Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig, und ihr seid in ihm zur Fülle gebracht. Er ist das Haupt jeder Gewalt und jeder Macht. In ihm seid ihr auch beschnitten worden mit einer Beschneidung, die nicht mit Händen geschehen ist, (sondern) im Ausziehen des fleischlichen Leibes, in der Beschneidung des Christus, mit ihm begraben in der Taufe, in ihm auch mit auferweckt durch den Glauben an die wirksame Kraft Gottes, der ihn aus den Toten auferweckt hat. Und euch, die ihr tot wart in den Vergehungen und in der

   

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