ehemals zu den Vätern geredet hat in den Propheten, hat er am Ende dieser Tage zu uns geredet im Sohn, den er zum Erben aller Dinge eingesetzt hat, durch den er auch die Welten gemacht hat; er, der Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und Abdruck seines Wesens ist und alle Dinge durch das Wort seiner Macht trägt, hat sich, nachdem er die Reinigung von den Sünden bewirkt hat, zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt; und er ist um so viel erhabener geworden als die Engel, wie er einen vorzüglicheren Namen vor ihnen ererbt hat.” Der Begriff Ausstrahlung wird hier benutzt, um auszusagen, dass der Sohn dem Vater gleich ist, wesensmäßig gibt es zwischen beiden keinen Unterschied. So will es auch das Wort Abdruck ausdrücken. Es bedeutet eine genaue Entsprechung, dieselben Wesenszüge haben wie der Vater. Der Sohn ist von der Art Gottes und nicht von der Art der Engel. Vers 5: “Denn zu welchem Engel hat er jemals gesagt: “Mein Sohn bist du, ich habe dich heute gezeugt? Und wiederum: Ich werde ihm Vater und er wird mir Sohn sein?” Sohn und Vater sind von derselben Art aber nicht von der Art der Engel. Vers 6. “Wenn er aber den Erstgeborenen wieder in den Erdkreis einführt, spricht er: “Und alle Engel Gottes sollen ihn anbeten!” Und von den Engeln spricht er: “Der seine Engel zu Winden macht und seine Diener zu einer Feuerflamme, von dem Sohn aber: “Dein Thron, o Gott, ist von Ewigkeit zu Ewigkeit, und das Zepter der Aufrichtigkeit ist Zepter deines Reiches; du hast Gerechtigkeit geliebt und Gesetzlosigkeit gehaßt; darum hat dich, o Gott, dein Gott gesalbt mit Freudenöl vor deinen Gefährten.” Gott spricht hier zu Gott, der Sohn wird als Gott definiert. Gott wird hier als eine Art dargestellt und nicht als ein einzelnes Wesen. Vers 9 stellt uns zwei Wesen nach der Art Gottes vor. Vers 14: “Sind sie nicht alle dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst um derer willen, die das Heil erben sollen?” Engel werden als Diener vorgestellt und nicht als Erben aber was sind Erben im Unterschied zu Dienern? Sind sie nicht viel mehr und was ererben sie? Kapitel zwei gibt Antwort auf die Frage.

Hebräer 2, 5: “Denn nicht Engeln hat er den zukünftigen Erdkreis unterworfen, von dem wir reden; ...” Zu bemerken ist, dass der Autor hier nicht von der jetzigen Erde spricht, sondern von der zukünftigen, wenn Jesus Christus wieder zurückgekehrt ist. Vers 6: “... es hat aber irgendwo jemand bezeugt und gesagt: “Was ist der Mensch, daß du seiner gedenkst, oder des Menschen Sohn, daß du auf ihn achtest? Du hast ihn ein wenig unter die Engel erniedrigt; mit Herrlichkeit und Ehre hast du ihn gekrönt; du hast alles unter seine Füße gelegt”. Denn indem er ihm alles unterwarf, ließ er nichts übrig, das ihm nicht unterworfen wäre; jetzt aber sehen wir ihm noch nicht alles unterworfen.” Der Mensch soll also alles beherrschen, kann es aber jetzt noch nicht, das ist eine Aufgabe für die Zukunft. Vers 9: “Wir sehen aber Jesus, der ein wenig unter die Engel erniedrigt war, wegen des Todesleidens mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt, damit er durch Gottes Gnade für jeden den Tod schmeckte. Denn es geziemte ihm, um dessentwillen alle Dinge und durch den alle Dinge sind, indem er viele Söhne zur Herrlichkeit führte, den Urheber ihrer Rettung durch Leiden vollkommen zu machen.” Jesus führt seine Nachfolger in die Herrlichkeit, die er hat und er bezeichnet sie in Bezug auf den Vater als Söhne. Sind nicht Söhne derselben Art wie der Vater? Vers 11: “Denn sowohl der, welcher heiligt, als auch die, welche geheiligt werden, sind alle von einem; aus diesem Grund schämt er sich nicht, sie Brüder zu nennen, indem er spricht: “Kundtun will ich deinen Namen meinen Brüdern; inmitten der Gemeinde will ich dir lobsingen.” Jesus ist der Sohn Gottes und von seiner Art. Seine Nachfolger werde als Brüder bezeichnet. Als Brüder haben wir denselben Vater und sind von der Art des Vaters. Vers 17:”Daher mußte er in allem den Brüdern gleich werden, damit er barmherzig und ein treuer Hoherpriester vor Gott werde, um die Sünden des Volkes zu sühnen; denn worin er selbst gelitten hat, als er versucht worden ist, kann er denen helfen, die versucht werden.” Wiederum wird Jesus als Bruder bezeichnet, der seinen Nachfolgern helfen kann, da er selber dieses Leben als Mensch mit all den Schwierigkeiten gelebt hat.

In seinem letzten Gebet hat er diese Beziehung ähnlich ausgedrückt, Johannes 17, 20: “Aber nicht für diese allein bitte ich, sondern auch für die, welche durch ihr Wort an mich glauben, damit sie alle eins seien, wie du, Vater, in mir und ich in dir, daß auch sie in uns seien, damit die Welt glaube, daß du mich gesandt hast. Und die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, daß sie eins seien, wie wir eins sind – ich in ihnen und du in mir – daß sie in eins vollendet seien, damit die Welt erkenne, daß du mich gesandt und sie geliebt hast, wie du mich geliebt hast.” Hier geht es um das Wesen und den Charakter. Die Nachfolger Jesu sollen seinem Charakter entsprechen, so denken und so handeln wie er. Johannes sagt es in seinem ersten Brief noch etwas anders, Kapitel 3, 1: “Seht, welch eine Liebe uns der Vater gegeben hat, daß wir Kinder Gottes heißen sollen! Und wir sind es.

   

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