Herr wiedergegeben und es ist von zwei YHWH (Herren) die Rede. Der eine ist auf der Erde und der andere im Himmel. Der eine auf der Erde führt das aus, was der andere im Himmel gewollt hatte. Eine weitere Schrifstelle aus dem Alten Testament sei noch angeführt, Psalm 45, 7: “Dein Thron,o Gott, ist immer und ewig, ein Zepter der Geradheit ist das Zepter deiner Herrschaft. Gerechtigkeit hast du geliebt und Gottlosigkeit gehaßt: darum hat Gott, dein Gott, dich gesalbt mit Freudenöl vor deinen Gefährten.” Der erste Gott ist der Gott des zweiten Gottes, somit hat Gottes Gott ihn mit Freudenöl gesalbt. Das Alte Testament gibt noch an einigen anderen Stelle Hinweise darauf, dass Gott nicht ein Einzelwesen ist, sondern dass es sich um eine Art mit mehreren “Personen” handelt.

Im Neuen Testament fängt Johannes seinen Bericht über Jesus folgendermaßen an, Johannes 1, 1: “Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.” Dieser Satz macht eigentlich keinen Sinn, wenn man von einer Einzelperson ausgeht aber was das Alte Testament schon angedeutet hat, setzt das Neue Testament konsequent fort, nur schien dieses Wissen nicht mehr Allgemeingut zu sein. Es gab hier und da noch Menschen, die sich dieses Wissen bewahrt hatten wie Nathanael in Johannes 1, 45: “.Philippus findet den Nathanael und spricht zu ihm: Wir haben den gefunden, von dem Mose in dem Gesetz geschrieben und die Propheten, Jesus, den Sohn des Josef, von Nazareth. Und Nathanael sprach zu ihm: Kann aus Nazareth etwas Gutes kommen? Philippus spricht zu ihm: Komm und sieh! Jesus sah den Nathanael zu sich kommen und spricht von ihm: Siehe, wahrhaftig ein Israelit, in dem kein Trug ist! Nathanael spricht zu ihm: Woher kennst du mich? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Ehe Philippus dich rief, als du unter dem Feigenbaum warst, sah ich dich. Nathanael antwortete und sprach: Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der König Israels.” Die allgemeine Reaktion war anders wie Johannes im Kapitel 10, 22 schildert: “Es war damals das Fest der Tempelweihe in Jerusalem; es war Winter. Und Jesus ging in den Tempel umher, in der Säulenhalle Salomos. Da umringten ihn die Juden und sprachen zu ihm: Bis wann hälst du unsere Seele hin? Wenn du der Christus bist, so sage es uns frei heraus. Jesus antwortete ihnen: Ich habe es euch gesagt, und ihr glaubt nicht. Die Werke, die ich in dem Namen meines Vaters tue, diese zeugen von mir; aber ihr glaubt nicht, denn ihr seid nicht von meinen Schafen, wie ich euch gesagt habe. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren in Ewigkeit, und niemand wird sie aus meiner Hand rauben. Mein Vater, der (sie) mir gegeben hat, ist größer als alle, und niemand kann (sie) aus der Hand (meines) Vaters rauben. Ich und der Vater sind eins. Da hoben die Juden wieder Steine auf, daß sie ihn steinigten. Jesus antwortete ihnen: Viele gute Werke habe ich euch von meinem Vater gezeigt. Für welches Werk unter ihnen steinigt ihr mich? Die Juden antworteten ihm: Wegen eines guten Werkes steinigen wir dich nicht, sondern wegen Lästerung, und weil du, der du ein Mensch bist, dich selbst zu Gott machst. Jesus antwortete ihnen: Steht nicht in eurem Gesetz geschrieben: “Ich habe gesagt: Ihr seid Götter”? Wenn er jene Götter nannte, an die das Wort Gottes erging – und die Schrift kann nicht aufgelöst werden – sagt ihr von dem, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat: Du lästerst, weil ich sagte: Ich bin Gottes Sohn?” Seine Zuhörer wußten sehr genau, was Jesus damit meinte, dass er eins sei mit Gott und welche Bedeutung es hatte, wenn er sich als Sohn Gottes ausgab. Das waren nicht nur Floskeln. Seine Zuhörer verstanden, dass Jesus sich auf die Ebene Gottes begeben würde und sich selbst als Gott darstellte. Da ihnen das Wissen aus ihrer eigenen Schrift verloren gegangen war, nahmen sie an, dass Gott ein Einzelwesen war und niemand eine solche Aussage machen durfte, ohne sich Gott gleichzustellen obwohl Jesus sie auf ihre eigene Schrift hinwies, sie diese aber nicht in dem Sinne verstanden wie Jesus. Warum mußte Jesus in den Augen seiner Landsleute sterben? Johannes 19, 7: “Die Juden antworteten ihm: Wir haben ein Gesetz, und nach dem Gesetz muß er sterben, weil er sich selbst zu Gottes Sohn gemacht hat.” Wiederum auch hier verstanden sie nicht ihr eigenes Gesetz aber sie verstanden schon, was Jesus mit diesen Ausdruck “Gottes Sohn” meinte. Hätten sie ein Verständnis wie Nathanael gehabt, hätten sie Jesus nicht wegen dieser klaren und eindeutigen Aussage, dass es nicht nur eine “Person” nach der Art Gottes gibt, zum Tode verurteilen können. Wie würde die Gegenwart auf die biblische Wahrheit reagieren, sofern sie noch ein Interesse daran hätte? Sind unsere modernen Theologen nicht wie die damaligen Schriftgelehrten? Haben sie nicht auch Traditionen entwickelt, die den klaren Blick auf die Bibel vernebeln?

Der Schreiber des Hebräerbriefes schlägt die Brücke zum Menschen aber zuvor geht er auf die Thematik Gott ein. Hebräer 1, 1: “Nachdem Gott vielfältig und auf vielerlei Weise

   

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