und alle Dinge durch das Wort seiner Macht trägt, hat sich, nachdem er die Reinigung von den Sünden bewirkt hat, zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt.” Jesus hat die Herrlichkeit des Vaters. Dies sagt er auch in Johannes 17, 5: “Und nun verherrliche du, Vater, mich bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war.” Beide hatten diese Herrlichkeit, bevor Jesus auf diese Erde kam, doch auch dort behielt er sie, Johannes 1, 14: “Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.” Die Herrlichkeit wird auf Jesus in einem umfassenden Sinn angewendet. Er hatte sie, bevor er auf die Erde kam, er hatte sie auf der Erde und nach seiner Auferstehung, Johannes 17, 22: “Und die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, daß sie eins seien, wie wir eins sind – ich in ihnen und du in mir – daß sie in eins vollendet seien, damit die Welt erkenne, daß du mich gesandt und sie geliebt hast, wie du mich geliebt hast. Vater, ich will, daß die, welche du mir gegeben hast, auch bei mir seien, wo ich bin, damit sie meine Herrlichkeit schauen, die du mir gegeben hast, denn du hast mich geliebt vor Grundlegung der Welt.” Seine Herrlichkeit wird wieder erscheinen bei seinem zweiten Kommen. Es ist das Aufscheinen des großen Gottes und unseres Heilandes Jesus Christus, Titus 2, 13: “... indem wir die glückselige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit unseres großen Gottes und Heilandes Jesus Christus erwarten.”

Wie aber sieht es mit dem Menschen aus? Römer 3, 23 beschreibt seinen derzeitigen Zustand: “... denn alle haben gesündigt und erlangen nicht die Herrlichkeit Gottes.” Die Menschen sind also nicht das, was sie nach Gottes Willen sein sollten, sie ermangeln seiner Ebenbildlichkeit und seines Wesens. Die Folge davon, Römer 1, 23: “... und haben die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes verwandelt in das Gleichnis eines Bildes vom vergänglichen Menschen und von Vögeln und von vierfüßigen und kriechenden Tieren.” Sie selbst sind nicht nur weit entfernt von Gottes Herrlichkeit, sie haben auch noch seine Herrlichkeit verwandelt. Dabei sind sie zur Herrlichkeit berufen, 1. Thessalonicher 2, 10: “Ihr seid Zeugen und Gott, wie heilig und gerecht und untadelig wir gegen euch, die Glaubenden, waren; wie ihr ja wißt, daß wir euch (,und zwar) jeden einzelnen von euch, wie ein Vater seine Kinder ermahnt und getröstet und beschworen haben, des Gottes würdig zu wandeln, der euch zu seinem Reich und seiner Herrlichkeit beruft.” Gott beruft den Menschen zu dieser Herrlichkeit, er will das der Mensch daran Anteil hat, 1. Petrus 4, 14: “Wenn ihr im Namen Christi geschmäht werdet, glückselig (seid ihr)! Denn der Geist der Herrlichkeit und Gottes ruht auf euch.” Die Nachfolger Jesu werden jetzt schon mit Herrlichkeit ausgezeichnet und haben Anteil an seiner Herrlichkeit. Sie ist nicht eine glanzvolle äußere Erscheinung, sondern sie scheint von innen heraus und schlägt sich in der äußeren Erscheinung nieder, die dann die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Dabei ist die Herrlichkeit bei den Nachfolgern Jesu nicht etwas Starres sondern Zunehmendes, 2. Korinther 3, 18: "Wir alle aber schauen mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn an und werden (so) verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, wie (es) vom Herrn, dem Geist (,geschieht).” Gottes Wille ist es, die in Römer 3 beschriebene verlorene Ebenbildlichkeit wieder herzustellen. Er möchte, dass die Nachfolger Jesu charakterlich und vom Wesen her, so werden wie er und sein Sohn sind.

Was also ist das Ziel dieses Prozesses und dieser ganzen Mühsal? Warum die Heiligung und die Reinigung und warum hat Gott ein so starkes Interesse an der Erneuerung  oder auch Wiederherstellung des Menschen?

Um diese Fragen beantworten zu können, muss zunächst eine andere Frage gestellt werden. Ist Gott ein Einzelwesen oder eine Art mit einer “Person” an der Spitze, die alle Macht und Verantwortung hat und können zu “dieser Art” noch mehr “Personen” gehören? 1. Mose 1, 26 gibt einen ersten Hinweis: “Und Gott sprach: Laßt uns Menschen machen in unserm Bild, uns ähnlich!..." Alle Tiere wurden nach ihrer jeweiligen Art geschaffen aber der Mensch wird herausgehoben. Er ist nicht nach der Art der Tiere geschaffen auch wenn die Biologie von der Arbeitshypothese ausgeht, dass der Mensch das höchstentwickelte Säugetier ist. Die Bibel sagt uns klar und deutlich, dass dieses nicht der Fall ist und die Geschichte des zwanzigsten Jahrhundert mit seinen großen politischen Religionen sollte uns auch eines besseren belehrt haben. Zudem redet Gott hier in der Mehrzahl von sich selbst. Er sagt "uns”. Dies wäre schon ein Hinweis darauf, dass Gott nicht eine einzelne “Person” ist. Im Alten Testament gibt es noch mehrere Hinweise auf  diese Tatbestand. Eine ist in 1. Mose 19, 24 aufgezeichnet: Da ließ der Herr auf Sodom und auf Gomorra Schwefel und Feuer regnen von dem Herr aus dem Himmel...” Hier wird das hebräische Tetagramm YHWH mit

   

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