Wahrheit gegenüber gehorsam ist, hat seinen Teil zur Reinheit beigetragen und in der Wahrheit zu bleiben heißt dann auch rein zu bleiben, 2 Timotheus 2, 16: “Die unheiligen leeren Geschwätze aber vermeide! Denn sie werden zu weiterer Gottlosigkeit fortschreiten, und ihr Wort wird um sich fressen wie Krebs. Dazu gehören Hymenäus und  Philetus, die von der Wahrheit abgeirrt sind, indem sie sagen, daß die Auferstehung schon geschehen sei, und den Glauben mancher zerstören. Doch der feste Grund Gottes steht und hat dieses Siegel: Der Herr kennt, die sein sind; und: Jeder, der den Namen des Herrn nennt, stehe ab von der Ungerechtigkeit! In einem großen Haus aber sind nicht allein goldenen und silberne Gefäße, sondern auch hölzerne und irdene, und die einen zur Ehre, die anderen aber zur Unehre. Wenn nun jemand sich von diesen reinigt, wird er ein Gefäß zur Ehre sein, geheiligt, nützlich dem Hausherrn, zu jedem guten Werk bereitet. Die jugendlichen Begierden aber fliehe, strebe nach der Gerechtigkeit, Glauben, Liebe, Frieden mit denen, die dem Herrn aus reinem Herzen anrufen." Paulus definiert das Verhalten der Nachfolger Christi auch in 2. Korinther 6, 14: “Geht nicht unter fremdartigem Joch mit Ungläubigen! Denn welche Verbindung haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit? Oder welche Gemeinschaft Licht mit Finsternis? Und welche Übereinstimmung Christus mit Belial? Oder welches Teil ein Gläubiger mit einem Ungläubigen? Und welchen Zusammenhang der Tempel Gottes mit Götzenbildern? Denn wir sind der Tempel des lebendigen Gottes; wie Gott gesagt hat: “Ich will unter ihnen wohnen und wandeln, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein.” Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab! Spricht der Herr. Und rührt Unreines nicht an! und ich werde euch annehmen.”  Nichts Geheucheltes, nichts Gelogenes, nichts Hinterlistiges, nichts Götzendienerhaftes darf im Herzen der Nachfolger Christi sein, so wie Jesus es selbst in den Seligpreisungen gesagt hat, Matthäus 5, 8: “Glückselig, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen.”

Diese Herzens- und Gedankenreinheit ist dem Christen auferlegt. So wie Christus rein ist, so soll es auch der Christ sein. Dabei ist diese Reinheit nicht eine menschliche Tugend, sondern eine Bezeichnung für die Beziehung des Menschen zu Gott. Unreinheit auf seiten des Menschen und Gott sind unvereinbare Gegensätze. Unreinheit macht die Beziehung und den Umgang mit Gott unmöglich. Reinheit oder Unreinheit kennzeichnen die Beziehung, die eine Person zu Gott hat.

Der nächste Begriff ist der der Herrlichkeit. Das hebräische Wort kabod hat etwas mit “schwer sein” zu tun. Es steht also etwas Gewichtiges dahinter, das Ansehen verleiht und gebührende Achtung und Ehrbezeugung von seiten des Menschen verlangt. Gottes Herrlichkeit wird bewirkt durch seine Macht und Heiligkeit. Sie ist die offenbarende Macht in der Gegenwart von Menschen und speziell seines Volkes aber nicht nur das, seine Herrlichkeit ist auch Ausdruck seines Wesens und seines Charakters. Seine Herrlichkeit begleitete Israel aus Ägypten, 2. Mose 16, 10: “Da geschah es, als Aaron zur ganzen Gemeinde der Söhne Israel redete und sie sich zur Wüste hinwandten, siehe, da erschien die Herrlichkeit des Herrn in der Wolke.”

Im Neuen Testament wird der hebräische Begriff kabod mit doxa wiedergegeben und meistens mit Herrlichkeit übersetzt. Wichtig dabei ist, welche Rolle der Himmel dabei spielt. Heute geht man davon aus, dass der Himmel der letzte Schauplatz ist, dort würde so meint man alles in der Zukunft liegende stattfinden. Dies ist ein nachbiblisches Konzept, dass in den ersten Jahrhunderten nach der Niederschrift des Neuen Testamentes entstand aber keine biblische Grundlage hat. Die Herrlichkeit offenbart sich zwar vom Himmel her, aber das Ziel ist die Erneuerung und Verwandlung der geschaffenen Welt und besonders der Menschheit. Der Schauplatz dieser Ereignisse ist also die Erde. Hier findet die Zukunft statt, Matthäus 24, 30: “Und dann wird das Zeichen des Sohnes des Menschen am Himmel erscheinen; und dann werden wehklagen alle Stämme des Landes, und sie werden den Sohn des Menschen kommen sehen auf den Wolken des Himmels mit großer Macht und Herrlichkeit.” Christen erwarten diese Ankunft Christi sehnsüchtig, Philipper 3, 20: “Denn unser Bürgerrecht ist in (den) Himmeln, von woher wir auch (den) Herrn Jesus Christus als Retter erwarten, der unseren Leib der Niedrigkeit umgestalten wird zur Gleichgestalt mit seinem Leib der Herrlichkeit, nach der wirksamen Kraft, mit der er vermag, auch alle Dinge sich zu unterwerfen.” Wie diese beiden Schriftstellen auch weiterhin aussagen, steht Jesus im Mittelpunkt auch der Herrlichkeit, Hebräer 1, 1: “Nachdem Gott vielfältig und auf vielerlei Weise ehemals zu den Vätern geredet hat in den Propheten, hat er am Ende dieser Tage zu uns geredet im Sohn, den er zum Erben aller Dinge eingesetzt hat, durch den er auch die Welten gemacht hat; er, der Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und Abdruck seines Wesens ist

   

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