bringt unter das Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist. Ich elender Mensch! Wer wird mich retten von diesem Leibe des Todes? Ich danke Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn! Also diene ich nun selbst mit dem Sinn dem Gesetz Gottes, mit dem Fleisch aber dem Gesetz der Sünde.”

Paulus hielt sich für gerecht und er dachte, Gottes Willen zu kennen und dass er ihn auch durch das Halten des Gesetzes erfüllte. Er erkannte nicht die Tiefe und Bedeutung des Gesetzes in seiner ganzen Fülle, Er hatte nur ein sehr oberflächliches Verständnis. Da trat Christus in sein Leben und Paulus wurden die Augen geöffnet. Nun erkannte er die Tragweite und Bedeutung des Gesetzes. Jetzt wurde ihm klar was beispielsweise Begierde bedeutet und er sah sich selbst in einem anderen Licht. Nicht mehr war er der Gerechte, der doch alle Forderungen Gottes erfüllte, sondern der Sünder, der blind war und Gottes Absicht nicht verstanden hatte. Christus öffnete ihm die Augen und Paulus sah zum ersten Mal sich selbst so, wie Christus ihn die ganze Zeit schon gesehen hatte und Paulus nahm den inneren Kampf in seinen Gliedern und Gedanken war und realisierte, dass er allein auf sich gestellt chancenlos war. Diesen Kampf konnte er nicht aus eigener Kraft gewinnen. Er brauchte eine Hilfe und er wußte, das die einzige wirkame Hilfe von Christus kommen würde, Nur Jesus konnte ihn heilen, so wie es schon in Jesaja 53, 5 heißt: “Doch er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Sünden willen. Die Strafe lag auf ihm zu unserm Frieden, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden.” Dies erkannte Paulus. Durch welches Mittel heilt uns Jesus? Er braucht eine Grundlage, ein wirksames Instrument. Paulus erkannte in Römer 7, dass Jesus das Gesetz dazu benutzt. Durch das Gesetz kommt die Erkenntnis der Sünde in einem alles umfassenden Sinn und wer die Tiefe, Breite, Länge und Höhe dieses Gesetzes erkannt hat, versteht Jesus vollkommen.  Wer sagt, dass es abgeschafft sei, nimmt Jesus die Grundlage für seine Arbeit an den von seinem Vater Berufenen, die dieser ihm zur Ausbildung übergeben hat. Jesus benutzt das Gesetz zum Heilen und zur Wiederherstellung des Menschen in seinen ursprünglich beabsichtigten Zustand der Reinheit.

Reinheit ist der nächste Punkt, der hier erörtert werden soll, wobei die kultische und physische Reinheit nicht behandelt wird. Hier interessiert nur die persönliche Beziehung des Menschen zu Gott und umgekehrt. Hiob stellt dazu eine interessante Frage, Hiob 25, 4: “Wie könnte ein Mensch gerecht sein vor Gott, und wie könnte rein dastehen ein von der Frau Geborener?” Die Antwort gibt schon das Alte Testament durch David in Psalm 51, 12: “Erschaffe mir Gott ein reines Herz, und erneuere in mir einen festen Geist.” Das hebräische Wort für rein bedeutet soviel wie unvermischt und gediegen, also schuldlos oder rein von Sünde sein. Eine ursprüngliche Reinheit herzustellen ist dem Menschen nicht möglich, sie muss anfänglich von Gott hergestellt werden bevor der Christ seinen Teil tun kann und auch dazu aufgefordert wird. So beginnt Gott den Prozess, wie in der Apostelgeschichte 15, 8 beschrieben: “Und Gott, der Herzenskenner, gab ihnen Zeugnis, indem er ihnen den Heiligen Geist gab wie auch uns; und er machte keinen Unterschied zwischen uns und ihnen, da er durch den Glauben ihre Herzen reinigte.” Das griechische Wort katharizo bedeutet vom Schmutz zu reinigen und befreien, in diesem Sinne von dem Schmutz und der Schuld der Sünde. Durch wen vollbringt Gott diese Tat? Hebräer 9, 13: “Denn wenn man das Blut von Böcken und Stieren und die Asche einer jungen Kuh, auf die Unreinen gesprengt, zur Reinheit des Fleisches heiligt, wieviel mehr wird das Blut des Christus, der sich selbst durch den ewigen Geist (als Opfer) ohne Fehler Gott dargebracht hat, euer Gewissen reinigen von toten Werken, damit ihr dem lebendigen Gott dient.” Gott vollzieht die Reinigung durch seinen Sohn und er setzt diese Reinigung als einen Prozess fort, Johannes 15, 2: “Jede Rebe an mir, die nicht Frucht bringt, die nimmt er weg; und jede, die Frucht bringt, die reinigt er, daß sie mehr Frucht bringe. Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe.” Der Vater beginnt diesen Reinigungsprozess und ist an der fortwährenden Reinigung beteiligt. Die Person, die die Absicht des Vaters verstanden hat, wird ihren Teil zu dieser Reinigung beitragen, wie es im 1. Johannes 3, 2 dargelegt ist: “Geliebte, jetzt sind wir Kinder Gottes, und es ist noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden; wir wissen, daß wir, wenn es offenbar werden wird, ihm gleich sein werden, denn wir werden ihn sehen, wie er ist. Und jeder, der diese Hoffnung auf ihn hat, reinigt sich selbst, wie er rein ist.” Jesus wird hier als das große Beispiel hingestellt. Er ist rein und jeder, der ihm nachfolgen will, soll so rein sein wie er. Petrus drückt es folgendermaßen aus, 1. Petrus 1, 22: “Da ihr eure Seelen durch den Gehorsam gegen die Wahrheit zur ungeheuchelten Bruderliebe gereinigt habt, so liebt einander anhaltend aus reinem Herzen!” Wer der

   

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