ihr nicht, daß wir, so viele auf Christus Jesus getauft wurden, auf seinen Tod getauft worden sind? So sind wir nun begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus aus den Toten auferweckt worden ist durch die Herrlichkeit des Vaters, so auch wir in Neuheit des Lebens wandeln.” Vers 19 schließt den Gedankengang durch folgende Aufforderung ab: “Ich rede menschlich wegen der Schwachheit eures Fleisches. Die wie ihr eure Glieder (früher) der Unreinheit und der Gesetzlosigkeit zur Gesetzlosigkeit als Sklaven zur Verfügung gestellt habt, so stellt eure Glieder jetzt der Gerechtigkeit zur Heiligkeit als Sklaven zur Verfügung!” Heiligkeit (griechisch: hagiasmos) bezeichnet den Stand des Geheiligtsein, das Resultat eines Prozesses. Dem Christen wird die Befähigung zum Heiligsein zugesprochen, weil Gott heilig ist.

Wie im Alten Testament, so erfordert die zugesprochene Heiligkeit auch einen dementsprechenden Wandel, 1. Petrus 1, 14: “Als Kinder des Gehorsams paßt euch nicht den Begierden an, die früher in eurer Unwissenheit (herrschten), sondern wie der, welcher euch berufen hat, heilig ist, seid auch ihr im ganzen Wandel heilig! Denn es steht geschrieben: “Seid heilig, denn ich bin heilig.” In 2. Mose 19, 6 heißt es: “Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und eine heilige Nation sein ...”An dieser Forderung hat sich nichts geändert, auch von Christen verlangt Gott sie, 1. Petrus 2, 9: “Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, eine heilige Nation, ein Volk zum Besitztum, damit ihr die Tugenden dessen verkündigt, der euch aus der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht berufen hat ...” Konsequenterweise fordert Jakobus in Kapitel 4, 8: “Naht euch Gott! Und er wird sich euch nahen. Säubert die Hände, ihr Sünder, und reinigt die Herzen, ihr Wankelmütigen!”

Die Heiligung seines Volkes ist ein Teil von Gottes heilsgeschichtlichen Plan, er hat sie von Anfang an gewollt. 1. Thessalonicher 4, 3: “Denn dies ist Gottes Wille: eure Heiligung, daß ihr euch von der Unzucht fernhaltet, daß jeder von euch sich sein eigenes Gefäß in Heiligung und Ehrbarkeit zu gewinnen wisse, ...” Ein Teil seiner Berufung ist damit verbunden, Vers 7: “Denn Gott hat uns nicht zur Unreinheit berufen, sondern in Heiligung.” Sie ist noch nicht abgeschlossen, wird aber von Gott vollendet werden, Kapitel 5, 23: “Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch völlig, und vollständig möge euer Geist und Seele und Leib untadelig bewahrt werden bei der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus!” Der Christ hat allerdings seine Aufgabe ebenfalls ernst zu nehmen, Hebräer 12, 14: “Jagt dem Frieden mit allen nach und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn schauen wird; ...”

Wie schon am Anfang erwähnt, wird Gott auch als der Heilige Israels bezeichnet, der sein Volk heiligt. So ist es der Gottessohn im Neuen Testament, der die Seinen erlöst und heiligt. Durch seinen Sühnetod ist Jesus für uns zur Heiligung und zur Erlösung geworden, 1. Korinther 1, 30: “Aus ihm aber (kommt es, daß) ihr in Christus Jesus seid, der uns geworden ist Weisheit von Gott und Gerechtigkeit und Heiligkeit und Erlösung; ...” Jesus selbst wird auch als der Heilige Gottes bezeichnet, Johannes 6, 68: “Simon Petrus antwortete ihm: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens; und wir haben geglaubt und erkannt, daß du der Heilige Gottes bist.” Jesus ist der Herr der Gemeinde und Richter der Welt, er ist der Heilige und der Wahrhaftige, Offenbarung 3, 7: “Und dem Engel der Gemeinde in Philadelphia schreibe: Dies sagt der Heilige, der Wahrhaftige, der den Schlüssel Davids hat, der öffnet und niemand wird schließen, und schließt, und niemand wird öffnen ...” So wie der Erlöser der Christen heilig ist, so sollen auch die, die von ihm erlöst worden sind heilig sein und die ihnen zugesprochene Heiligkeit beinhaltet auch die Verpflichtung, einen solchen Lebenswandel als Zeuge Jesu Christi an den Tag zu legen.

Im zweiten Teil soll das Konzept der Reinheit näher betrachtet werden.

Die Aufklärung hat den westlichen Menschen gelehrt, dass er gut sei und sofern seine Umstände seinem Gutsein entsprechen er in einem paradiesischen Zustand leben würde. Die Ideale der Aufklärung wurden in den Schützengräben des Ersten Weltkrieges begraben. In dem sinnlosen Abschlachten von Hundertausenden von Soldaten vor Verdun und an der Marne hat sich das Gutsein des Menschen als eine Illusion herausgestellt.

Was sagt Gott durch sein Wort über die Menschen? Schon in 1. Mose 6, 5 sagt er: “Und der Herr sah, daß die Bosheit des Menschen auf der Erde groß war und alles Sinnen der Gedanken seines Herzens nur böse den ganzen Tag.” Das zugrundeliegende hebräische Wort für Bosheit steht im Gegensatz zu gut und beschreibt eine Einstellung der sittlichen Verwahrlosung und bösartigen Einstellung. Gott steht mit seiner Beschreibung des Menschen in einem krassen Gegensatz zu der Philosophie der Aufklärung und seine Beschreibung ändert sich auch nicht im Verlauf der Geschichte. So läßt er den Propheten

   

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