Heiligkeit und dies bedeutete für den Einzelnen eine Trennung von Gebräuchen und Kulthandlungen fremder Religionen.  Das betrifft auch den ethischen Umgang mit dem Nächsten indem sie das Gesetz Gottes einhalten, 2. Mose 20, 7: “So sollt ihr euch heiligen und sollt heilig sein, denn ich bin der Herr, euer Gott, und sollt meine Ordnungen einhalten und sie tun. Ich bin der Herr, der euch heiligt.” Durch seine Gebote werden die Israeliten zu einem heiligen Volk und zu Repräsentanten Gottes für die umliegenden Völker, 5. Mose 26, 18: “Und der Herr hat dich heute sagen lassen, daß du ihm ein Eigentumsvolk sein willst, wie er zu dir geredet hat, und daß du alle seine Gebote bewahren willst und daß er dich als höchste über alle Nationen stellen will, die er gemacht hat, zum Ruhm und zum Namen und zum Schmuck und daß du dem Herrn, deinem Gott, ein heiliges Volk sein willst, wie er geredet hat.” So ist Israel Gott ein heiliges Volk, wenn es die Tora hält. Damit sie in dem Zustand der Heiligkeit blieben, gab Gott ihnen ein Heiligkeitsgesetz (3. Mose 17 – 26) und sollten sie sich aus dem Zustand der Heiligkeit entfernen, so waren in diesem Gesetz die Anordnungen der Wiederherstellung.

Weil Gott heilig ist, soll auch sein Volk heilig sein und das bedeutet, seiner Berufung durch Gott würdig zu leben. Das Wesen des Volkes und was ihm geboten ist, sind sehr eng miteinander verbunden. Ein heiliger Gott verlangt Heiligkeit von seinem Volk und dies bedeutet für die Berufenen, ein sittlich vollkommenes Leben zu führen. Gott will den ganzen Menschen heiligen, sowohl sein äußeres kultisch-rituelles Verhalten als auch sein Sinnen, Dichten und Trachten. So hat Gott den siebten Tag geheiligt, er hat ihn vor allen anderen Tagen ausgezeichnet, 1. Mose 2, 3: “Und Gott segnete den siebten Tag und heiligte ihn: denn an ihm ruhte er von all seinem Werk, das Gott geschaffen hatte, indem er es machte.” Gott schuf damit die Voraussetzung, damit der Mensch diesen Tag heiligen kann, indem er keinerlei Arbeit an ihm verrichtet, 2. Mose 20, 8: “Denke an den Sabbattag, um ihn heilig zu halten.” Neben diesem äußeren Aspekt sollte Israel auch sittlich ein heiliges Leben führen und durch seine ganze Existenz die Wirklichkeit seines Gottes als den Einen und Wahren vor der Welt bezeugen, Jesaja 43, 10: “Ihr seid meine Zeugen, spricht der Herr, und mein Knecht, den ich erwählt habe, damit ihr erkennt und mir glaubt und einseht, daß ich es bin. Vor mir wurde kein Gott gebildet, und nach mir wird keiner sein. Ich, ich bin der Herr, und außer mir gibt es keinen Retter. Ich habe verkündigt und gerettet und hören lassen, und kein fremder (Gott) war unter euch. Und ihr seid meine Zeugen, spricht der Herr: ich bin Gott. Ja, auch weiterhin bin ich es, und da ist niemand, der aus meiner Hand errettet. Ich wirke, und wer kann es rückgängig machen? So spricht der Herr, euer Erlöser, der Heilige Israels ...”

Der äußere Aspekt der Heiligkeit tritt im Neuen Testament zurück, wird aber auch dort berücksichtigt. Besonderen Wert wird auf die innere Heiligkeit gelegt. Paulus baut die Brücke zwischen den Heiligen Israels und den Berufenen des NeuenTestaments, Römer 11, 16: “Wenn aber das Erstlingsbrot heilig ist, so auch der Teig; und wenn die Wurzel heilig ist, so auch die Zweige. Wenn aber einige der Zweige herausgebrochen worden sind und du, der du ein wilder Ölbaum warst, unter sie eingepfropft und der Wurzel und der Fettigkeit des Ölbaums mit teilhaftig geworden bist, so rühme dich nicht gegen die Zweige! Wenn du dich aber gegen sie rühmst – du trägst nicht die Wurzel, sondern die Wurzel dich.” Wie die Israeliten als Heilige Gottes angesehen wurden, so sind es im Neuen Testament die von Gott Berufenen, Römer 1, 7:  “Allen Geliebten Gottes, berufenen Heiligen in Rom: Gnade euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!” Das griechischen Wort hagios, das hier für Heilige steht, hat mit hagnos (züchtig, rein) die Wurzel hag gemeinsam. Vorgestellt wird sich eine Trennung und Enthaltung von irdischer Beschmutzung und Teilhabe an Gottes Reinheit Gemeint ist nicht so sehr eine kultische denn eine moralische Heiligkeit. Heilige können sich die Christen nicht aus eigener Kraft nennen, sie werden Geheiligte durch Christus, 1. Korinther 6, 11: “Und das sind manche von euch gewesen; aber ihr seid abgewaschen, aber ihr seid geheiligt, aber ihr seid gerechtfertigt worden durch den Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist unseres Gottes.” Das griechische Wort hagiazo bedeutet, daß man in erster Linie Gemeinschaft und Verbindung mit Gott hat, die Wiederum mit einer Trennung von der Welt einhergeht. Die zugesprochene Heiligkeit geschieht durch den sühnenden Tod Jesu, durch sein Blut, Hebräer 13, 12: “Darum hat auch Jesus, um das Volk durch sein eigenes Blut zu heiligen, außerhalb des Tores gelitten.” Die passive Verbform hegiasmenoi verrät, dass die Heiligkeit von Gott geschenkt wurde durch Jesus, der sich für sie als Opfer geheiligt hat, Johannes 17, 19: “...und ich heilige mich selbst für sie, damit auch sie Geheiligte seien durch Wahrheit.” Der Prozess der Heiligung beginnt mit der Taufe wie schon 1. Konrinther 6, 11 gezeigt und Römer 6, 3 sie schildert: “Oder wißt

   

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