Der Weg

Vom Werden und Sein eines Christen

Von der Heiligung über die Reinigung und Verherrlichung zur Christusähnlichkeit

von Hans-Erwin Schotten

 

Wir leben im Zeitalter des Aberglaubens. Nach dem Zusammenbruch des bürgerlichen Christentums im neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert gibt es keine gemeinsame geistige Grundlage mehr. Jeder kann sich im Supermarkt der Religionen und Mystik nach eigenen Vorstellungen bedienen. Der Esoterikmarkt boomt und setzt Milliarden um und derjenige, der nicht so recht was finden kann, kehrt zum astrologischen Aberglauben zurück. Wie Wilhelm Raabe einmal so schön sagte: “Meine tägliche Illusion gib mir heute.” Wer so etwas noch von sich selbst ehrlich sagen kann, ist noch nicht dem Aberglauben verfallen aber mit dieser Einsicht ist es wohl nicht weit her. Leider zieht der Aberglauben oftmals auch den Satansglauben hinter sich her und da, wo Gott aus dem Bewußtsein verschwindet, nimmt Satan seinen Platz ein. Dies haben die Menschen des zwanzigsten Jahrhunderts erlebt und darunter enorm gelitten, viele haben ihr Leben auf grausamste Art und Weise verloren.

Für diejenigen, die noch auf der Suche sind, soll dieser Artikel helfen, sie Gott wieder näher zubringen und seinen Plan mit dem von ihm geschaffenen Menschen verdeutlichen. Die dabei in der Bibel verwandten Begriffe sind von Politikern, Philosophen und Theologen häufig für ihre eigenen Zwecke mißbraucht worden. Auf diesen Mißbrauch soll hier nicht weiter eingegangen werden, hier wird nur der biblische Gebrauch zugrunde gelegt.

Warum als erste Überschrift “Der Weg”? Am Anfang wurden diejenigen, die Jesus nachfolgen wollten, nicht Christen genannt, sie verstanden sich selbst als Menschen, die auf einem bestimmten Weg waren, wie Apostelgeschichte 19, 23 es auch ausdrückt. “Es entstand aber um jene Zeit ein nicht geringer Aufruhr betreffs des Weges.” Es war für sie ein Lebensweg und Lebenswandel mit Ziel. Er sollte sie zu jemanden führen und ein bestimmtes Resultat haben. Dies wird im Verlauf des Artikels verdeutlicht. Für sie war es auch ein Weg oder eine Art der Gottesverehrung.

Die nachfolgenden Begriffe Heiligung, Reinigung und Verherrlichung sind nicht voneinander zu trennen, so dass es in der Behandlung des Themas häufiger zu Überschneidungen kommen wird oder auch Bibelstellen auf zwei Begriffe zutreffen. Zudem sind einige Wörter in den Originalsprachen miteinander verwandt.

In diesem Artikel können nicht alle Aspekte behandelt werden, dies würde den Rahmen mehr als sprengen. Der Leser möge das Geschriebene als eine Anregung sehen und mit entsprechenden Nachschlagewerken das Thema tiefer und gründlicher erforschen.

Die Begriffe werden sowohl im Alten als auch im Neuen Testament beleuchtet und es wird dabei klar werden, dass die Trennung zwischen diesen beiden Teilen der Bibel künstlich und menschlich ist aber nicht biblisch und nicht gottgewollt, wobei es durchaus eine Verlagerung des Schwerpunktes geben kann aber die Bedeutung und der Inhalt identisch bleiben.

Gott stellt sich im Alten Testament als der Heilige vor, 3. Mose 19, 2: “ Rede zu der ganzen Gemeinde der Söhne Israel und sag zu ihnen: Ihr sollt heilig sein; denn ich, der Herr, euer Gott, bin heilig. “ So auch in Hosea 11, 9: “Nicht ausführen will ich die Glut meines Zornes, will nicht noch einmal Ephraim vernichten. Denn Gott bin ich und nicht ein Mensch, in deiner Mitte der Heilige: ich will nicht in Zornglut kommen.” Das hebräische Wort qados meint soviel wie abgesondert und ist vielleicht mit qadad verwandt und bedeutet dann auch abschneiden. Heilig ist somit ein Verhältnisbegriff, wobei der Mensch das Wesen des heiligen Gottes durch das Studium seines Wortes erfährt.

Wenn Gott sich als der Heilige bezeichnet, dann meint er damit, dass er frei von Unreinheit und menschlichen Betrügereien und Hinterlistigkeiten ist. Er steht damit im Gegensatz zur menschlichen Unzuverlässigkeit und Treulosigkeit, die er in seinem Volk Israel immer wieder begegnet ist, Jesaja 30, 11: “Weicht ab vom Weg, biegt ab vom Pfad! Laßt uns in Ruhe mit dem Heiligen Israels! Darum, so spricht der Heilige Israels: Weil ihr dieses Wort verwerft und auf Unterdrückung und Arglist vertraut und euch darauf stützt, darum wird für euch diese Schuld wie ein sturzbringender Riß sein, der sich vorschiebt an einer hochragenden Mauer, deren Zusammenbruch in einem Augenblick, plötzlich kommt ... Denn so spricht der HERR, Herr, der Heilige Israels: Durch Umkehr und durch Ruhe werdet ihr gerettet.”

Wie schon aus der ersten zitierten Schrifstelle zu ersehen ist, verlangt Gott von denen, die in seiner Nähe sind oder sich als sein Volk oder Eigentum betrachten wollen ebenfalls

Sabbat-Hausgemeinden - Online-Portal - ArtikelSabbat-Hausgemeinden - Online-Portal - Lieder - mp3Sabbat-Hausgemeinden - Online-Portal - AktuellesSabbat-Hausgemeinden - Online-Portal - BroschürenHGT-Evangeliumsdienst f. Sabbat-Hausgemeinden - Online-Portal - SitemapSabbat-Hausgemeinden - Online-Portal - ForumSabbat-Hausgemeinden - Online-Portal - Audio's - mp3Textfeld: Hausgemeindetreff  -  Einmütig beieinander
Christliches Online-Portal für Sabbat-Hausgemeinden
Aquarell v. Magdalena Schotten - Häuserzeile

   

   Home   Artikel   Broschüren   Predigt mp3s   Lieder mp3s   Bildergalerie   Kontakt   HGT-Gruppe   Neue Website

  

Hausgemeindetreff - Evangeliumsdienst, Hans-Erwin & Magdalena Schotten, E-Mail: hausgemeindetreff@t-online.de