trinkt, wird wieder dürsten; wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm geben werde, den wird nicht dürsten in Ewigkeit, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm eine Quelle Wassers werden, das ins ewige Leben quillt.” Wasser in der Symbolik reinigt und gibt ewiges Leben.

Verse 12 – 17: “Als er nun ihre Füße gewaschen und seine Oberkleider genommen hatte, legte er sich wieder zu Tisch und sprach zu ihnen: Wißt ihr, was ich euch getan habe? Ihr nennt mich Lehrer und Herr, und ihr sagt recht, denn ich bin es. Wenn nun ich, der Herr und der Lehrer, eure Füße gewaschen habe, so seid auch ihr schuldig, einander die Füße zu waschen.  Denn ich habe euch ein Beispiel gegeben, daß ihr tut, wie ich euch getan habe. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ein Sklave ist nicht größer als sein Herr, auch ein Gesandter nicht größer als der, der ihn gesandt hat. Wenn ihr dies wißt, glückselig seid ihr, wenn ihr es tut.” Am Anfang des Gebotes der Fußwaschung stellt Jesus fest, dass seine Jünger ihn richtigerweise Lehrer und Herr nennen. Das Wort Lehrer steht in bezug zu Lernender. Seine Jünger drücken damit aus, dass sie von Jesus lernen und es in ihrem eigenen Leben umsetzen. Wenn Jesus mit Herr von seinen Jüngern angeredet wird, dann schwingt da schon eine göttliche Verehrung mit und zeigt die Überlegenheit und Herrschaft Gottes an, die durch seine Jünger anerkannt wird und Jesus bestätigt sie in dieser Sichtweise. Als Lehrer und Herr hat Jesus die Autorität, ihnen das Gebot der Fußwaschung zu geben. Das “schuldig sein” drückt die Verpflichtung aus und da der Ausdruck in der Gegenwart steht, wird deutlich, dass es sich um ein fortwährendes Gebot handelt. Die Betonung in Vers 16 liegt nicht auf dem Dienst der Sklaven, sondern auf dem Gebot des Herrn. Es zeigt seine Autorität, er kann gebieten und eingebettet ist dieses Gebot  in ein umfassenderes, Kapitel 15, 9: “Wie der Vater mich geliebt hat, habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe! Wenn ihr meine Gebote haltet, so werdet ihr in meiner Liebe bleiben, wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe. Dies habe ich zu euch geredet, damit meine Freude in euch sei und eure Freude völlig werde. Dies ist mein Gebot, daß ihr einander liebt, wie ich euch geliebt habe.” Das Gebot der gehorsamen Liebe ist der Rahmen, in dem die Fußwaschung steht. So beginnt der Bericht und wird danach in diesem Tenor fortgesetzt. Schon in Vers 34 von Kapitel 13 sagt Jesus: “Ein neues Gebot gebe ich euch, daß ihr einander liebt, damit, wie ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebt. Daran werden alle erkennen, daß ihr Liebe untereinander habt.”  Jesus nennt seine Jünger auch nicht Sklaven, sie sind seine Freunde, Kapitel 15, 14: “Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch gebiete. Ich nenne euch nicht mehr Sklaven, denn der Sklave weiß nicht, was sein Herr tut; euch aber habe ich Freunde genannt, weil ich alles, was ich von meinem Vater gehört, euch kundgetan habe.” Er steigert noch die Intensität der Beziehung in Kapitel 20, 17: “Jesus spricht zu ihr: Rühre mich nicht an! Denn ich bin noch nicht aufgefahren zum Vater. Geh aber hin zu meinen Brüdern und sprich zu ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater und zu meinem Gott und eurem Gott!” Bruder zu sein ist eine sehr enge und vertraute Beziehung. Sie zeigt ein tägliches intensives Miteinander auf. Liebe, Einheit, Verbundenheit, Reinheit sind wichtige Bestandteile der Fußwaschung und einander die Füße zu waschen beinhaltet auch im Namen und in der Autorität Jesu zu handeln. Wir können niemanden im geistlichen Sinn reinigen, die von Jesus gebotene Liebe von uns allein ausüben und durch unsere Bemühung allein die Einheit herstellen. Ohne Jesus ist dies unmöglich aber durch ihn ist alles dies möglich und durch ihn können wir bei der Fußwaschung Reinheit erlangen, Liebe, Einheit und Verbundenheit unter den Brüdern und Schwestern stärken. Das Gebot der Fußwaschung verlangt von Christen einiges, gibt ihnen aber auch viel. Zur Pasaahzeit ist dies ein wichtiges Gebot. Zu dieser Zeit werden Christen besonders daran erinnert, dass Gott sie aus der Sünde herausgerufen und geholt hat und dazu bereit war, seinen Sohn für uns zu geben. So sollten Christen auch dem Gebot seines Sohnes und seines Beispieles folgen. Titus 2, 11-14: “Denn die Gnade Gottes ist erschienen, heilbringend allen Menschen, und unterweist uns, damit wir die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden verleugnen und besonnen und gerecht und gottesfürchtig leben in dem jetzigen Zeitlauf, indem wir die glückselige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit unseres großen Gottes und Heilandes Jesus Christus erwarten. Der hat sich selbst für uns gegeben, damit er uns loskaufte von aller Gesetzlosigkeit und sich selbst ein Eigentumsvolk reinigte, (das) eifrig (sei) in guten Werken.”

 

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