war, dass der Vater alles in seine Hände gegeben hatte und er vom Vater ausgegangen war und wieder zu ihm zurückkehren würde. Im Bewußtsein heißt so viel wie mit innerer Überzeugung und um die volle Bedeutung zu wissen, Kapitel 9, 25: “Da antwortete er: Ob er ein Sünder ist, weiß ich nicht; eins weiß ich, daß ich blind war und jetzt sehe.” Mit solcher Klarheit hat Jesus seine Situation erkannt und mit diesem Bewußtsein ging er in die Handlung der Fußwaschung.  Bei dieser bis in Einzelheiten gehenden Beschreibung handelt es sich nicht um eine Belehrung in Gastlichkeit oder eine Handlung der Demut, wie das darauffolgende Gespräch mit Petrus zeigt.

Verse 6 – 11: “Er kommt nun zu Simon Petrus; der spricht zu ihm: Herr, du wäscht meine Füße? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was ich tue, weißt du jetzt nicht, du wirst es aber nachher verstehen. Petrus spricht zu ihm: Du sollst nie und nimmer meine Füße waschen! Jesus antwortete ihm: Wenn ich dich nicht wasche, so hast du kein Teil mit mir. Simon Petrus spricht zu ihm: Herr, nicht meine Füße allein, sondern auch die Hände und das Haupt! Jesus spricht zu ihm: Wer gebadet ist, hat nicht nötig, sich zu waschen, ausgenommen die Füße, sondern ist ganz rein; und ihr seid rein, aber nicht alle. Denn er kannte den, der ihn überlieferte; darum sagte er : Ihr seid nicht alle rein.” Petrus erkennt sofort die physische Handlung und kann diese nicht akzeptieren. Sein Herr und Meister wäscht ihm die Füße, dies wäre die Aufgabe von Sklaven und Angestellten. Petrus meinte, dies sei eine für Jesus unwürdige Demütigung. Jesus weist ihn sofort darauf hin, dass seine Handlung eine tiefere Bedeutung habe, die Petrus allerdings verborgen geblieben war. Im Verlauf des abends kommt Jesus noch einmal darauf zurück und sagt in Kapitel 14, 26: “Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.” Trotz dieses Hinweises besteht Petrus darauf, nicht von Jesus die Füße gewaschen zu bekommen. Eigentlich hätte ihn das Verhalten seines Herrn nicht so verwundern sollen, denn Jesus hatte schon in Matthäus 20, 26 auf einen wichtigen Punkt hingewiesen: “Unter euch wird es nicht so sein; sondern wenn jemand unter euch groß werden will, wird er euer Diener sein, und wenn jemand unter euch der Erste sein will, wird er euer Sklave sein; gleichwie der Sohn des Menschen nicht gekommen ist, um bedient zu werden, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.” Jesus gibt Petrus als nächstes einen Hinweis, den dieser allerdings nicht versteht. Keinen Anteil haben ist eine geistliche Angelegenheit und deutet auf die sehr enge Beziehung hin, die die Nachfolger Jesu mit ihm und unter einander haben sollten. Kapitel 17, 20: “Aber nicht für diese allein bitte ich, sondern auch für die, welche durch ihr Wort an mich glauben, damit sie alle eins seien, wie du, Vater, in mir und ich in dir, daß auch sie in uns eins seien, damit die Welt glaube, daß du mich gesandt hast. Und die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, das sie eins seien, wie wir eins sind – ich in ihnen und du in mir – daß sie in uns vollendet seien, damit die Welt erkenne, daß du mich gesandt und sie geliebt hast, wie du mich geliebt hast.” Diese Einheit hatte Judas gestört, indem er sich auf den “Durcheinanderwerfer” eingelassen hatte und Petrus versteht Jesus immer noch nicht und will jetzt ein Vollbad. Damit gibt er aber auch zu erkennen, dass die Handlung seines Herrn nicht eine Demutshandlung ist, sondern einen viel tieferen Sinn beinhaltete, den er allerdings zu diesem Zeitpunkt noch nicht begreifen konnte. Jesus sagt ihm, wer gebadet hat ist rein und er betont dabei, dass sie alle ganz rein sind bis auf Judas. Ganz ist hier im Sinne von alles gebraucht und rein als sauber im geistlichen Sinn von der Verschmutzung und Schuld der Sünde, Kapitel 15, 2: “Jede Rebe an mir, die nicht Frucht bringt, die nimmt er weg; und jede, die Frucht bringt, die reinigt er, daß sie mehr Frucht bringe. Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe. Bleibt in mir und ich in euch! Wie die Rebe nicht von sich selbst Frucht bringen kann, sie bleibe denn am Weinstock, so auch ihr nicht, ihr bleibt denn in mir.” Das Wort Gottes hat eine reinigende Wirkung wie auch der Schreiber des Hebräerbriefes wußte, Hebräer 4, 12: “ Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und durchdringt bis zur Scheidung von Seele und Geist, sowohl der Gelenke als auch des Markes, und ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens; ...” Paulus schreibt dazu in Epheser 5, 25-27: “Ihr Männer, liebt eure Frauen! Wie auch der Christus die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat, um sie zu heiligen, (sie) reinigend durch das Wasserbad im Wort, damit er die Gemeinde sich selbst verherrlicht darstellte, die nicht Flecken oder Runzeln oder etwas dergleichen habe, sondern daß sie heilig und tadellos sei.” Paulus bezeichnet die Wirkung des Wortes Gottes wie ein Wasserbad. Das Wort hat eine reinigende Wirkung und Wasser wird als Symbol dafür benutzt, so ist es auch mit Wasser als Symbol für das ewige Leben, Kapitel 4, 13: “Jesus antwortete und sprach zu ihr: Jeden, der von diesem Wasser

   

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