Paulus wußte, dass er von Jesus zu einem Botschafter berufen war, er sollte das Evangelium in die Welt hinaustragen. Beständig unterwegs zu sein, von Gemeinde zu Gemeinde oder von einem Ort zum anderen, um Gemeinden zu gründen, hatte er genügend Gelegenheit, über Zehnten und Opfer zu reden und zu schreiben. Zum Unterhalt seiner eigenen Person schreibt er in 1. Korinther 9, 4: “Haben wir etwa kein Recht, zu essen und zu trinken? Haben wir etwa kein Recht, eine Schwester als Frau mitzunehmen wie die übrigen Apostel und die Brüder des Herrn und Kephas? Oder haben allein ich und Barnabas kein Recht, nicht zu arbeiten? ... Denn in dem Gesetz Mose steht geschrieben:  “Du sollst dem Ochsen, der da drischt, nicht das Maul verbinden." Ist Gott etwa um die Ochsen besorgt? ... Wenn wir euch das Geistliche gesät haben, was ist es da Großes, wenn wir von euch das Irdische ernten? ... Wißt ihr nicht, daß die, welche die heiligen Dienste tun, aus dem Tempel essen, daß die, welche am Altar tätig sind, Anteil am Altar haben? So hat auch der Herr denen, die das Evangelium verkündigen, verordnet, vom Evangelium zu leben.” Paulus zitiert durchaus das Alte Testament aber er bezieht sich nicht auf den Zehnten. Dies konnte er auch nicht, da er kein Levit war, sondern ein Benjamenit. Seine Begründung zu seiner Unterstützung bezieht er aus anderen Schriftstellen. Er sagt den Korinthern in 2. Korinther 11: 7: “Oder habe ich eine Sünde begangen, als ich mich selbst erniedrigte, damit ihr erhöht würdet, indem ich euch das Evangelium Gottes umsonst verkündigt habe? Andere Gemeinden habe ich beraubt, indem ich Lohn nahm zum Dienst an euch. Und als ich bei euch war und Mangel litt, fiel ich niemand zur Last – denn meinem Mangel halfen die Brüder ab, die aus Mazedonien kamen – und ich hielt mich in allen (so, daß ich) euch nicht zur Last (fiel) und werde mich (so) halten.”  In diesem Sinne rühmte er auch die Philipper in Kapitel 4, 15: “Ihr wißt aber auch, ihr Philipper, daß im Anfang des Evangeliums, als ich aus Mazedonien wegging, keine Gemeinde mich am gegenseitigen Geben und Empfangen beteiligt hat als nur ihr allein. Denn sogar (schon, als ich) in Thessalonich (war), habt ihr mir nicht nur einmal, sondern zweimal für meinen Bedarf gesandt.” Paulus ließ sich von seinen Gemeinden unterstützen und freute sich darüber, dass die Philipper so eifrig darin waren aber er erwähnt nicht den Zehnten. Das allgemeine Prinzip, nach dem die Gemeinden handeln sollten, legt er in Galater 6, 6 fest: “Wer im Wort unterwiesen wird, gebe aber dem Unterweisenden an allen Gütern Anteil! Irrt euch nicht, Gott läßt sich nicht verspotten! Denn was ein Mensch sät, das wird er auch ernten.” Paulus verlangt großzügiges Geben aus einem freudigen Herzen, das gerne bereit ist, das Evangelium zu unterstützen, dabei sollten Bedürftige nicht übersehen werden, 1. Korinther 16, 1: “Was aber die Sammlung für die Heiligen betrifft, macht auch ihr es so, wie ich es für die Gemeinden von Galatien angeordnet habe! An jedem ersten Wochentag lege ein jeder von euch bei sich zurück und sammle an, damit nicht (erst) dann, wenn ich komme, Sammlungen geschehen.” Paulus gibt hier zwei wichtige Hinweise: erstens sollten Bedüftige unterstützt werde, wie das Alte Testament auch lehrt und zweitens sollte die Sammlung nicht an einem heiligen Tag wie dem Sabbat abgehalten werden. Paulus hielt den Sabbat und wollte ihn nicht dazu benutzen, Waren und Geld zu sammeln. Das sollte an einem gewöhnlichen Wochentag geschehen, wie hier am ersten Tag der Woche. Auch in diesem Punkt stimmt er mit den Aussagen des Alten Testaments überein.

Christen sind nach den klaren Aussagen der Bibel dazu verpflichtet, das Evangelium zu unterstützen und sich um Bedürftige zu kümmern aber dies soll auf der Basis der Opfer geschehen und nicht als Zehnten betrachten und eingefordert werden.

 

 

Hausgemeindetreff

Hans-Erwin Schotten

   

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