Landes, die Rechtsberater und Richter, sie sorgten für die Unterhaltung, indem sie die Musikabteilung bildeten. Für diese umfangreiche Arbeit sollten sie einen Zehnten erhalten,

Kapitel 18, 20: “Und der Herr sprach zu Aaron: In ihrem Land sollst du nichts erben und sollst keinen Anteil in ihrer Mitte haben; ich bin dein Anteil und dein Erbe inmitten der Söhne Israel. Und siehe, den Söhnen Levi habe ich den gesamten Zehnten in Israel zum Erbteil gegeben für ihre Arbeit, die sie verrichten, die Arbeit für das Zelt der Verrichtung.” Kein Prediger heute kann von sich aus behaupten, dass er diese umfangreiche Arbeit eines Leviten leistet. Wir haben für unsere Gesundheit selber aufzukommen, wir müssen uns selbst einen Rechtsanwalt nehmen und dafür kräftig bezahlen und unser bescheidenes Bildungswesen wird über unsere Steuern finanziert. Dies alles wurde aus dem Zehnten in Israel beglichen und viele Prediger heutzutage haben nur noch ein äußerst lückenhaftes Verständnis von der Bibel, so dass sich die an der Bibel umfassend interessierte Person oftmals durch den Erwerb von bibelorientierten Hilfsmitteln das Wissen selber aneignen muß. Der Zehnte, den die Leviten bekommen sollten, waren gut investierte Güter und half den Israeliten, ein gottorientiertes Leben zu führen. Bezahlten sie ihn nicht, schadeten sie sich selbst

Woraus bestand der Zehnte? 3. Mose 27, 30: “Und der ganze Zehnte des Landes, vom Samen des Landes, von der Frucht der Bäume, gehört dem Herrn; es ist dem Herrn heilig. Wenn aber jemand von seinem Zehnten (irgend etwas) einlösen will, dann soll er ein Fünftel hinzufügen. Und der ganze Zehnte von Rindern und Schafen, von allem, was unter dem Stab vorüberzieht, das Zehnte soll für den Herrn heilig sein.” Der Zehnte bestand aus Früchten, Getreide, Wein und Tieren, alles typische Produkte des Landes aber er bestand nicht in Form von Geld, daran war Gott nicht interessiert. Für ihn war der Zehnte heilig und Geld war es auf keinen Fall, daher konnte ein Priester auch niemals Geld dem Herrn darbringen. Selbst beim zweiten Zehnten, den die Israeliten während ihrer Feste selbst ausgeben sollten, war Geld nicht gefragt. Sie konnten zwar ihre Produkte verkaufen, weil es zu umständlich war, sie nach Jerusalem mitzunehmen, mußten aber dort das Geld wieder in essbare Produkte tauschen. Dreimal im Jahr verwandten sie diesen Zehnten, da sie dreimal im Jahr nach Jerusalem zogen, zur Zeit der ungesäuerten Brote, des Wochenfestes und des Laubhüttenfestes. In Jerusalem hatte Gott seinen Namen gesetzt und sonst nirgends. Kein Prediger hat heute das Recht zu sagen, dass der von ihm zu einem Treffen auserwählte Ort der von Gott bestimmte Ort ist (5. Mose 12, 4 – 19; 14, 22 – 29).

Eine beliebte Stelle, um Mitgliedern ein schlechtes Gewissen zu machen und den Zehnten “einzutreiben” ist Maleachi 3, 8: “Darf ein Mensch Gott berauben? Ja, ihr beraubt mich! – Ihr aber sagt: “Worin haben wir dich beraubt?” Im Zehnten und im Hebopfer. Mit dem Fluch seid ihr verflucht, mich aber beraubt ihr (weiterhin), ihr, die ganze Nation! Bringt den Zehnten in das Vorratshaus, damit Nahrung in meinem Haus ist! Und prüft mich doch darin, spricht der Herr der Heerscharen, ob ich euch nicht die Fenster des Himmels öffnen und euch Segen ausgießen werde bis zum Übermaß!” Der Zehnte wird dann hier gleichgesetzt mit Geld, Nahrung mit dem Wort Gottes und das Vorratshaus mit der Kirche. So steht es aber dort nicht. Diese Art der Interpretation ist willkürlich und dient nicht dem Verständnis der Bibel, sondern ist durch andere Motive hervorgerufen. Der Zehnte ist der Zehnte, der aus den landesüblichen Produkten bestand, die Nahrung sind die Produkte, von denen sich die Leviten ernährten und das Vorratshaus hat nichts mit einer Kirche zu tun, sondern mit einem Gebäude, in dem man diese Produkte aufbewahren konnte. Wo immer diese Stelle als Rechtfertigung des Zehnteneinzugs genommen wird, sollte man erhöhte Wachsamkeit an den Tag legen.

Neben den Zehnten gab es auch Opfer, die die Israeliten entweder frei nach eigenem Ermessen oder aber in einem bestimmten Rahmen geben sollten. Diese Opfer sind für uns sehr wichtig, da Paulus seine Argumentation zum Teil auf ihnen aufbaut. Paulus begründet das Geben von Opfern nicht aus der Luft heraus nach seinem Gefühl, sondern seine Begründungen bezieht er aus dem Alten Testament. Ein Opfer der Israeliten war befohlen aber doch nicht genau definiert, 5. Mose 24, 19: “Wenn du deine Ernte auf deinem Feld einbringst und hast eine Garbe auf dem Feld vergessen, sollst du nicht umkehren, um sie zu holen. Für den Fremden, für die Waise und für die Witwe soll sie sein, damit der Herr, dein Gott, dich segnet in allem Tun deiner Hände. Wenn du deine Olive abschlägst, sollst du nicht

   

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