Zehnte und Opfer - was zählt heute?

                                                     von Hans-Erwin Schotten

 

Jede an der Bibel interessierte Person wird beim Durcharbeiten des Buches auf den Zehnten stoßen und sich Gedanken über ihn machen, ob er heute noch zutrifft und wer ihn bekommen sollte. Diejenigen, die in den Volkskirchen sind, brauchen sich über dieses Thema nicht den Kopf zu zerbrechen, da ihnen die Kirchensteuer, ohne das sie gefragt werden, schon vom Lohn abgezogen wird und der Staat diese Organisationen durch Steuergelder unterstützt ohne das die steuerzahlenden Bürger gefragt werden. Für Mitglieder in Freikirchen ist der Zehnte allerdings ein Thema und daher einer Betrachtung wert.

Die erste Erwähnung eines Zehnten ist in 1. Mose 14, 17 zu finden: “Und als er zurückkehrte, nachdem er Kedor-Laomer und die Könige, die mit ihm gewesen, geschlagen hatte, zog der König von Sodom aus, ihm entgegen, in das Tal Schawe, das ist das Königstal. Und Melchisedek, König von Salem, brachte Brot und Wein heraus; und er war Priester Gottes des Höchsten. Und er segnete ihn und sprach: Gesegnet sei Abram von Gott, dem Höchsten, der Himmel und Erde geschaffen hat! Und gesegnet sei Gott, der Höchste, der deine Bedränger in deine Hand ausgeliefert hat! – Und (Abram) gab ihm den Zehnten von allem.” Abram hatte große Beute gemacht als er die vereinigte Streitmacht seiner Gegner schlug und er wußte, dass Melchisedek Priester Gottes war und das Gott der Besitzer und Eigner der ganzen Erde war und ist. Durch die Gabe des Zehnten kannte Abram Gott als seinen Gott und Schöpfer der Erde an. Es wird an dieser Stelle nicht gesagt, dass Abram jährlich den Zehnten bezahlte von den Zuwächsen an Tier, Getreide und Früchten, die sein Eigentum waren.

Die nächsten Erwähnung wird in 1. Mose 28, 16 gemacht: “Da erwachte Jakob aus einem Schlaf und sagte: Fürwahr, der Herr ist an dieser Stätte, und ich habe es nicht erkannt! Und er fürchtete sich und sagte: Wie furchtbar ist diese Stätte! Dies ist nichts anderes als das Haus Gottes, und dies die Pforte des Himmels. Und Jakob stand früh am Morgen auf und nahm den Stein, den er an sein Kopfende gelegt hatte, und stellte ihn auf als Gedenkstein und goß Öl auf seine Spitze. Und er gab dieser Stätte den Namen Bethel. Im Anfang jedoch war Lus der Name der Stadt. Und Jakob legte ein Gelübte ab und sagte: Wenn Gott mit mir ist und mich behütet auf diesem Weg, den ich gehe, und mir Brot zu essen und Kleidung anzuziehen gibt und ich in Frieden zurückkehre zum Haus meines Vaters, dann soll der Herr mein Gott sein. Und dieser Stein, den ich als Gedenkstein aufgestellt habe, soll ein Haus Gottes werden; und alles, was du mir geben wirst, werde ich dir treu verzehnten.” Jakob erkennt Gott als den alleinigen Gott an, als seinen Beschützer, seinen Versorger und als Eigentümer der Erde. Als solchen wollte Jakob ihm die gebührende Ehre erweisen. Beide Stellen machen deutlich, dass der Zehnte allgemein bekannt war und fast beiläufig wird er als eine bekannte Größe an der folgenden Stelle erwähnt, 1. Samuel 8, 14: “Und eure besten Felder, Weinberge und Olivengärten, die wird er nehmen und sie seinen Knechten geben. Und von euren Kornfeldern und euren Weinbergen wird er den Zehnten nehmen und ihn seinen Kämmerern und Beamten geben. Und eure Knechte und eure Mägde und eure besten jungen Männer und eure Esel wird er nehmen und sie in seinen Dienst stellen. Von euren Schafen wird er den Zehnten nehmen, und ihr, ihr müßt seine Knechte sein.” Den Zehnten an den Herrn des Landes zu zahlen, war allgemein bekannt und üblich in der damaligen Zeit aber die bisher behandelten Zehnten haben nichts mit den Zehnten zu tun, die Gott Mose offenbarte. Sie hatten einen anderen Zweck und waren zum Teil an der Existenz von Gottes Priestern gebunden.

Gott gab Mose folgende Anweisung in 4. Mose 1, 47: “Die aber Leviten waren nach dem Stamm ihrer Väter, wurden nicht unter ihnen gemustert. Und der Herr redete zu Mose und sprach: Nur den Stamm Levi sollst du nicht mustern und ihre Summe nicht aufnehmen unter den Söhnen Israel, sondern setze du die Leviten (als Aufseher) ein über die Wohnung des Zeugnisses und über all ihr Gerät und über alles, was zu ihr gehört! Sie sollen die Wohnung und all ihr Gerät tragen,  und sie sollen sie bedienen und sich rings um die Wohnung herum lagern.” Die Aufgaben der Leviten waren vielfältig. Sie hatten die Sorge um die Wohnung, ein Teil von ihnen mußte die Opfer darbringen, sie hatten das Volk in den Worten Gottes zu unterrichten, so dass jeder Israelit wußte, was Gottes Gebot war; sie waren die Ärzte des

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