benopfer vor ihm euch zu Begnadung, am Nachmorgen der Feierung schwinge es der Priester.” Damit meint Buber den ersten Tag der ungesäuerten Brote. Tur-Sinai setzt den in fragestehenden Sabbat in Anführungszeichen, um anzudeuten, dass es sich hier um einen besonderen Sabbat handelt.  Einen biblischen Hinweis bekommen wir auch noch durch Josua 5,11: “Und sie aßen von dem Ertrag des Landes am Tag nach dem Passah ungesäuertes Brot und geröstete Körner, an eben diesem Tag.” Hier ist ebenfalls von dem Tag nach dem ersten Festtag der ungesäuerten Brote die Rede. Jesus gibt uns auch noch einen indirekten Hinweis, Matthäus 23, 1: “Dann redete Jesus zu den Volksmengen und zu seinen Jüngern und sprach: Auf Moses Lehrstuhl haben sich die Schriftgelehrten und die Pharisäer gesetzt. Alles nun, was sie euch sagen, tut und haltet; aber handelt nicht nach ihren Werken! Denn sie sagen es und tun es nicht.” Jesus bestätigt die Pharisäer als Lehrer, weil sie nicht vom Gesetz abgewichen waren. Die Schlußfolgerung liegt also nahe, dass der Tag des Wochenfestes vom Tag nach dem ersten Festtag der ungesäuerten Brote aus gezählt werden sollte und damit auf irgendeinen Wochentag fallen kann.

Für die Israeliten bedeutete das Wochenfest den Beginn der Weizenernte, die zu dieser Zeit reif wurde. Vor der Ernte wurde Gott das entsprechende Opfer dargebracht.

Für Christen hat dieses Fest eine sehr umfangreiche Bedeutung. Jesus Christus ist die Erstlingsfrucht dargestellt durch das Fest der Erstlingsfrüchte innerhalb des Festes der ungesäuerten Brote, 1. Korinther 15, 20: “Nun aber ist Christus aus (den) Toten auferweckt, der Erstling der Entschlafenen...” aber auch Christen werden als Erstlingsfrucht bezeichnet, Jakobus 1, 18: “Nach seinem Willen hat er uns durch das Wort der Wahrheit geboren, damit wir gewissermaßen eine Erstlingsfrucht seiner Geschöpfe seien.” Christen stellen die Erstlingsfrucht des Wochenfestes dar.

In Matthäus 16, 18 kündigte Jesus folgendes an: “Aber auch ich sage dir: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Gemeinde bauen, und des Hades Pforten werden sie nicht überwältigen.” Jesus will sich seine Gemeinde aus Israeliten und den aus den Nationen Herausgerufenen bauen und begann diesen Prozess mit dem Wochenfest nach seiner Auferstehung.. Die zwei Brote des Wochenfestes, die gesäuert gebacken werden sollten, stellen diese beide Gruppen dar. Gesäuert deshalb, weil sie noch nicht ohne jegliche Sünde sind. Epheser 2, 14: “Denn er ist unser Friede. Er hat aus beiden eins gemacht und die Zwischenwand der Umzäunung, die Feindschaft, in seinem Fleisch abgebrochen. Er hat das Gesetz der Gebote in Satzungen beseitigt, um die zwei – Frieden stiftend – in sich selbst zu einem neuen Menschen zu schaffen und die beiden in einem Leib mit Gott zu versöhnen durch das Kreuz, durch das er die Feindschaft getötet hat.”

Zudem wurde seinen Nachfolgern noch etwas versprochen, Apostelgeschichte 1, 4: “Und als er mit ihnen versammelt war, befahl er ihnen, sich nicht von Jerusalem zu entfernen, sondern auf die Verheißung des Vaters zu warten – die ihr, (sagte er), von mir gehört habt; denn Johannes taufte mit Wasser, ihr aber werdet mit Heiligem Geist getauft werden nach diesen wenigen Tagen.” Die Erfüllung sehen wir in der Apostelgeschichte 2, 1. “Und als der Tag des Pfingstfestes erfüllt war, waren sie alle an einem Ort beisammen. Und plötzlich geschah aus dem Himmel ein Brausen, als führe ein gewaltiger Wind daher, und erfüllte das ganze Haus, wo sie saßen. Und es erschienen ihnen zerteilte Zungen wie ein Feuer, und sie setzten sich auf jeden einzelnen von ihnen. Und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist ihnen gab auszusprechen ... Petrus aber sprach zu ihnen: Tut Buße und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden! Und ihr werdet die Gabe des Heiligen Geistes empfangen ... Die nun sein Wort aufnahmen, ließen sich taufen; und es wurden an jenem Tag etwa dreitausend Seelen hinzugetan.”

Paulus schreibt in 1. Korinther 16, 8: “Ich werde aber bis Pfingsten in Ephesus bleiben, ...” Die Korinther waren eine überwiegend heidnische Gemeinde und hätten mit diesem Hinweis sicherlich nichts anfangen können, wenn sie nicht dieses so wichtige christliche Fest selbst gehalten hätten. Wie alle Feste, so hat auch das Wochenfest eine tiefe christliche Bedeutung und wir können Gott sehr dankbar sein, dass er uns mit so bedeutungsvollen Festen gesegnet hat.

 

 

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Hans-Erwin Schotten

   

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