Pfingsten

                                                    von Hans-Erwin Schotten

 

Nach dem Passah, dem Fest der ungesäuerten Brote und dem Fest der Erstlingsfrüchte folgt als nächstes das Wochenfest. Diesen Namen hat es bekommen, weil sieben Wochen von einem bestimmten Datum aus gezählt werden müssen. Im Neuen Testament wird es als Pfingsten bezeichnet und bezieht seinen Namen von dem griechischen Wort “pentekoste” was soviel heißt wie der Fünfzigste.

Zur Einführung sei die Schriftstelle in 3. Mose 23 genannt, wo die Feste des Herrn niedergeschrieben sind, Vers 10: “Rede zu den  Söhnen Israel und sage zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch gebe, und ihr seine Ernte erntet, dann sollt ihr eine Gabe der Erstlinge eurer Ernte zum Priester bringen. Und er soll die Garbe vor dem Herrn schwingen zum Wohlgefallen für euch; am andern Tag nach dem Sabbat soll er sie schwingen. Und ihr sollt an dem Tag, an dem ihr die Garbe schwingt, ein einjähriges Lamm ohne Fehler zum Brandopfer für den Herrn opfern; und sein Speisopfer: zwei Zehntel Weizengrieß, mit Öl gemengt, ein Feueropfer für den Herrn, ein wohlgefälliger Geruch; und sein Trankopfer: ein viertel Hin Wein. Und Brot und geröstete Körner und Jungkorn dürft ihr nicht essen bis zu eben diesem Tag, bis ihr die Opfergabe eures Gottes gebracht habt: eine ewige Ordnung für eure Generationen in all euren Wohnsitzen. Und ihr sollt für euch zählen von dem Tag nach dem Sabbat, von dem Tag, an dem ihr die Garbe fürs Schwingopfer gebracht habt: es sollen sieben volle Wochen sein. Bis zum andern Tag  nach dem siebten Sabbat sollt ihr fünfzig Tage zählen. Dann sollt ihr dem Herrn ein neues Speisopfer darbringen. Aus euren Wohnungen sollt ihr Brot fürs Schwingopfer bringen, zwei von zwei Zehnteln Weizengrieß sollen es sein, gesäuert sollen sie gebacken werden, als Erstlinge für den Herrn. Und ihr sollt zu dem Brot hinzu sieben einjährige Lämmer ohne Fehler darbringen und einen Jungstier und zwei Widder, sie sollen ein Brandopfer für den Herrn sein, dazu ihr Speisopfer und ihre Trankopfer: ein Feueropfer als wohlgefälliger Geruch für den Herrn. Und ihr sollt einen Ziegenbock zum Sündopfer opfern und zwei einjährige Lämmer zum Heilsopfer. Und der Priester soll sie schwingen mit dem Erstlingsbrot als Schwingopfer vor dem Herrn, mit den zwei Lämmern; sie sollen dem Herrn heilig sein für den Priester. Und ihr sollt an eben diesem Tag einen Ruf ergehen lassen -–eine heilige Versammlung soll euch sein. Keinerlei Dienstarbeit dürft ihr tun: eine ewige Ordnung in all euren Wohnsitzen für eure Generationen.”

Zunächst soll das Problem der Zählung der Wochen angesprochen werden.  Eindeutig ist die Aussage insofern, dass nach einem Sabbat die Zählung beginnen soll. Die Frage ist, welcher Sabbat gemeint ist. Handelt es sich hier um den 15. Nisan, also den ersten Festtag der ungesäuerten Brote oder handelt es sich um einen wöchentlichen Sabbat, der innerhalb der Tage der ungesäuerten Brote fallen konnte? Zur Zeit Jesu gab es mehrere Interpretationen.  Diejenige, die davon ausging, dass es sich bei diesem Sabbat um den letzten Tag der ungesäuerten Bote handelte, lassen wir einmal beiseite, da sie ziemlich unwahrscheinlich ist. Die beiden Hauptgruppierungen waren die Sadduzäer und Pharisäer. Die Sadduzäer waren die Nachkommen der Priester, Sie hatten die Aufgabe, das Volk beständig über das Gesetz zu unterrichten aber leider hatten sie sich einer hellenistischen Lebensweise hingegeben und waren Kompromisse mit dem Gesetz eingegangen. Sie waren nicht mehr vertrauenswürdig. Die Sadduzäer interpretierten den Sabbat als den wöchentlichen Sabbat und kamen damit bei ihrer Zählweise auf einen Tag nach dem Sabbat, den wir heute langläufig als Sonntag bezeichnen.

Die andere Sichtweise ist die der Pharisäer. Sie waren die Gruppen, die, nachdem die Sadduzäer mit dem Gesetz Kompromisse eingegangen waren, sich treu zu ihm verhielten und das Volk darin unterrichteten. Sie zählten von dem ersten Festtag aus und kamen damit auf irgendeinen Wochentag, je nachdem auf welchen Tag der erste Festtag der ungesäuerten Brote fiel. Die griechischen Übersetzung des Alten Testamentes (LXX oder Septuaginta) übersetzte die Stelle in 3. Mose 23, 11 so, dass eindeutig der Festtag gemeint war, so auch die aramäische Übersetzung Targum. Der jüdische Philosoph Philon von Alexandria, der zur Zeit Jesu lebte, ist ebenfalls dieser Ansicht, so auch der Historiker Josephus. Martin Buber übersetzt folgendermaßen: “Er redete zu Mosche, sprechend: Rede zu den Söhnen Jisraels, sprich zu ihnen: Wenn ihr kamt in das Land, das ich euch gebe, und schneidet seinen Schnitt, bringt die Gabe des Anfangs eures Schnitts zum Priester. Er schwinge das Gar-

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