Lippendienst, wie die Geschichte danach auch deutlich aufzeigte. Israel hat die Rückrufaktion Gottes völlig falsch verstanden. Sie konnten Gott nicht zu ihren eigenen Göttern hinzunehmen, hier gilt ein entweder – oder, eine Vermischung läßt Gott nicht zu.

Stephanus fasst das Problem zusammen, Apostelgeschichte 7, 41: “Sie machten in jenen Tagen ein Kalb und brachten dem Götzenbild ein Schlachtopfer und ergötzten sich an den Werken ihrer Hände. Gott aber wandte sich ab und gab sie dahin, dem Heer des Himmels zu dienen, wie geschrieben steht im Buch der Propheten: “Habt ihr mir etwa vierzig Jahre in der Wüste Opfertiere und Schlachtopfer dargebracht, Haus Israel? Ihr nahmt das Zelt des Moloch mit und das Sternbild des Gottes Räfan, die Bilder, die ihr gemacht hattet, sie anzubeten, und ich werde euch verpflanzen über Babylon hinaus.” Unsere Väter hatten das Zelt des Zeugnisses in der Wüste, wie der, welcher zu Mose redete, befohlen hatte, es nach dem Muster zu machen, das er gesehen hatte. Und unsere Väter übernahmen es und führten es mit Josua ein bei der Besitzergreifung (des Landes) der Nationen, die Gott austrieb von dem Angesicht unserer Väter hinweg, bis zu den Tagen Davids, der Gnade fand vor Gott und eine Wohnstätte zu finden begehrte für den Gott Jakobs. Salomo aber baute ihm ein Haus. Aber der Höchste wohnt nicht in Wohnungen, die mit Händen gemacht sind, wie der Prophet spricht: “Der Himmel ist mein Thron und die Erde der Schemel meiner Füße. Was für ein Haus wollt ihr mir bauen, spricht der Herr, oder welches ist der Ort meiner Ruhe? Hat nicht meine Hand dies alles gemacht?” Ihr Halsstarrigen und Unbeschnittenen an Herz und Ohren! Ihr widerstrebt allezeit dem Heiligen Geist; wie eure Väter, so auch ihr. Welchen der Propheten haben eure Väter nicht verfolgt? Und sie haben die getötet, welche die Ankunft des Gerechten voher verkündigten, dessen Verräter und Mörder ihr jetzt geworden seid, die ihr das Gesetz durch Anordnung von Engeln empfangen und nicht befolgt habt. Als sie aber dies hörten, wurden ihre Herzen durchbohrt, und sie knirschten mit den Zähnen gegen ihn.” Wer so massiv darauf aufmerksam gemacht wird, dass er ein Götzendiener ist, obwohl die Person davon überzeugt war, Gott zu dienen, dem geht es durchaus schmerzhaft durchs Herz aber anstatt sich die Angelegenheit durch den Kopf gehen zu lassen und bei berechtigter Kritik zu bereuen und den falschen Pfad zu verlassen, kommt Hass auf und es wird nach einer Möglichkeit gesucht, sich zu rechtfertigen und denjenigen loszuwerden, der einem auf die Sünde aufmerksam macht.

Man kann diese Episode als alt und vorbei betrachten, gehört zum Alten Testament, für die Gegenwart nicht mehr relevant, wenn da nicht Paulus wäre, 1. Korinther 10, 1: “ Denn ich will nicht, daß ihr in Unkenntnis darüber seid, Brüder, daß unsere Väter alle unter der Wolke waren und alle durch das Meer hindurchgegangen sind und alle in der Wolke und im Meer auf Mose getauft wurden und alle dieselbe geistliche Speise aßen und alle denselben geistlichen Trank tranken; denn sie tranken aus einem geistlichen Felsen, der (sie) begleitete. Der Fels aber war der Christus. An den meisten von ihnen aber hatte Gott kein Wohlgefallen, denn sie sind in der Wüste hingestreckt worden. Diese Dinge aber sind als Vorbilder für uns geschehen, damit wir nicht nach Bösem gierig sind, wie jene gierig waren. Werdet auch nicht Götzendiener wie einige von ihnen! wie geschrieben steht: “Das Volk setzte sich nieder, zu essen und zu trinken, und sie standen auf, zu spielen.” Auch laßt uns nicht Unzucht treiben, wie einige von ihnen Unzucht trieben, und es fielen an einem Tag dreiundzwanzigtausend. Laßt uns auch den Christus nicht versuchen, wie einige von ihnen ihn versuchten und von den Schlangen umgebracht wurden. Murrt auch nicht, wie einige von ihnen murrten und von dem Verderber umgebracht wurden! Alles dies aber widerfuhr jenen als Vorbild und ist geschrieben worden zur Ermahnung für uns, über die das Ende der Zeitalter gekommen ist.” Mehrere Aussagen sind hier besonders wichtig. 1. Man hört viel von dem Buchstaben des Gesetzes den die Israeliten allein kannten. Paulus macht aber klar, dass sie geistliche Speise bekommen hatten so wie sie auch heute vorhanden ist, da gab es keinen Unterschied. 2. Es war Jesus Christus, der die Israeliten durch die Wildnis geführt hat. Er war die Wolke bei Tag und die Feuersäule bei Nacht, er war derjenige, der Israel am Berg Sinai die Gesetze gab, er führte sie in das Land, das er ihnen versprochen hatte. Jesus Christus ist es auch, der den Paulus inspirierte, dies niederzuschrieben. So wie die Israeliten zu Götzendienern geworden waren, so war es zur Zeit Paulus und so ist es heute. Der moderne Mensch macht sich keine Statue aus Holz oder Stein aber er hat jede Menge Götzen wie auch unsere Vorfahren, Kolosser 3, 5: “Tötet nun eure Glieder, die auf der Erde sind: Unzucht, Unreinheit, Leidenschaft, böse Begierde und Habsucht, die Götzendienst ist!” Der Gegenwartsmensch ist da nicht besser dran als die Menschen vor zweitausend oder noch

   

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