Verursacht Ihre Religion Neurosen?

                                                          von Dr. David Antion

                                                                  Psychologe

 

 

 

 

Kann eine Religion Neurosen verursachen? Neurose hat etwas mit einer Geistesstörung zu tun bei der die Person keiner Wahnvorstellung unterliegt – dh Dinge sieht, die nicht da sind oder Töne wahrnimmt, die nicht vorhanden sind. Eine Person, die hypochondrisch ist (glaubt, dass sie immer krank ist) wäre neurotisch. So ist es auch mit einer depressiven Person. Eine Depression ist eine Form der Neurose.

Der verstorbene Psychologe Rollo May hat drei Charakteristiken einer neurotischen Religion aufgezeigt. In diesem Artikel werden wir sie paraphrasieren und erklären.

 

Eine Religion ist neurotisch, wenn sie Menschen voneinander trennt anstatt die Bindungen untereinander zu festigen.

Viele religiöse Gruppierungen und ihre leitenden Personen führen ihre Mitglieder dahin, andere zu meiden oder auf sie herabzusehen.. Auch wenn diese Leiter behaupten, genau das Gegenteil zu predigen, meiden die Mitglieder häufig Nachbarn und oft auch die eigenen Verwandten.

Ein gutes Beispiel waren die Pharisäer. Der Name bedeutet “die Abgesonderten”. Sie trennten sich von denen, die sie  Sünder nannten und schauten mit Verachtung auf sie. Jesus benutzte ihre neurotischen Tendenzen, um seinen Jüngern einen anderen Weg aufzuzeigen. In dem Gleichnis vom Pharisäer und Zöllner (Lukas 18,9), verglich der Pharisäer sich selbst und seine Gerechtigkeit mit dem Zöllner. Er dankte sogar Gott dafür, dass er nicht wie andere Menschen war, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher. Er war auch froh darüber, dass er nicht wie der Zöllner war (Vers 11). Aber Jesus machte klar, dass der Zöllner, der in seiner Demut seine Sünden bekannte, gerechtfertigt davon ging.

Die Bibel zeigt es deutlich auf, dass Jesus sich nicht von Zöllnern und anderen Sündern ferngehalten hat. Die Evangelien machen dieses ganz klar. Lukas 15,1: “Es nahten sich aber zu ihm alle Zöllner und Sünder, ihn zu hören;...” Jesus mied sie nicht, im Gegenteil er sprach mit ihnen, um ihnen einen besseren Weg zu zeigen und um ihnen die gute Nachricht von Gottes Reich zu verkündigen. Vers 2: “...und die Pharisäer und die Schriftgelehrten murrten und sprachen: Dieser nimmt Sünder auf und ißt mit ihnen.”

Matthäus 9, 10: “Und es geschah, als er in dem Haus zu Tisch lag, und siehe, da kamen viele Zöllner und Sünder und lagen zu Tisch mit Jesus und seinen Jüngern.” Jesus hielt seine Jünger nicht von anderen Menschen fern. Er legte keine misstrauische, argwöhnende Haltung an den Tag. Misstrauen und Argwohn sind Elemente einer paranoiden Persönlichkeit und Teil einer neurotischen Religion.

Wegen seiner Einstellung aller Menschen gegenüber, konnte man Jesus leicht als Freund von Zöllnern und Sündern ansehen (Matthäus 11, 19). Weil  Jesus aß und trank, hatte man ihn auch als Fresser und Säufer bezeichnet. Er aß und trank eindeutig mit Zöllnern und Sündern. Als Jesus bei dem Pharisäer Simon eingeladen war, kam eine Frau mit einer Alabasterflasche voll Salböl. Sie benetzte Jesu Füße mit ihren Tränen und trocknete sie mit ihren Haaren. Der Pharisäer sagte in Lukas 7,39: “Wenn dieser ein Prophet wäre, so würde er erkennen, wer und was für eine Frau (das ist), die ihn anrührt, denn sie ist eine Sünderin.”

Pharisäer berührten keinen Menschen, von dem sie annahmen, dass er ein Sünder war. Jesus klärte den Pharisäer über Gastfreundschaft auf. Er verwies auf die Frau, die sich freundlicher erwiesen hatte als sein Gastgeber.

Wir haben auch das Beispiel des Samariters, der einen ausgeraubten und geschlagenen Juden half. Ein Levit ging vorüber. So auch ein Priester. Keiner von beiden half. Der Samariter hatte Mitleid und fürchtete sich nicht, einen Menschen zu helfen, der einer anderen Religion und ethnischer Gruppe angehörte (Lukas 10, 30 – 33).

Jesu Beispiel zeigt deutlich, dass das Meiden anderer Menschen neurotisch ist. Das bedeutet nicht, dass wir alles machen, was andere machen – auf keinen Fall! Jesus lehrte nicht nur die zu lieben, die uns lieben, sondern auch unsere Feinde (Matthäus 5, 44). Es genügt nicht, nur die zu grüßen, die auch uns grüßen. Vers 47: “Und wenn ihr allein eure Brüder grüßt, was tut ihr Besonderes? Tun nicht auch die von den Nationen dasselbe?”

Sabbat-Hausgemeinden - Online-Portal - ArtikelSabbat-Hausgemeinden - Online-Portal - Lieder - mp3Sabbat-Hausgemeinden - Online-Portal - AktuellesSabbat-Hausgemeinden - Online-Portal - BroschürenHGT-Evangeliumsdienst f. Sabbat-Hausgemeinden - Online-Portal - SitemapSabbat-Hausgemeinden - Online-Portal - ForumSabbat-Hausgemeinden - Online-Portal - Audio's - mp3Textfeld: Hausgemeindetreff  -  Einmütig beieinander
Christliches Online-Portal für Sabbat-Hausgemeinden
Aquarell v. Magdalena Schotten - Häuserzeile

   

   Home   Artikel   Broschüren   Predigt mp3s   Lieder mp3s   Bildergalerie   Kontakt   HGT-Gruppe   Neue Website

  

Hausgemeindetreff - Evangeliumsdienst, Hans-Erwin & Magdalena Schotten, E-Mail: hausgemeindetreff@t-online.de