Ein Blick hinter die Kulissen

                             Gott möchte, dass wir über seine Weisungen nachdenken.

                                                        von Hans-Erwin Schotten

 

Heute gibt es eine große Spannweite von Meinungen über das Gesetz Gottes. Die unterschiedlichen christlichen Organisationen haben jeweils ihre eigenen Auffassungen. Man kann alles finden, wie in einem großen Supermarkt; den striktesten Legalismus und die liberalsten Anschauungen, die man nur für möglich halten kann. Dazwischen gibt es alle möglichen Schattierungen. Manche trennen zwischen moralischem und zeremoniellem Gesetz, manche nageln alle Gebote ans Kreuz und holen sich dann die für sie passenden wieder runter und setzen sie wieder in Kraft. Kann es sein, dass wir in Bezug auf das Gesetz die falschen Fragen stellen? Anstatt zu fragen, welche habe ich zu halten, welche sind für meine Erlösung wichtig, welche können heute noch Anwendung finden, sollten wir vielleicht besser fragen warum sie von Gott gegeben wurden? Was war seine Absicht?

 

Jeremia, Kapitel 9, Vers 23: “... sondern wer sich rühmt, rühme sich dessen: Einsicht zu haben und mich zu erkennen, daß ich der Herr bin, der Gnade, Recht und Gerechtigkeit übt auf der Erde; ...” Gerade das Nachsinnen über das Gesetz Gottes kann uns Gott besser verstehen lassen und auch der Beantwortung der Frage nach dem Warum näher bringen. Die Basis, auf der wir uns der Frage nähern, ist die Annahme, dass Gott uns keine Gesetze offenbart hat, die schlecht für uns wären. Er als der Gott der Liebe hat unser Wohl im Auge und will uns mit seinem Gesetz helfen, das Leben zu meistern. Seine Weisungen sind nicht künstlich oder willkürlich und hätten damit auch ganz anders aussehen können, wenn er es denn gewollt hätte. Sie sind gezielt für seine Schöpfung gemacht, für unser Wohl. Fragen wie: Sind die Gesetze Moses heute noch gültig, müssen wir die Feste Gottes feiern, gehen von einer bestimmten Annahme aus. Welches von den Gesetzen ist für meine Erlösung notwendig steckt als Frage dahinter. Die Rolle des Gesetzes ist nicht, die Erlösung zu erlangen. Zu diesem Zweck wurde es von Gott nicht gegeben. Es wurde uns gegeben, damit wir zwischen Gut und Böse unterscheiden können und weise werden.

 

Sollte ein Christ z.B. sich an folgendes Gebot gebunden fühlen? 5. Mose, Kapitel 25, Vers 4: “Du sollst dem Ochsen nicht das Maul verbinden, wenn er drischt.” Es hat nichts mit Moral oder Ritual zu tun, wurde es ans Kreuz genagelt? Paulus benutzt diesen Ausspruch in 1. Korinther, Kapitel 9, Vers 9: “Denn in dem Gesetz Moses steht geschrieben: “Du sollst dem Ochsen, der da drischt, nicht das Maul verbinden.” Ist Gott etwa um die Ochsen besorgt?” Paulus macht die Korinther in dem Abschnitt darauf aufmerksam, dass er als Apostel durchaus das Recht hat, von der Gemeinde unterstützt zu werden und nutzt dieses Zitat als Argumentationshilfe. Er sagt nicht, dass Jesus ihm dies offenbart hat, dass er mit Petrus darüber gesprochen hat, er wendet sich an das Gesetz des Moses. Vers 10: “Oder spricht er (nicht) durchaus um unsertwillen? Denn es ist um unsertwillen geschrieben, daß der Pflüger auf Hoffnung pflügen und der Dreschende (dreschen) soll auf Hoffnung, (am Ertrag) teilzuhaben.” Dies sagt Paulus zu einer hauptsächlich nichtjüdischen Gemeinde. Er benutzt eine Vorschrift aus dem AT und wendet sie als Prinzip auf eine Gemeinde des NT an. Paulus konnte hinter das Gesetz schauen und die gültigen Prinzipien erkennen und auf seine Situation anwenden. Er blieb nicht bei dem Buchstaben stehen wie es sicherlich viele seiner Pharisäerkollegen getan hätten. Sie hätten den Ochsen nicht das Maul verbunden aber den beaufsichtigenden Knecht seinen Lohn vorenthalten und somit das Gesetz buchstäblich erfüllt. Jakobus verstand dieses Prinzip ebenfalls, Kapitel 5, Vers 1: “Nun also, ihr Reichen, weint und heult über eure Plagen, die über euch kommen! Euer Reichtum ist verfault und eure Kleider sind von Motten zerfressen worden ... Siehe der von euch vorenthaltene Lohn der Arbeiter, die eure Felder geschnitten haben, schreit und das Geschrei der Schnitter ist vor die Ohren des Herrn Zebaoth gekommen.”

 

Viele Vorschriften aus dem Gesetz Mose lassen sich nicht auf heutige Lebensverhältnisse übertragen.Wo kein Tempel ist, können die Dinge, die mit dem Tempel im Zusammenhang standen, nicht durchgeführt werden. Wo es keine Priesterschaft gibt, sind die Vorschriften nicht anwendbar.

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