Mann vor, der durch den Prozeß von Sünde und Reue hindurchgegangen ist. Hätte David diese schreckliche Erfahrung nicht gemacht, hätte er diesen Psalm sicher nicht geschrieben. Dieser Psalm ist kein intelektuelles Meisterstück. Hier wird der innere Kampf eines Menschen beschrieben, dem seine Tat voll bewußt geworden ist. Vers 3: “Sei mir gnädig, o Gott, nach deiner Gnade, tilge meine Vergehen nach der Größe deiner Barmherzigkeit!” David appelliert sofort an die Gnade Gottes. Er weiß, dass er für diese Tat den Tod verdient hätte und deshalb wendet er sich an Gott und bittet um Gnade. Vers 4: “Wasche mich völlig von meiner Schuld, und reinige mich von meiner Sünde! Denn ich erkenne meine Vergehen und meine Sünde ist stets vor mir.” David bringt keine Entschuldigung vor. Er versucht keine Auswege zu finden, keine Selbstrechtfertigung, kein Selbstbetrug. Vers 8: “Siehe, du hast Lust an der Wahrheit im Innern, und im Verborgenen wirst du mir Weisheit kundtun.” Wer sich selbst belügt und für sich selbst in seinem Innern Entschuldigungen zurechtlegt, wird nicht zur Wahrheit kommen. Gott erwartet aber innere Ehrlichkeit und Wahrheit, ohne diese Elemente ist Reue nicht möglich, sondern eine Täuschung. Vers 12: “Erschaffe in mir, Gott, ein reines Herz, und erneuere in mir einen festen Geist.” David erkennt, dass er Hilfe braucht. Reinwaschen allein genügt nicht, Gott muß etwas erschaffen, ein reines Herz. David war sich bewußt darüber, dass er nichts tun konnte, um von dieser schweren Sünde befreit zu werden. Er - ein Mann des AT - verstand Rechtfertigung durch Gnade, eine der zentralen Lehren des NT. Reue ist der Anfang einer Beziehung, nicht das Ende von irgendetwas.

Die Strafe, dass das Schwert von seinem Hause nimmermehr lassen sollte, die Trauer die David gemeinsam mit Batseba zu tragen hatte, der Tod des Sohnes und die Traurigkeit Batsebas haben ihn noch länger beschäftigt. Die Demütung das seine Nebenfrauen von seinem Nächsten, von seinem Sohn Absalom öffentlich geschändet wurden, war auch Folge dieser Sünde. Ein bleibender Bewußtseinswandel Davids war die Folge dieser schrecklichen Ereignisse.

 

Als Petrus seine erste Predigt am Pfingsttag nach dem Tod und der Auferstehung Jesus gab, sagte er zum Schluß in Apostelgeschichte, Kapitel 2, Vers 36: “Das ganze Haus Israel wisse nun zuverlässig, daß Gott ihn sowohl zum Herrn als auch zum Christus gemacht hat, diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt. Als sie aber (das) hörten, drang es ihnen durchs Herz, und sie sprachen zu Petrus und den anderen Aposteln: Was sollen wir tun, ihr Brüder? Petrus aber sprach zu ihnen: Tut Buße ...” Das erste, was verlangt wird, nachdem man die Frohe Botschaft gehört hat, ist Umkehr. Den alten Weg nicht mehr weitergehen, sich auf den Weg Gottes begeben. Damit beginnt das christliche Leben.

 

 

Hausgemeindetreff

Hans-Erwin Schotten

   

   Home   Artikel   Broschüren   Predigt mp3s   Lieder mp3s   Bildergalerie   Kontakt   HGT-Gruppe   Neue Website

  

Das Material auf dieser Website darf, mit Hinweis auf den Hausgemeindetreff,

bzw. die Autoren und diese Website, kopiert und kostenlos weitergereicht werden.

 

Über die Arbeit des Hausgemeindetreffs

 

Copyright: Hausgemeindetreff - Evangeliumsdienst, Hans-Erwin & Magdalena Schotten

E-Mail: hausgemeindetreff@t-online.de - http://www.hausgemeindetreff.de