die Menge zusammen und wurde bestürzt; denn ein jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden.” An dieser Bibelstelle und durch Petrus Hinweis auf Joel 3,1-5 ist ganz deutlich zu erkennen, dass die Frauen auch eingeschlossen waren  bei der Geistausgießung, beim Predigen (Vers 4) und Reden (Vers 6). Apg. 2, 14-18:  “Da trat Petrus auf mit den Elf, erhobseine Stimme und redete zu ihnen: Ihr Juden, liebe Männer und alle, die ihr in Jerusalem wohnt, das sei euch kundgetan, und laßt meine Worte zu euren Ohren eingehen! Denn diese sind nicht betrunken, wie ihr meint, ist es doch erst die dritte Stunde am Tage; sondern das ist’s, was durch den Propheten Joel gesagt worden ist (Joel 3, 1-5): Und es soll geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da will ich ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter sollen weissagen, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen, und eure Alten sollen Träume haben und auf meine Knechte und auf meine Mägde will ich in jenen Tagen von meinem Geist ausgießen, und sie sollen weissagen.” Gottes Gegenwart, war bei allen greifbar, fühlbar und sichtbar. Bemerkenswert war auch ihr Zusammenhalt. Täglich, nicht nur wöchentlich waren sie beisammen. Sie strebten die Einhaltung des neuen Gebotes Jesu Christi an “Die Liebe unter den Jüngern”. “Die neue Kreatur mit dem Ziel neue Erde, neuer Himmel und neues Jerusalem”. “Siehe ich mache alles neu”. Sie aßen gemeinsame Mahlzeiten, teilten Ihre Mittel und lobten dabei Gott. Die Gemeinde, die durch Jesu Dienst und dem Wirken des Geistes entstand, war lebendig und ansteckend. Kein Wunder, dass die Menschen in Scharen dazuliefen.

 

Sie versammelten sich vorwiegend in Privathäusern. Einige Stellen, die das deutlich ma-

chen: “... und sie (die Apostel) hörten nicht auf alle Tage, im Tempel und hier und dort in den Häusern zu lehren ...” (Apg. 5, 42); Paulus sagt: “ ... Ich habe euch nichts vorenthalten, was nützlich ist, daß ich’s euch nicht verkündigt und gelehrt hätte, ...” (also das Evangelium verkündigt) (Apg. 20, 20); “ Grüßt die Priska und den Aquila, ... Grüßt auch die Gemeinde in ihrem Hause. ...” (Römer 16, 3; 5); “... grüßt ... die Nympha und die Gemeinde in ihrem Hause.” (Kol. 4,15) Nebenbei wird bei den Grüßen, die ausgesprochen werden, deutlich, dass auch Frauen eine leitende Rolle in den Hausgemeinden spielten. Bekehrte sich eine Familie, entstand dort augenblicklich eine neue Hausgemeinde (Apg. 10 Kornelius) (Apg. 16, 31-33 Gefängniswärter in Philippi). Später, als sich das Christentum im römischen Reich weiter ausbreitete, organisierte Paulus keine Kapellenbautrupps, um an jedem Ort so schnell wie möglich eine Kirche zu bauen. Es gibt keine Überreste von Kirchengebäuden aus den ersten Jahrhunderten. Die Gemeinde in Rom zum Beispiel bestand nicht aus einer großen Versammlung, sondern aus vielen kleinen Hausgemeinden. Orgeln, Bänke und eine ausgefeilte Gottesdienstordnung gab es nicht. Jesus hatte ihnen dazu keine Anweisung gegeben.

 

Das Neue Testament gibt uns keine detaillierte Auskunft darüber, wie groß solche Hausgemeinden waren. Wie mag das abgelaufen sein, wenn Paulus und andere Apostel in den Häusern gelehrt haben? Dazu 1. Thess. 2,8: “… so hatten wir Herzenslust an euch und waren bereit, euch nicht allein am Evangelium Gottes teil zu geben, sondern auch an unserm Leben; denn wir hatten euch lieb gewonnen.” Es ging bei dieser Lehre in den Häusern also um das Evangelium und um das eigene Leben mit und in diesem Evangelium. Paulus redete dort über Jesus, was er gesagt hat, wie er gelebt hat und was er von seinen Nachfolgern erwartete. Im 1. Korintherbrief wird deutlich, wie die ersten Christen ihre Versammlungen gestalteten. 1. Kor. 14, 26-33: “Wie ist es denn nun, liebe Brüder? Wenn ihr zusammenkommt, so hat ein jeder einen Psalm, er hat eine Lehre, er hat eine Offenbarung, er hat eine Zungenrede, er hat eine Auslegung. Laßt es alles geschehen zur Erbauung!” Jeder Anwesende trug etwas zum Gottesdienst bei. Einer regte an, ein Psalmlied zu singen, ein anderer gab eine Unterweisung, oder eine prophetische Auslegung. Es gab Besucher in der Gruppe, deren Beiträge übersetzt werden mussten, weil sie eine fremde Sprache sprachen. Die Leute waren in Korinth so eifrig bei der Sache, dass Paulus sie eindringlich ermahnen musste, einen nach dem anderen reden zu lassen. In den Hausgemeinden wurde also nicht nur gepredigt, sondern auch geredet. Zu allen Fragen “nah am Leben” hat Paulus in seinen Briefen Stellung bezogen. Es waren für die damalige und auch heutige Zeit aktuelle Glaubens- und Lebensfragen. Weil der Glaube hineinwirkt in jede Phase des Lebens, kommen Fragen auf, wie man sich zu verhalten hat und wie zu reagieren ist in konkreten Lebenssituationen. Über diese Fragen konnte man sich damals wie heute auch Briefe durchlesen, Predigten oder Vorträge anhören. Aber viel besser war und ist es darüber zu reden und Eindrücke und Erfahrungen auszutauschen. Also eine Glaubens- und

   

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