Leben Sie gerne in einem Zelt?

von Hans-Erwin Schotten

 

Vielleicht haben sie schon einmal einen Zelturlaub gemacht. Solange das Wetter entsprechend ist, kann das eine angenehme Erfahrung sein. Die Sonne scheint und es weht nur ein laues Lüftchen, das Wasser des nahegelegenen Sees ist angenehm warm und der Urlaub ist erholsam. Was aber, wenn das Wetter wechselt und Regen und Sturm einsetzen? Dann wird es in einem Zelt unangenehm.

 

Auch wenn sie noch nie in einem Zelt übernachtet haben, so machen sie doch tagtäglich die Erfahrung, in einem Zelt zu leben. So sah es jedenfalls der Apostel Paulus in 2. Korinther 5,1: “Denn wir wissen, daß, wenn unser irdisches Zelthaus zerstört wird, wir einen Bau von Gott haben, ein nicht mit Händen gemachtes, ewiges Haus in den Himmeln. Denn in diesem freilich seufzen wir und sehnen uns danach, mit unserer Behausung aus dem Himmel überkleidet zu werden, in sofern wir ja bekleidet, nicht nackt befunden werden. Denn wir freilich, die in dem Zelt sind, seufzen beschwert, weil wir nicht entkleidet, sondern überkleidet werden möchten, damit das Sterbliche verschlungen werde vom Leben. Der uns aber eben hierzu bereitet hat, ist Gott, der uns das Unterpfand des Geistes gegeben hat. So (sind wir) nun allezeit guten Mutes, und wissen, daß wir, während einheimisch im Leib, wir vom Herrn “ausheimisch” sind...” Paulus beschreibt unser jetziges  Dasein so, als ob wir in einem Zelt leben würden, in einer vorübergehenden Behausung. Gott hat allerdings schon ein permanentes Haus erstellt und wird es bei der Wiederkunft Christi mitgeben, so dass wir dann überkleidet werden, das Zelt durch ein Haus austauschen.

 

Wir alle merken ja auch, dass unser Körper nicht für die Ewigkeit geschaffen ist. Gelenke beginnen zu schmerzen, andere Krankheiten stellen sich ein, das Herz macht sich unangenehm bemerkbar und die Kräfte lassen nach. Wir leben in etwas Vorübergehendem. Wir machen allerdings nicht alleine diese Erfahrung. Jesus Christus kann uns das durchaus nachempfinden, Johannes 1, 14: “Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater...” Die Elberfelder Bibel führt für “wohnte” eine Fußnote an und gibt dort  wieder: zeltete. Jesus hat hier auf Erden so gelebt wie wir. Wir könnten sagen: Er zeltete mit und unter uns während seines irdischen Daseins.

 

Apostelgeschichte 15, 16: “Nach diesem will ich zurückkehren und wieder aufbauen die Hütte (Zelt) Davids, die zerfallen ist, und ihre Trümmer will ich wieder bauen und sie wieder aufrichten...” Jakobus könnte sich hier auf Jesus beziehen. Das Zitat aus dem Alten Testament findet sich an verschiedenen Stellen und ist aus ihnen zusammengesetzt, so  z.B. Amos 9,11: “An jenem Tag richte ich die verfallene Hütte Davids auf, ihre Risse vermauere ich, und ihre Trümmer richte ich auf, und ich baue sie wie in den Tagen der Vorzeit...” Amos spricht über die zukünftige Rückkehr Christi, Jakobus aber nutzte die Bibelstelle, um zu zeigen,  dass der Messias einmal im Fleisch kam und unter den Menschen zeltete. Eine Vorstellung, die den meisten in seinem Volk fremd war. Sie rechneten mit nur einem Kommen des Messias. Micha 5,1: “ Und du, Bethlehem Efrata, das du klein unter den Tausendschaften von Juda bist, aus dir wird mir (der) hervorgehen, der Herrscher über Israel sein soll, und seine Ursprünge sind von der Urzeit, von den Tagen der Ewigkeit her.” Jesus wurde in Bethlehem geboren. Er wurde nicht in seinem eigenen Haus geboren, sondern in einer vorübergehenden Unterkunft für eine vorübergehende Zeit, die er auf Erden als Messias verbrachte. Das Zelten selbst ist Gott nicht unbekannt. Seit dem Auszug Israels aus Ägypten hatte Gott in einem Zelt, genannt Stiftshütte, unter ihnen gewohnt und auch in Jerusalem als David schon lange in seinem Haus lebte. Gott zeltete unter den Israeliten. Auch er hatte keine permanente Wohnung. 2. Samuel 7, 6: “ Wahrhaftig, nie habe ich in einem Haus gewohnt von dem Tag an, als ich die Söhne Israel aus Ägypten heraufgeführt habe, bis zum heutigen Tag; sondern ich bin umhergezogen in Zelt und Wohnung.”

 

Hat Gott denn schon sein Zuhause für die Ewigkeit? Offenbarung 15, 5: “Und nach diesem

 

 

 

 

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