Schaffen stark angegriffen. Eine Teilzerstörung der Kunst fand durch die Aktion “Entartete

Kunst” statt. Die Reichskulturkammer setzte allem den unkünstlerischen Gesinnungsstempel auf. Die Angriffe beinhalteten Defamierung, haßerfüllte Tiraden der nationalsozialistischen Kunstgegner in Zeitungen und Kampfschriften sowie Verordnungen und Weisungen vorgeordneter Stellen. Leben und Kunst als Einheit zu begreifen und die Kunst aus dem Leben zu erklären, entsprach dem Denken jener Jahre. Also bemühte man sich bloß kein künstlerischer, kreativer Mensch mehr zu sein, damit man dem nationalsozialistischem Menschenbild entsprach. Das der Ungeist vor 1933 begann und 1945 nicht endete, wird gern vergessen.

Durch den Nationalsozialismus hat dieses Land einen Knacks bekommen. Deutschland stieg ab zum kulturellen Trümmerhaufen. Wir hink(t)en dem internationalen kulturellem Level hinterher. Über diese Besonderheit in deutschen Landen muß noch weiterhin nachgedacht werden, denn der historische Knacks, den dieses Land und seine Leute bekommen haben, wirkt immer noch nach. Dieser Bruch lebt in uns allen. Die Flucht aus der Verantwortung für die Untaten des NS-Regimes drückten sich zu Wirtschaftswunderzeiten in einem Wunsch nach Ferne aus. Heimat und vieles Schöne und Kreative wurde nun mit Kitsch gleichgestellt, die APO (Außerparlamentarische Opposition) trug ihren Teil dazu bei.

 

Eine Folge dieser Zeit könnte die Tatsache sein, dass z.B. Mädchen und junge Frauen seit Jahrzehnten für die Ausbildung eine nur sehr eingeschränkte Berufspalette in Betracht

ziehen. Für die allermeisten Mädchen kommen von den fast 400 Ausbildungsberufen nur zehn Berufe in die engere Wahl. Frauen könnten auch ihre Kreativität zum Beruf machen, aber eine Ausbildung z.B. in den Bereichen Kunsthandwerk oder Kultur wird zur Zeit nur selten angestrebt.   

 

In Jakobus 4, 8 lesen wir: “Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch. ...” Sich Gott zu nähern bedeutet auch, sich Gottes Wesensart zu nähern und dazu gehört auch Gottes kreative Art. Dies macht auch Römer 1 Vers 20 deutlich: “Denn Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit der Schöpfung der Welt ersehen aus seinen Werken, wenn man sie wahrnimmt, so daß sie keine Entschuldigung haben.” Joh. 9, 4 und Joh. 5, 17 sprechen vom Wirken Gottes. Vers 3 “... es sollen die Werke Gottes offenbar werden an ihm” und Vers 4 lautet: “Wir müssen die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken kann.” In Joh. 5, 17 antwortete Jesus den Juden: “... Mein Vater wirkt bis auf diesen Tag, und ich wirke auch.” Bei diesem Wirken Gottes kommt auch ganz klar Gottes Kreativität zum Ausdruck.

 

Da Gott fortwährend kreativ ist, ladet er uns, die wir nach seinem Bilde geschaffen sind, ein, an diesem kreativen Vorhaben teilzuhaben. Er schenkt uns kreatives Vorstellungsvermögen und erfinderische Geschicklichkeit. Kreativität ist nicht begrenzt auf Kunst, gewisse Zeiten oder Situationen. Wir sollten in allen Aspekten unseres Lebens kreativ sein.

 

Wir können Gott diesbezüglich für zwei Dinge danken, zunächst für die Vielfältigkeit seiner Schöpfung und zum anderen für die Freude, die unsere Kreativität bereiten kann.

 

Hausgemeindetreff

Magdalena Schotten

 

 

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