Hitler jedenfalls war nicht nur ein erfolgreicher Politiker, er war für unsere Väter, Mütter, Großväter und Großmütter auch ein Heilsbringer und ein Erlöser. Kann ein Volk, dass

biblisch fundiert ist, einen solchen Mann als Erlöser ansehen? Hitler hatte die Fähigkeit, das deutsche Volk auf einen neuen, andersartigen Glauben mit diffusem Inhalt auszurichten.

 

Eine derartige  Glaubensentfaltung mit der dazugehörigen Energie ist in der Geschichte beispiellos. Welch ein anderes Volk strömte zu einem Parteitag unter dem Titel “Triumpf des Glaubens”? Wo waren die christlichen Hirten, die ihre Schafe eindringlich vor diesem Mann hätten warnen sollen? Sie waren nur hier und dort kleinlaut zu vernehmen aber die Mehrheit hatte völlig versagt. Man kann den Nationalsozialismus durchaus als ein nachchristliches, religiöses Phänomen betrachten, der nur Erfolg hatte, weil das christliche Bürgertum, - das Kulturchristentum - schon längst seine Wurzeln verloren hatte und nur noch ein verdorrter Strauch war, der beim nächsten Sturm weggeblasen werden würde.

 

Als ob die Tragödie nicht genug war, musste ein Teil unseres Volkes auch noch den Sozialismus erdulden. Wie der Nationalsozialismus so war auch der Sozialismus von der Überzeugung getragen, alles ist machbar und herstellbar, so auch der Mensch. Im Sozialismus versuchte die Wissenschaft die Gesellschaft zu beherrschen und den neuen Menschen zu schaffen. In einem in Paris erschienenen Schwarzbuch des Kommunismus wird die Zahl der Todesopfer, die dieser Versuch kostete, mit 100 000 Million angegeben.

 

Der Versuch des Menschen, sein Heil in die eigene Hand zu nehmen, Gott außen vor zu lassen, ist in beiden Fällen erbärmlich gescheitert und hat ungeheure Enttäuschungen ausgelöst. Beide Ideologien wollten das Kulturchristenum mit Stumpf und Stil ausrotten, beide wollten die Erinnerung daran auslöschen, beide wollten die Gebote Gottes loswerden.

 

Das 20. Jahrhundert war der Versuch, Gott und sein Wort aus dem Gedächtnis der Menschheit zu löschen und den Menschen an seine Stelle zu setzen. Die beiden großen Ideologien sind dabei gescheitert aber Menschen haben immer noch nicht aufgegeben, ihr eigenes Heil herzustellen und die Wissenschaft versucht auch noch, den Menschen nach ihrem Bilde zu formen.

 

Der Zusammenbruch des Nationalsozialismus hat für kurze Zeit zum Nachdenken geführt und die Frage wurde gestellt, ob wir nicht diese Katastrophe erlitten, weil wir Gott verlassen hatten. Wiederaufbau und Wohlstand haben diese Frage schnell wieder vergessen lassen.

 

Der Zusammenbruch des Sozialismus hat uns schokiert aber wir meinten nur, dass das marktwirtschaftliche System über das verwaltungswirtschaftliche gesiegt habe und unser

System das bessere sei. Die Frage nach Gott wurde überhaupt nicht mehr gestellt. Sie war völlig belanglos. Wie eindimensional und nur auf Wirtschaft und Finanzen eingeschränkt denken wir eigentlich?

 

Ich bin es leid zu lesen: “Die nationalsozialistische Revolution ist und wird werden die völlige Umerziehung des Menschen, der Studenten und nachher kommenden jungen Dozentenschaft”. So zitiert Michael Wildt den großen Philosophen Martin Heidegger. Ich bin es leid, Bücher zu lesen wie Peter Sloterdijks “Regeln für den Menschenpark”, und ich bin es leid Genforscher über ihren Herstellbarkeits- und Machbarkeitswahn reden zu hören. Wir scheinen nicht hinzuzulernen. Wir sollten doch auf Grund unserer leidvollen Erfahrungen langsam verstanden haben, dass sich durch menschliche Mittel und Ideen der Mensch nicht “verbessern” und nicht “vollenden” läßt.

 

Und wo stehen wir gesellschaftlich? Der liberale Staat nimmt sich immer mehr zurück. Er ermöglicht seinen Bürgern mehr Freiheit aber diese wird mit Beliebigkeit verwechselt. Sie ist leer und dieser Zustand wird auf die Dauer unerträglich. Zur Zeit geben die Medien den

   

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