Auf das Herz kommt es an

                                                     von Hans-Erwin Schotten

 

Markus 7; Vers 1: “Und es versammelten sich zu ihm die Pharisäer und einige der Schriftgelehrten, die von Jerusalem gekommen waren; und als sie einige seiner Jünger mit unreinen, das ist ungewaschenen, Händen Brot essen sahen - denn die Pharisäer und alle Juden essen nicht, wenn sie sich nicht sorgfältig die Hände gewaschen haben, indem sie die Überlieferungen der Ältesten festhalten; und vom Markt (kommend), essen sie nicht, wenn sie sich nicht gewaschen haben; und vieles andere gibt es, was sie zu halten übernommen haben: Waschungen der Becher und Krüge und Kupfergefäße - ...” Hier geht es nicht um Hygiene. Das mündliche Gesetz beinhaltete umfangreiche Teile der rituellen Reinigung. Sie waren Teil der Tradition nicht aber der Bibel. Unreinheit als solche war in der Bibel (Altes Testament) keine Sünde. Sünde wäre es nur gewesen, in einem unreinen Zustand zur Stiftshütte zu kommen, um dort Gott zu dienen. Für die Pharisäer war rituelle Reinheit ein Teil ihres Lebens. Vers 5 “... fragten ihn die Pharisäer und die Schriftgelehrten: Warum leben deine Jünger nicht nach der Überlieferung der Ältesten, sondern essen das Brot mit unreinen Händen?” Sie beziehen sich hier auf die Tradition nicht auf die Bibel. Jesus antwortete ihnen ab Vers 6: “Er aber sprach zu ihnen: Treffend hat Jesaja über euch Heuchler geweissagt, wie geschrieben steht: “Dies Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist weit entfernt von mir. Vergeblich aber verehren sie mich, indem sie als Lehren Menschengebote lehren. “Ihr gebt das Gebot Gottes preis und haltet die Überlieferung der Menschen fest.” Jesus sagt, dass es möglich ist, Gott zu dienen aber dass es umsonst sein kann. Nicht das geschriebene Wort Gottes steht uns dabei als Hindernis im Wege, sondern unsere eigenen Traditionen, die durchaus im Widerspruch zu Gottes Wort stehen können. Vers 9: “Und er sprach zu ihnen: Trefflich hebt ihr das Gebot Gottes auf, damit ihr eure Überlieferung haltet. Denn Mose hat gesagt: “Ehre deinen Vater und deine Mutter!” und “Wer Vater und Mutter flucht, soll des Todes sterben.” “Ihr aber sagt: Wenn ein Mensch zum Vater oder zur Mutter spricht:

Korban - das ist eine Opfergabe - (sei das), was dir von mir zugute gekommen wäre, laßt ihr ihn nichts mehr für Vater oder Mutter tun, indem ihr das Wort Gottes ungültig macht durch eure Überlieferung, die ihr überliefert habt, und ähnliches dergleichen tut ihr viel.” Statt seine Eltern finanziell zu unterstützen, wie es biblisch richtig wäre, gab er das Geld in die Hände der Pharisäer und war damit frei, er brauchte seine Eltern nicht mehr zu unterstützen. Jesus bezeichnete das, was Mose sagte, als das Wort Gottes. Er hielt das geschriebene Wort für bindend und nicht ersetzbar durch Tradition. Das Wohlergehen der Eltern hatte Vorrang vor der Gabe eines Opfers. Die Pharisäer aber kontrollierten die Gaben und Opfer im Tempel und waren mehr an dem Geld interessiert als an dem Wohlergehen von Eltern, die nicht mehr arbeiten konnten aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters. Vers 14: “Und als er die Volksmenge wieder herbeigerufen hatte, sprach er zu ihnen: Hört mich alle und versteht! Da ist nichts, was von außerhalb des Menschen in ihm hineingeht, das ihn verunreinigen kann, sondern was aus dem Menschen heraus geht, das ist es, was den Menschen verunreinigt.” Jesus spricht hier nicht über Nahrungsmittel, die in den Darm gehen, sondern über Einstellungen, Gedanken und Motive von Menschen. Vers 17: “Und als er von der Volksmenge weg in ein Haus eintrat, befragten ihn seine Jünger über das Gleichnis. Und er spricht zu ihnen: Seid auch ihr so unverständig? Begreift ihr nicht, daß alles, was von außen in den Menschen hineingeht, ihn nicht verunreinigen kann? Denn es geht nicht in sein Herz hinein, sondern in den Bauch, und es geht heraus in den Abort ...” Jesus spricht über das Herz des Menschen, was in ihm an Gedanken vorhanden ist, er interessiert sich nicht für die Speise und spricht hier nicht über Eßbares oder Nichteßbares. Essen kann die Einstellung eines Menschen nicht verunreinigen, es kann schwere Schäden oder sogar den Tod hervorrufen aber hat mit den Motiven nichts zu tun. Vers 19: “... (Damit) erklärte er alle Speisen für rein.” Oder wie es richtiger heißen sollte: “in den Abort der alle Speisen reinigt.” Hier werden nicht die Speisegesetze der Bibel für abgeschafft erklärt, hier wird der Verdauungsvorgang beschrieben. Der Darmtrakt sorgt dafür, dass die Speise gereinigt wird. Dies bedeutet nicht, dass wir alles in uns hineinstopfen können, was uns angeboten wird. Die Speisegesetze hat Gott uns gegeben, um uns zu schützen und unsere Gesundheit zu erhalten.

 

Vers 20: “Er sagte aber: Was aus dem Menschen herauskommt, das verunreinigt den Men-

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