nicht aus der Stadt ausgerottet werden.” Wie schon des öfteren werden Jerusalem und seine Bewohner auch in der Zukunft viel Leid ertragen müssen. Vers 3: “Dann wird der Herr  ausziehen und gegen jene Nationen kämpfen, wie er schon immer gekämpft hat am Tag der Schlacht. Und seine Füße werden an jenem Tag auf dem Ölberg stehen, der vor Jerusalem im Osten (liegt); und der Ölberg wird sich von seiner Mitte aus nach Osten und nach Westen spalten zu einem sehr großen Tal, und die (eine) Hälfte des Berges wird nach Norden und eine (andere) Hälfte nach Süden weichen.” Bei Jesu Wiederkunft wird ein sehr starkes Erdbeben den Ölberg erschüttern und spalten. In Vers 12 heißt es dann: “Und dies wird die Plage sein, mit der der Herr alle Völker plagen wird, die gegen Jerusalem in den Krieg gezogen sind. Er läßt jedem sein Fleisch verwesen, während er (noch) auf seinen Beinen steht, und seine Augen werden verwesen in ihren Höhlen, und seine Zunge wird in seinem Mund verwesen.” Ein Augenblick, den man nicht unbedingt in unmittelbarer Nähe von Jerusalem miterleben möchte. In Vers 16 geht es dann folgendermaßen weiter: “Und es wird geschehen. Alle Übriggebliebenen von allen Nationen, die gegen Jerusalem gekommen sind, die werden Jahr für Jahr hinaufziehen, um den König, den Herrn der Heerscharen, anzubeten und das Laubhüttenfest zu feiern.” Eine interessante Schriftstelle. Wenn dieses Fest doch nur für Juden sein sollte und sie nur an ihre Wüstenwanderung erinnern sollte, warum sollen dann alle Nationen in Zukunft dieses Fest halten? Alle Nichtisraeliten brauchten sich keine Laubhütten bauen aber von ihnen wurde und wird erwartet, dass sie das Fest halten. Die Schlußfolgerung wäre: das Fest hat eine Bedeutung für Israel aber eine andere für Nichtisraeliten. Vers 17: “Und es wird geschehen, wenn eines von den Geschlechtern der Erde nicht nach Jerusalem hinaufziehen wird, um den König, den Herrn der Heerscharen, anzubeten, über diese wird kein Regen kommen. Und wenn das Geschlecht Ägyptens nicht hinaufzieht und nicht kommt, dann (wird der Regen) auch über diese nicht (kommen). Das wird die Plage sein, mit der der Herr die Nationen plagen wird, die nicht hinaufziehen werden, das Laubhüttenfest zu feiern. Das wird die Strafe für Ägypten und die Strafe für alle Nationen sein, die nicht hinaufziehen, das Laubhüttenfest zu feiern.” Gott will es hier ganz deutlich machen, dass dieses Fest für alle Menschen sehr wichtig ist und von ihnen gehalten werden soll.

 

Uns sollte aus dieser Schriftstelle klar werden, dass dies Fest nicht nur für die Juden bestimmt ist. Ein anderes sollte uns auch klar sein  3. Mose 23, Vers 2: “Rede zu den Söhnen Israel und sage zu ihnen: Die Feste des Herrn, die ihr als heilige Versammlungen ausrufen sollt, meine Feste sind diese:” Gott bezeichnet sie ganz eindeutig als seine Feste. Das Hebräische hat die Bedeutung von Zeiten, die Gott als Verabredung  ausübt. Gott will sich mit Menschen an diesen Tagen treffen. Sie hatten für Israel eine bestimmte Bedeutung doch das beschränkt sie nicht auf dieses Volk. Als Illustration kann das Passa dienen. Für Juden ist es eindeutig mit dem Auszug aus Ägypten verbunden. Für sie ist es eine Erinnerung an die Befreiung aus der Sklaverei: Für Christen ist das Passa mit dem Tod Jesu verbunden. Ist es nicht möglich, dass beide Bedeutungen von Gott für das Passa von Anfang an vorgesehen waren? Das Passa und das sich gleich daran anschließende Fest der Ungesäuerten Brote sind Frühlingsfeste und fallen bei uns in den Zeitraum von März/April. Paulus schreibt an seine Korinthergemeinde, die überwiegend aus Nichtjuden bestand. 1. Korinther 5, Vers 1: “Überhaupt hört man, daß Unzucht unter euch ist, und (zwar) eine solche Unzucht, die selbst unter den Nationen nicht (stattfindet): daß einer seines Vaters Frau hat. Und ihr seid aufgeblasen und habt nicht etwa Leid getragen, damit der, der diese Tat begangen hat, aus eurer Mitte entfernt würde!” Paulus drückt sich hier schon etwas seltsam aus, wenn er von Aufgeblasenheit spricht. Für die Korinther hatte es allerdings Bedeutung. Paulus schrieb diesen Brief im Frühjahr um die Passazeit. Aufgeblasenheit war den Korinthern bekannt durch die Analogie mit Brot. Brot mit Säuerungsmittel wie Sauerteig oder Hefe geht auf, ungesäuertes Brot bleibt flach. Das Fest der Ungesäuerten Brote hat daher seinen Namen. Das verwandte Brot wurde ohne Sauerteig und Hefe hergestellt. Vers 6: “Euer Rühmen ist nicht gut. Wißt ihr nicht, daß ein wenig Sauerteig den ganzen Teig durchsäuert? Fegt den alten Sauerteig aus, damit ihr ein neuer Teig seid, wie ihr (ja bereits) ungesäuert seid!” Diese Anspielungen

   

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