Wollen wir wirklich frei werden ?

                                                    von Hans-Erwin Schotten

 

Aldous Huxley läßt in seinem Buch “Wiedersehen mit der Schönen neuen Welt” junge Leute der heutigen Generation sagen: “ Gebt mir Fernsehen und Hamburger, aber belästigt mich nicht mit den Verantwortlichkeiten der Freiheit.” Dostojewskis Großinquisitor machte Jesus den Vorwurf, dass er Menschen zur Freiheit aufrufen würde und sagte zu Jesus: “Wir haben dein Werk berichtigt und es auf Mirakel, Mysterien und Macht gegründet.” Tatsächlich hat Jesus über die Freiheit gesprochen. Es findet sich in Johannes 8: 32 “... die Wahrheit wird euch frei machen.” Wie reagierten seine Zuhörer darauf? In Vers 31 heißt es: “Jesus sprach nun zu den Juden, die ihm geglaubt hatten.” So sollte man annehmen, dass sie sich über die freimachende Wahrheit freuen würden, schließlich glaubten sie Jesus oder sollten wir vorsichtiger sagen, sie meinten Jesus zu glauben. Ihre erste Aussage läßt schon erahnen, dass sie Jesus nicht verstanden. Vers 33: “ Sie antworteten ihm: Wir sind Abrahams Nachkommenschaft und sind nie jemandes Sklaven gewesen. Wie sagst du: Ihr sollt frei werden?” Selbst auf ihrer Argumentationsebene, die nicht die von Jesus war, hatten sie eine völlig verdrehte Sicht ihrer Situation. Sie waren nicht frei, sondern standen unter römischer Herrschaft und so war es seit der babylonischen Gefangenschaft mit nur einer kurzen Unterbrechung. Haben wir auch manches Mal eine verschrobene Sicht von unserer eigenen Situation? Wir meinen frei zu sein und werden dabei durch das mediale Gängelband geführt. Unser Gefängnis ist in unserem eigenen Verstand.

 

Vers 34: “Jesus antwortete ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Jeder, der die Sünde tut, ist der Sünde Sklave. Der Sklave aber bleibt nicht für immer im Haus, der Sohn bleibt für immer. Wenn nun der Sohn euch frei machen wird, so werdet ihr wirklich frei sein.” Jesus spricht über eine andere Freiheit als seine Zuhörer. Wir sind Gefangene unserer Sünden, Vorstellungen, Traditionen und selbst zurechtgelegten Lebenswegen. Davon will er uns befreien, aber wollen wir das auch? Wollen wir durch die Gnade Jesu wirklich frei werden?

 

Jesus will sich weiter mit denen unterhalten, die an ihn glaubten aber der Dialog verkommt immer mehr und seine Gegenüberstehenden werden feindseliger. Vers 37: “Ich weiß, daß ihr Abrahams Nachkommen seid; aber ihr sucht mich zu töten, weil mein Wort nicht Raum in euch findet. Ich rede, was ich bei dem Vater gesehen habe; auch ihr nun tut, was ihr von eurem Vater gehört habt. Sie antworteten und sprachen zu ihm: Abraham ist unser Vater. Jesus spricht zu ihnen: Wenn ihr Abrahams Kinder wäret, so würdet ihr die Werke Abrahams tun; jetzt aber sucht ihr mich zu töten, einen Menschen, der ich euch die Wahrheit gesagt habe, die ich von Gott gehört habe, das hat Abraham nicht getan. Ihr tut die Werke eures Vaters.” Durch die Antwort der Zuhörer wird erkennbar, dass sie sich immer feindseliger Jesu gegenüber verhalten. Vers 41: “Wir sind nicht durch Hurerei geboren, wir haben einen Vater, Gott.” Welche Gerüchte müssen um Jesus herum verbreitet worden sein! Eines war sicherlich, dass sie ihn für ein uneheliches Kind hielten. Vers 42: “Jesus sprach zu ihnen: Wenn Gott eurer Vater wäre, so würdet ihr mich lieben, denn ich bin von Gott ausgegangen und gekommen, denn ich bin auch nicht von mir selbst gekommen, sondern er hat mich gesandt.” Wer mit einer Lüge lange genug lebt und sie immer wiederholt, macht sie zu einem Teil von sich und erkennt sie irgendwann nicht mehr als Sünde. Zugeben, dass man die Unwahrheit lebt, ist sehr schwer aber der einzige Weg zur Freiheit.Vers 44: “Ihr seid aus dem Vater, dem Teufel, und die Begierden eures Vaters wollt ihr tun. Jener war ein Menschenmörder von Anfang an und stand nicht in der Wahrheit, weil keine Wahrheit in ihm ist. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater derselben.” Harte Worte, die Jesus hier ausspricht. Die Wurzel vieler Sünden ist die Lüge und sie nicht zu erkennen und zu bereuen hält uns gefangen.

 

Vers 47: “Wer aus Gott ist, hört die Worte Gottes. Darum hört ihr nicht, weil ihr nicht aus Gott seid. Die Juden antworteten und sprachen zu ihm: Sagen wir nicht recht, daß du ein Samariter bist und einen Dämon hast.” Wie beleidigend muss ihre Ausdrucksweise eigentlich noch werden? Zuerst die uneheliche Geburt und jetzt ist Jesus ein Samariter. Vers 49: “Jesus antwortete: Ich habe keinen Dämon, sondern ich ehre meinen Vater und ihr verunehrt mich. Ich aber suche nicht meine Ehre. Es ist einer, der (sie) sucht und der richtet. Wahrlich, wahr-

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