und bleibt geistlich. Dieses Brot müssen wir genauso zu uns nehmen wie die Israeliten. Wir

müssen im übertragenen Sinn das essen, was Gott isst, dieselbe geistliche Nahrung. Nur durch die Gnade - als Befreiung von der Torah verstanden - zu leben ist unbiblisch. Dass Gott uns seine Torah gegeben hat, ist schon eine große Gnade. Philipper 2, Vers 5: “Habt diese Gesinnung in euch, die auch in Christus Jesus (war) ...” Welche Gesinnung hatte Jesus? Er war Gott und Gottes Unterweisung bis zum Tode gehorsam. Er war ohne Fehler und ohne Tadel, damit sind keine Äußerlichkeiten gemeint, sondern sein vollkommenes Halten der Torah. Da sollten auch wir hinstreben, das sollte unser Ziel sein und in dem Sinn ist auch Christus das Ziel der Torah. Er hatte sie vollkommen in sich als geistliche Nahrung aufgenommen. Jesus ist somit die Personifizierung der Torah.

 

Paulus schreibt an Timotheus in seinem zweiten Brief in Kapitel 3, Vers 15 über die Rolle der Torah: “... und weil du von Kind auf die heiligen Schriften kennst, die Kraft haben, dich weise zu machen zur Rettung durch den Glauben, der in Christus Jesus ist. Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zu Lehre, zu Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes richtig sei, für jedes gute Werk ausgerüstet.” Wer die Torah kennt, kennt Gott und versteht Jesus. Die Torah bedeutet: Lehre, Unterweisung, das Wort Gottes und ist nicht begrenzt auf die fünf Bücher Mose. Sie umfasst das gesamte Wort Gottes, angefangen in 1. Mose 1 bis hin zur Offenbarung 22. Es handelt sich um ein geschlossenes Werk von Anfang bis Ende. Es gibt keine Trennung zwischendurch, keine Teile, die nicht wichtig sind. Wenn Jesus das Ziel der Torah ist, dann ist er derjenige, der die gesamte Torah lebt und wir sollen ihm darin nacheifern.

 

Jesaja drückt es sehr deutlich und auf den Punkt kommend aus. Jesaja 55, Vers 7: “Der Gottlose verlasse seinen Weg und der Mann der Bosheit seine Gedanken. Und er kehre um zu dem Herrn, so wird er sich über ihn erbarmen, und zu unserem Gott, denn er ist reich an Vergebung: Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der Herr.” Es gibt für Gott nur einen Weg, der Wohlgefallen bei ihm findet. Jesus macht den Willen Gottes in seinem Wort auch ganz deutlich. Matthäus 7, Vers 21: “Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel hineinkommen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr! Haben wir nicht durch deinen Namen geweissagt! und durch deinen Namen Dämonen ausgetrieben und durch deinen Namen viele Wunderwerke getan? Und dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch niemals gekannt. Weicht von mir, ihr Übeltäter!” Das griechische Wort für die deutsche Übersetzung “Übeltäter” ist “Gesetzlose”. Jesus macht hier deutlich, er duldet keine Gesetzlosigkeit. So auch Johannes in 1. Johannes 3, Vers 4: “Jeder, der die Sünde tut, tut auch die Gesetzlosigkeit, und die Sünde ist die Gesetzlosigkeit.” Anders ausgedrückt in 1. Johannes 2, Vers 3: “Und hieran erkennen wir, daß wir ihn erkannt haben: wenn wir seine Gebote halten. Wer sagt: Ich habe ihn erkannt, und hält seine Gebote nicht, ist ein Lügner, und in dem ist nicht die Wahrheit. Wer aber sein Wort hält, in dem ist wahrhaftig die Liebe Gottes vollendet. Hieran erkennen wir, daß wir in ihm sind. Wer sagt, daß er in ihm bleibe, ist schuldig, selbst auch so zu wandeln, wie er gewandelt ist.” Die von Johannes angesprochenen Gebote sind die Torah, die Unterweisungen Gottes. Wenn wir so denken, wie die Torah das zum Ausdruck bringt, so denken wir wie Gott. Gnade und Glaube sind genauso Bestandteile der Torah wie Gehorsam. Die Torah ist die geistliche Nahrung, die wir dringend gebrauchen, um geistlich vollkommen zu werden. Die Torah ist nicht Ausdruck von Legalismus, in ihr gibt Gott auch seine Gefühle wieder: wenn er zornig ist, weil sein Volk ungehorsam war; wenn er barmherzig und gnädig ist, weil sein Volk die Fehler und Übertretungen einsah; wenn er sich freut oder weint.

 

Matthäus 24, Vers 12: “... und weil die Gesetzlosigkeit überhand nimmt, wird die Liebe der meisten erkalten.” Liebe ohne die Torah kann es nicht geben. Wer die Torah aufgibt, wird orientierungslos, verliert das Licht in der Dunkelheit, treibt dem Nihilismus entgegen und endet in der Brutalität des Sozialdarwinismus. Lieben wir Gottes Unterweisungen, werden wir vor diesen Auswirkungen bewahrt.

 

Hausgemeindetreff

Hans-Erwin Schotten

   

   Home   Artikel   Broschüren   Predigt mp3s   Lieder mp3s   Bildergalerie   Kontakt   HGT-Gruppe   Neue Website

  

Das Material auf dieser Website darf, mit Hinweis auf den Hausgemeindetreff,

bzw. die Autoren und diese Website, kopiert und kostenlos weitergereicht werden.

 

Über die Arbeit des Hausgemeindetreffs

 

Copyright: Hausgemeindetreff - Evangeliumsdienst, Hans-Erwin & Magdalena Schotten

E-Mail: hausgemeindetreff@t-online.de - http://www.hausgemeindetreff.de