Mutter!” und “Wer Vater oder Mutter flucht, soll des Todes sterben.” Ihr aber sagt: Wer zum Vater oder zur Mutter spricht: Eine Opfergabe (sei das), was du von mir an Nutzen haben würdest, der braucht seinen Vater (oder seine Mutter) nicht zu ehren; und ihr habt (so) das Wort Gottes ungültig gemacht um eurer Überlieferung willen.” Ehre meint hier auch für alternde Eltern, die nicht mehr für ihren eigenen Unterhalt arbeiten konnten, zu sorgen und sie finanziell zu unterstützen. Die Pharisäer hatten dieses Gebot des AT uminterpretiert und den Menschen gelehrt, wer ein Opfer gibt, ist frei von dieser Verpflichtung. Vers 7: “Heuchler! Treffend hat Jesaja über euch geweissagt, in dem er spricht: “Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist weit entfernt von mir. Vergeblich aber verehren sie mich, in dem sie als Lehren Menschengebote lehren.” Die Pharisäer interpretierten nicht nur das AT, sie legten ihre eigenen Gebote als eine Bürde auf die Schultern ihrer Zuhörer. Vers 12: “Dann traten die Jünger hinzu und sprachen zu ihm: Weißt du, daß die Pharisäer sich ärgerten, als sie das Wort hörten? Er aber antwortete und sprach: Jede Pflanze, die mein himmlischer Vater nicht gepflanzt hat, wird ausgerissen werden. Laßt sie! Sie sind blinde Leiter der Blinden. Wenn aber ein Blinder einen Blinden leitet, so werden beide in eine Grube fallen.” Jesus macht hier klar, dass er nicht gegen das schriftliche Wort Gottes ist aber gegen Überlieferungen, die Gottes Wort  widersprechen. So macht er es auch deutlich in Matthäus 5, Vers 17: “Meinet nicht, daß ich gekommen sei, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen, ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen. Denn wahrlich, ich sage euch: Bis der Himmel und die Erde vergehen, soll auch nicht ein Jota oder ein Strichlein von dem Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist. Wer nun eins dieser geringsten Gebote auflöst und so die Menschen lehrt, wird der Geringste heißen im Reich der Himmel, wer sie aber tut und lehrt, dieser wird groß heißen im Reich der Himmel.” Jesus sagt hier, dass das geschriebene Wort Gottes weiterhin seine Gültigkeit hat und nicht aufgelöst wird. Jesus war gegen Traditionen, die im Widerspruch zum Wort Gottes stehen. So lange die Traditionen mit Gottes Wort im Einklang stehen, sind sie zu begrüßen und wenn sie nicht zu einem Gesetz werden, das jeder zu beachten hat, dann nämlich landen wir beim Legalismus, den Jesus und Paulus beständig zu bekämpfen hatten. Wie in Lukas 6, Vers1: “ Und es geschah am Sabbat, daß er durch die Saaten ging und seine Jünger die Ähren abpflückten und aßen, indem sie sie mit den Händen zerrieben. Einige der Pharisäer aber sprachen zu ihnen: Warum tut ihr, was am Sabbat nicht zu tun erlaubt ist?” Das war die Auslegung des Gebotes durch die Pharisäer. Schon eine Handvoll Ähren zu nehmen war Arbeit, dann auch noch das Getreide aus den Ähren zu reiben war noch mehr Arbeit. Somit verstießen die Jünger Jesu nach ihrer Auffassung gegen das Sabbatgebot. Vers 3: “Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Habt ihr auch dieses nicht gelesen, was David tat, als ihm und die, die bei ihm waren, hungerte? Wie er in das Haus Gottes ging und die Schaubrote nahm und aß und auch denen gab, die bei ihm waren - die doch außer den Priestern allein niemand essen darf? Und er sprach zu ihnen: Der Sohn des Menschen ist Herr des Sabbats.” Jesus sagte nicht, dass Davids Verhalten dem Gesetz entsprach, er wollte klar machen, dass die Interpretation des Gesetzes eine individuelle  Gewissensangelegenheit und nicht durch kollektive Tradition allen aufgezwungen werden kann. David war in einer besonders schwierigen Situation. Er und seine Männer hatten lange nichts gegessen. Hier waren die menschlichen Bedürfnisse gravierender als das Aufbewahren der Brote für die Priester. Traditionen dürfen nicht zum Gesetz werden, sie können uns nur Informationen über eine bestimmte Situation geben, die wir in Beurteilung unserer eigenen Lage mit heranziehen können.

 

Hausgemeindetreff

Hans-Erwin Schotten

   

   Home   Artikel   Broschüren   Predigt mp3s   Lieder mp3s   Bildergalerie   Kontakt   HGT-Gruppe   Neue Website

  

Das Material auf dieser Website darf, mit Hinweis auf den Hausgemeindetreff,

bzw. die Autoren und diese Website, kopiert und kostenlos weitergereicht werden.

 

Über die Arbeit des Hausgemeindetreffs

 

Copyright: Hausgemeindetreff - Evangeliumsdienst, Hans-Erwin & Magdalena Schotten

E-Mail: hausgemeindetreff@t-online.de - http://www.hausgemeindetreff.de