Maria von Magdala war bis vor kurzem vielleicht die am stärksten verleumdete und kaum verstan-

               dene Frauenfigur der frühen Christenheit, obwohl nirgendwo in den Schriften Maria als öffentliche

               Sünderin identifiziert wurde. Alle vier Evangelien zeigen Maria als überzeugte Jüngerin Jesu und als

               die Hauptzeugin des zentralen Ereignisses des christlichen Glaubens. Trotzdem wurden im dritten

               und vierten Jahrhundert durch männliche Kirchenführer alle ebenbürtigen Führungsqualitäten von

               weiblichen Jüngern erfolgreich unterdrückt. Die christliche Gemeinschaft befand sich in einem kul-

               turellen Konflikt als sie von Versammlungen in Hausgemeinden, wo weibliche Führungsqualitäten

               geschätzt und als passend angesehen wurden, zu öffentlichen Versammlungen wechselte, wo weib-

               liche Führungskräfte für ungeeignet und anstößig gehalten wurden. In dieser Zeitspanne der Ge-

               schichte sehen wir die Erinnerung an Maria von Magdala als eine eifrige weibliche Jüngerin und

               Verkünderin der Auferstehung wechseln zu der büßenden Prostituierten und öffentlichen Sünderin.

               Glücklicherweise, durch neuzeitliche Forschung, ist das Ansehen der Maria von Magdala als eine

               starke Führungspersönlichkeit in der frühen Geschichte der Kirche wieder hergestellt worden. Zwei-

               tausend Jahre falscher Darstellung ist nun hoffentlich wieder aufgehoben. Maria von Magdala sollte

               nun wieder das inspirierende Rollenmodell für Jesu Nachfolgerinnen dieses einundzwanzigsten Jahr-

               hunderts sein, was sie für diejenigen war, welche Zeugen des auferstandenen Jesus Christus im ur-

               sprünglichen Christentum waren.

 

               Maria und die gläubigen Frauen, die Jesus folgten, verdienen einen Platz in der Geschichte und in

               Gottes Reich wegen ihres Charakters und ihrer guten Taten. Sie wurden gerettet durch Gnade aber

               uns heute sind sie bekannt aufgrund ihrer Werke.

 

               Wir können viel von dem Leben der Maria von Magdala lernen. An ihrem Leben sehen wir, wie-

               viel Jesus für Frauen tun kann. Wir können nicht nur lernen, was Jesus für uns tun kann, sondern

               auch, was wir für ihn tun können. Maria von Magdala war uns Frauen von heute in dieser Hinsicht

               ein Vorbild und Beispiel. Sie tat das entscheidende, einzig Richtige. Sie setzte sich für Jesus Christus

               ein. Laßt uns auch einfach anfangen etwas zu tun, obwohl wir als Frauen viele Jahre so wenig Mög-

               lichkeiten hatten.

 

               Besonders in dieser Zeit, da immer mehr Tabus gefallen sind, wo Frauen durch den Druck der

               Arbeitslosigkeit und durch ein neu entstandenes Frauenbild in unserer Gesellschaft förmlich in das

               falsche Mariabild hineingedrängt werden und zwar in Dienstleistungen, Berufe, Beschäftigungen,

               Verhalten und Rollen die nicht dem christlich-biblischen Frauenbild und der Würde der Frau ent-

               sprechen, ist es wichtig, dass Christinnen sich ihrer Verantwortung bewußt werden und gegen den

               Strom schwimmen und ein anderes Beispiel setzen.

 

               Frauen sollten sich nicht degradieren und in einseitige Rollenbilder hineindrängen lassen, die ihrer

               Würde als Gottes Geschöpf nicht gerecht werden.

              

               Hausgemeindetreff

               Magdalena Schotten                                       

          

            

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