Man fühlt mit Maria von Magdala, versteht ihre Tränen und ihr Leid. Sie sucht Jesus und findet ihn

               nicht. Doch dann ist Jesus ihr zum Greifen nahe, aber sie erkennt ihn nicht. Er muß sie erst an-

               sprechen, damit sich ihre Augen öffnen. Rabbuni “Meister” - das ist das einzige, nur vom Evange-

               listen Johannes überlieferte Wort Marias an den Auferstandenen. Mehr vermag sie in ihrer Freude 

               nicht zu sagen, als sie den lebenden Herrn vor der leeren Grabesstätte erkennt. Sie will ihren Meister

               (Lehrer) in einer ganz spontanen Geste festhalten, so dass er sie zurückweisen muss. “Halt mich 

               nicht fest, denn ich bin noch nicht aufgestiegen zum Vater.” Marias freudige Reaktion war eine

               Anerkennung seiner göttlichen Macht und ein Ausdruck der Liebe.

 

               Joh. 20, 16-18 (Joh. 10, 1-10) Jesus liebte alle seine Jünger. Er nannte sie sein Eigentum. Sie waren

               diejenigen, die seine Stimme kannten, wenn er sie beim Namen rief und die seinen Worten zuhörten  

               (Joh. 13,1 u. 34; 15, 9-17; 17, 6-12). Die Bezeichnung der Jünger Jesu als “Brüder” (Brüder und

               Schwestern) ist neu. Nach dem erlösenden Sühnetod Jesu tritt diese Bezeichnung in Kraft. Die Jün-

               ger sind seine Brüder geworden. Wie Jesus und die Seinen Brüder (Geschwister) sind, so haben 

               sie jetzt auch - nach der Versöhnung durch Jesu Blut (Röm. 5,1 f) - denselben Vater.

 

               Matthäus berichtet in Kap. 28, 1-10: Als aber der Sabbat vorüber war und der erste Tag der        

                   Woche anbrach, kamen Maria von Magdala und die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen.

                 2 Und siehe, es geschah ein großes Erdbeben. Denn der Engel des Herrn kam vom Himmel herab,

                    trat hinzu und wälzte den Stein weg und setzte sich darauf.

                 3 Seine Gestalt war wie der Blitz und sein Gewand weiß wie der Schnee.

                 4 Die Wachen aber erschraken aus Furcht vor ihm und wurden, als wären sie tot.

                 5 Aber der Engel sprach zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, daß ihr Jesus, den

                    Gekreuzigten, sucht.

                 6 Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht die Stätte, wo er gele-

                    gen hat;

                 7 und geht eilends hin und sagt seinen Jüngern, daß er auferstanden ist von den Toten. Und siehe, er

                    wird vor euch hingehen nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich habe es euch gesagt.

                 8 Und sie gingen eilends weg vom Grab mit Furcht und großer Freude und liefen, um es seinen Jün-

                    gern zu verkündigen.

                 9 Und siehe, da begegnete ihnen Jesus und sprach: Seid gegrüßt! Und sie traten zu ihm und umfas-

                    sten seine Füße und fielen vor ihm nieder.

               10 Da sprach Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht hin und verkündigt es meinen Brüdern, daß

                    sie nach Galiläa gehen: dort werden sie mich sehen.

 

               Matthäus hebt hier nochmals hervor, dass die Frauen um das Grab Sorge trugen und die Wächter 

               das Grab weiterhin bewachten. Die Einzelheiten der Wegwälzung des Steins werden nur von   

               Matthäus beschrieben. Nicht das Erdbeben, sondern ein Engel des Herrn wälzt den Stein weg.

 

               “Fürchtet euch nicht”, sprach der Engel zu den Frauen. Dies beruhigte sie und anders als die ungläu-

               bigen Wächter ließen sich die gläubigen Frauen durch die eindrucksvolle Kundgebung der Majestät

               und Macht Gottes nicht übermäßig in Furcht versetzen. Die Nachricht von Jesu Auferstehung soll  

               schnellstmöglich verbreitet werden. Die Anmerkung “Er wird vor euch hingehen nach Galiläa”

               schließt Erscheinungen in Jerusalem keineswegs aus. Auch Maria soll Jesus den Auferstandenen

               wiedersehen.

 

               Was können wir noch über Maria von Magdala erfahren? Maria von Magdala hat dem Jesusruf  

               von Matth. 11, 28-30 Folge geleistet.

               28 Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.

               29 Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig;

                    so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.

               30 Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.

 

               Sie hat dies Angebot angenommen und verstanden und bei Jesus Ruhe für ihre Seele gefunden. Sie

               ist auf dem richtigen Weg gegangen, der auch in Jeremia 6, 16 beschrieben ist. “So spricht der Herr:

               Tretet hin an die Wege und schauet und fragt nach den Wegen der Vorzeit, welches der gute Weg        

   

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